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12.10.2020: gamiTRIZation - Band 2 der Gamescollection für Innovationsmethoden ist erschienen

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern – Campus Zweibrücken – fokussiert unter Leitung von Prof. Dr. Thurnes in einem seiner beiden Aktivitätsfelder das Innovationsmanagement von Unternehmen. Gamification – die Umsetzung von Prozessen mit Hilfe spielerischer Elemente – ist eine besonders aktuelle und kreative Form, komplexe Inhalte zu vermitteln oder für die bei Innovationsprozessen erforderlichen Veränderungen zu sensibilisieren.

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Aktuelles

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern – Campus Zweibrücken – fokussiert unter Leitung von Prof. Dr. Thurnes in einem seiner beiden Aktivitätsfelder das Innovationsmanagement von Unternehmen. Gamification – die Umsetzung von Prozessen mit Hilfe spielerischer Elemente – ist eine besonders aktuelle und kreative Form, komplexe Inhalte zu vermitteln oder für die bei Innovationsprozessen erforderlichen Veränderungen zu sensibilisieren.

Prof. Dr. Thurnes hat bereits viele Gamification-Ansätze in den Bereichen des Lean Mangements und des Innovationsmanagements entwickelt und beschrieben. 2019 gab er gemeinsam mit Prof. Dr. Claudia Hentschel von der HTW Berlin und Dr. Frank Zeihsel von der Synnovating GmbH einen Sammelband zur Gamifikation systematischer Innovationsmethodik unter dem Titel „Playing TRIZ“ heraus. Die Spielesammlung fand in der Fachwelt so starken Anklang, dass schnell ein weiterer Sammelband entstand. Dieser ist nun aktuell mit dem Titel „Playing TRIZ (Vol. 2) – More Games and Cases Fostering Inventiveness“ von den gleichen Herausgeber*innen veröffentlicht worden und im Buchhandel erhältlich.

Das Buch in englischer Sprache richtet sich an Lehrpersonal an Hochschulen sowie an betriebliche Innovationsprofis, die lebendige Elemente für das systematische Erfinden nutzen möchten.

 

Weitere Informationen:

Link zum Buch: http://www.gamitrization.com

Die Herausforderungen für das Gesundheitswesen sind vielfältig. Neben Kostendruck und Kapazitätsfragen ist es insbesondere auch der Wandel, der Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie andere Einrichtungen des Gesundheitswesens in besonderem Maße betrifft. Dabei geht es um unvorhergesehene exogene Veränderungen, wie z. B. durch die aktuelle Pandemie verursacht, aber in großem Umfang auch um Veränderungen im Gesundheitswesen, im Gesundheitsmarkt oder im technologischen Bereich. Veränderungen führen unweigerlich zu Innovationen im Gesundheitswesen – neuen Techniken, Arbeits- und Behandlungsverfahren, Medizinprodukten, Digitalisierung etc.

Professor Thurnes, Leiter des Kompetenzzentrums OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern – Campus Zweibrücken, beschäftigt sich mit methodischen Vorgehens- und Lernverfahren der Operational Excellence und der Innovationsmethodik. Wie in vielen anderen Themenstellungen (z. B. im Feld des Qualitätsmanagements) stammen solche Methoden ursprünglich aus der Industrie und finden dann im Laufe der Zeit auch in anderen Branchen, wie dem Gesundheitswesen, Anwendung. Auch am Kompetenzzentrum OPINNOMETH wird daher die Übertragung von Methoden des Lean Management aus der Industrie in andere Felder untersucht. Um die oben beschriebenen Veränderungen zu bewältigen und die herausfordernden Innovationen in Einrichtungen aufnehmen zu können, eignen sich beispielsweise die Lean Healthcare-Methoden des TWI (Training Within Industry) für Krankenhäuser, medizinische Labore, Pflegeeinrichtungen usw. Diese eigentlich sehr alten Methoden sind in den USA „wiederentdeckt“ und aus der Industrie auf das Gesundheitswesen übertragen worden.

Um Innovation annehmen und Veränderung leben zu können, müssen verschiedene Lernfelder betrachtet werden. Zum Einen das Erlernen erforderlicher Fähigkeiten und der Erwerb neuer Kompetenzen durch das Personal. Zum Anderen aber auch das systematische Ermitteln und Erkennen von Barrieren und Hindernissen für die Annahme von Innovationen, die oftmals nicht nur sachlich oder qualifikationsbedingt, sondern auch motivational und emotional begründet sind. Und schließlich das Erlernen von Methoden zur Veränderung und Verbesserung des Gesamtsystems bei der Integration von Innovationen – diese entwickeln ihre vollen Vorteile meist erst nach einer detaillierten Untersuchung und Verbesserung begleitender sowie vor- und nachgelagerter Abläufe. Diese verschiedenen Lern- und Entwicklungsfelder sind sehr bedeutend für die Aufnahme von Innovationen im Gesundheitswesen. Und darüber hinaus entwickeln Einrichtungen sich hierdurch weiter und schaffen weitere Innovationen.

Professor Thurnes und TWI-Expert*innen aus Deutschland, den Niederlanden und den USA haben die entsprechenden Grundlagen sowie einige internationale Praxisbeispiele aus Krankenhäusern und Laboren in ihrem Beitrag „TWI im Gesundheitswesen – das System von innen heraus innovieren“ beschrieben. Der Beitrag wurde im Buch „Innovationen und Innovationsmanagement im Gesundheitswesen“ veröffentlicht, das von Prof. Pfannstiel u.a. herausgegeben wurde. Professor Thurnes und das Kompetenzzentrum OPINNOMETH stehen interessierten Einrichtungen und Institutionen in Fragen der Lean Healthcare, des Lean Management oder der Innovationsmethodik als Ansprechpartner zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Buchbeitrag “TWI im Gesundheitswesen – das System von innen heraus innovieren”:

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-28643-9_13

Angehende Innovationsmanager*innen besuchten virtuelle Innovationskonferenz „Innovating in Times of Crisis“

Prof. Dr.-Ing. Christian M. Thurnes, HS Kaiserslautern – Kompetenzzentrum OPINNOMETH

Die Studierenden des berufsbegleitenden MBA-Studiengangs „Innovations-Management“ an der Hochschule Kaiserslautern besuchen im Rahmen Ihres Studiums eine internationale wissenschaftliche Fachkonferenz zum Thema Innovationsmanagement. In diesem Jahr fand dieser Besuch vom 7. bis 10. Juni  statt, begleitet von Mentor Prof. Dr. Christian M. Thurnes (Studiengangsleiter und Leiter des Kompetenzzentrums OPINNOMETH an der HS Kaiserslautern).

In den vergangenen Jahren war dieser Konferenzbesuch geprägt durch den Kontakt der Studierenden mit internationalen Profis aus Praxis und Wissenschaft vor Ort in z.B. Florenz, Stockholm oder Dublin. Insofern war es im Vorfeld spannend, wie dies bei einer Online-Konferenz realisierbar wäre. Die ISPIM (International Society of Professional Innovation Management) hatte als Veranstalter die Konferenz angesichts der Koronakrise sowohl auf eine reine Online-Konferenz umgestellt, als auch besondere Präsentationsforen für Beiträge zum Thema „Innovation in Krisenzeiten“ geschaffen.

Und es handelte sich tatsächlich um ein gelungenes Konzept: an 4 Tagen fanden über 250 Vorträge und Workshops online statt, an denen über 600 Konferenzbesucher*innen aus über 20 Nationen teilnahmen. So auch 15 Studierende des MBA Innovations-Management der HS Kaiserslautern. Sie bereiteten sich auf die Konferenz vor, in dem sie im Vorfeld das immense Vortragsprogramm im Hinblick auf ihre eigenen Interessen untersuchten, um so ihr individuelles Programm zusammenzustellen. Prof. Thurnes hielt einen kurzen Vortrag zum Thema der Hybridmethodik „Leanagil Design-TRIZing“ und moderierte mehrere Vortragssessions zum Thema „Business Model Innovation“. Und auch zwei Studierende wirkten aktiv bei mehreren Sessions als Supporter mit. Für die Kommunikation und das Mentoring der Studierendengruppe waren im Vorfeld „interne“ Videokonferenzen geplant worden, in denen sich die Gruppe mehrfach zwischen Konferenzbeiträgen traf, austauschte, organisierte und Themen reflektierte. Die sonst üblichen Abendveranstaltungen der Präsenzkonferenz konnten jedoch nur teilweise durch online-Angebote ersetzt werden. Dies gelang zumindest an einem Konferenzabend in Form von virtuellen Round-Tables.

Aber das Online-Format hatte auch Vorzüge für die Studierenden. Zunächst einmal war die Kommunikation auf dem sogenannten „Second-Screen“ bemerkenswert – während Studierende und Mentor jeweils zu Hause vor ihren Tablets verschiedene Vorträge besuchten, fand parallel dazu ein aktiver begleitender Austausch über das Smartphone statt. Des Weiteren wurden fast alle Vorträge aufgezeichnet – hierdurch können die Studierenden in den nächsten Wochen auch noch fachlich relevante Vorträge als „Konserve“ besuchen, die sie während der Konferenz wegen Parallelveranstaltungen verpasst haben. Und schließlich war die Konferenz mit einer ungewöhnlichen Vielzahl an weltbekannten Expert*innen aus Firmen, Institutionen und Wissenschaft besetzt … vermutlich ebenfalls dem Online-Format zu verdanken.

Die 15 MBA-Studierenden hatten daher hervorragende Möglichkeiten, sich zu vernetzen und aktuelle Wissenschaftserkenntnisse und Praxiserfahrungen aus den zahlreichen Facetten ihres Fachgebietes aufzusaugen: Business Modell Innovation, Design Thinking, Sustainable and values-based Innovation, Digital Disruption, innovative Organisationsmodelle und neue Arbeitsformen, Teaching and Coaching Innovation, Disruptive Innovation, Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen etc. Sie konzentrierten sich dabei auf jene Themen, die für sie im Hinblick auf ihre weiteren Studienarbeiten bzw. ihre Abschlussarbeit besonders relevant sind. Auch wenn der Besuch der Konferenz im Rahmen des Studiums nur einmalig vorgeschrieben ist, so haben einige Teilnehmende jedoch schon angemerkt, auch sehr auf die Präsenzversion des nächsten Jahres gespannt zu sein und gerne teilnehmen zu wollen.

Weitere Informationen:

Kompetenzzentrum OPINNOMETH:   https://www.hs-kl.de/opinnometh/

ISPIM virtual conference 2020:    https://www.ispim-virtual.com/

Studiengang MBA Innovations-Management: http://www.mba-innovations-management.de

 

Im Juli 2020 ist das Blatt 3 der VDI-Richtlinie 4521 im Weißdruck erschienen: Erfinderisches Problemlösen mit TRIZ - Lösungssuche. Somit ist der Stand von Wissenschaft und Technik in diesem Feld dokumentiert und der Fachöffentlichkeit zugänglich. Prof. Dr.-Ing. Christian M. Thurnes - Studiengangsleiter der TBW (Technische Betriebswirtschaft) an der Hochschule Kaiserslautern/Campus Zweibrücken und des Master Wirtschaftsingenieurwesen - arbeitete seit vielen Jahren als stellvertretender Vorsitzender des VDI-Richtlinienausschuss "Innovationsmethodiken" mit Experten aus Wissenschaft und Industrie an der Erstellung der Richtlinie.

Daher lernen Studierende der Technischen Betriebswirtschaft (TBW) oder des Master Wirtschaftsingenieurwesen - Logistik und Produktionsmanagement (WLP) in Vorlesungen zum Innovationsmanagement topaktuelle Methoden kennen und anwenden. Sie sind damit auf dem aktuellen Stand der industriellen Praxis und entwickeln Fähigkeiten im wichtigen Feld der innovativen Ideengenerierung, die sowohl für ein Selbständigkeit, als auch für die Arbeit in einem Industrieunternehmen oder als Consultant von großer Bedeutung sind.

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern plante im Frühjahr den Start eines Interessenkreises zu Themen der Operational Excellence mit einer entsprechenden Auftaktveranstaltung. Der Interessenkreis bietet ein Forum zum Austausch von Interessierten aus Industrie, Handel, Gesundheitswesen, Verwaltung, Lehre und Forschung zu den Themen methodischer Ansätze zur Steigerung der operativen Exzellenz der eigenen Firma, Einrichtung oder Institution. Professor Thurnes – Leiter des Kompetenzzentrums – lädt hierzu Interessierte aus unterschiedlichsten Branchen und Organisationen ein und freut sich auch auf die Mitwirkung weiterer methodischer Spezialisten, wie zum Beispiel dem Lean Senior Consultant Michael Renoth, bei der Moderation künftiger Veranstaltungen und der Zusammenarbeit im Interessenkreis.

Im Mittelpunkt des Interessenkreises stehen der Erfahrungsaustausch, das gemeinsame Lernen und auch die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmenden und ihrer Firmen bzw. Institutionen. Dabei geht es um die vielfältigen aktuellen Managementmethoden zur Verbesserung des operativen Betriebs von Unternehmen und Organisationen – Beispiele hierfür sind Methoden aus den Feldern: Lean, Agile, Scrum, Six Sigma, u.a. Neben dem gemeinsamen Learning-by-Doing und Erfahrungsaustausch können auch gezielt Kontakte zwischen Hochschule und der Praxis entwickelt werden – z. B. zwischen Studierenden der Studiengänge Bachelor Technische Betriebswirtschaft und Master Wirtschaftsingenieurwesen sowie Unternehmen und Institutionen der Region bzw. Großregion.

Wegen der aktuellen Situation wurde der offizielle Start des Interessenkreises mit entsprechender Auftaktveranstaltung verschoben. Interessierte können sich jedoch bereits über die Website beim Kompetenzzentrum melden, um bei anstehenden Terminen informiert zu werden. Darüber hinaus besteht bereits jetzt auf bilateraler Ebene die Möglichkeit zum Austausch. So hatten beispielsweise Professor Thurnes und Michael Renoth in der letzten Aprilwoche einen intensiven Gedankenaustausch mit einem Zweibrücker Mode-Start-up. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Mode-Kleinstunternehmens wurden methodische Ansätze der Lean Production diskutiert, mit deren Hilfe die bereits aufgenommene Produktion von Stoffmasken trotz Einzelanfertigung in einen größeren Maßstab übertragen werden kann. Diese Transferaufgabe von eher großindustriellen Methoden in ein kleines Unternehmen ist ein gutes Beispiel für künftige firmenindividuelle Themen- und Problemstellungen, mit denen sich der Interessenkreis beschäftigen wird.

Die offizielle Auftaktveranstaltung des Interessenkreises ist zunächst mit unbekanntem Termin verschoben. Das obige Beispiel zeigt jedoch, dass das Networking bereits vorher beginnen kann. Professor Thurnes lädt daher alle Interessierten herzlich ein, sich über die Website zu informieren und ggf. gerne Kontakt aufzunehmen – sei es allgemein als Interessenbekundung oder bereits mit bestimmten Themen oder Fragestellungen.

04.05.2020 Interessenkreis Operational Excellence – Individueller Austausch schon in Corona-Zeiten

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern plante im Frühjahr den Start eines Interessenkreises zu Themen der Operational Excellence mit einer entsprechenden Auftaktveranstaltung. Der Interessenkreis bietet ein Forum zum Austausch von Interessierten aus Industrie, Handel, Gesundheitswesen, Verwaltung, Lehre und Forschung zu den Themen methodischer Ansätze zur Steigerung der operativen Exzellenz der eigenen Firma, Einrichtung oder Institution. Professor Thurnes – Leiter des Kompetenzzentrums – lädt hierzu Interessierte aus unterschiedlichsten Branchen und Organisationen ein und freut sich auch auf die Mitwirkung weiterer methodischer Spezialisten, wie zum Beispiel dem Lean Senior Consultant Michael Renoth, bei der Moderation künftiger Veranstaltungen und der Zusammenarbeit im Interessenkreis.

Im Mittelpunkt des Interessenkreises stehen der Erfahrungsaustausch, das gemeinsame Lernen und auch die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmenden und ihrer Firmen bzw. Institutionen. Dabei geht es um die vielfältigen aktuellen Managementmethoden zur Verbesserung des operativen Betriebs von Unternehmen und Organisationen – Beispiele hierfür sind Methoden aus den Feldern: Lean, Agile, Scrum, Six Sigma, u.a. Neben dem gemeinsamen Learning-by-Doing und Erfahrungsaustausch können auch gezielt Kontakte zwischen Hochschule und der Praxis entwickelt werden – z. B. zwischen Studierenden der Studiengänge Bachelor Technische Betriebswirtschaft und Master Wirtschaftsingenieurwesen sowie Unternehmen und Institutionen der Region bzw. Großregion.

Wegen der aktuellen Situation wurde der offizielle Start des Interessenkreises mit entsprechender Auftaktveranstaltung verschoben. Interessierte können sich jedoch bereits über die Website beim Kompetenzzentrum melden, um bei anstehenden Terminen informiert zu werden. Darüber hinaus besteht bereits jetzt auf bilateraler Ebene die Möglichkeit zum Austausch. So hatten beispielsweise Professor Thurnes und Michael Renoth in der letzten Aprilwoche einen intensiven Gedankenaustausch mit einem Zweibrücker Mode-Start-up. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Mode-Kleinstunternehmens wurden methodische Ansätze der Lean Production diskutiert, mit deren Hilfe die bereits aufgenommene Produktion von Stoffmasken trotz Einzelanfertigung in einen größeren Maßstab übertragen werden kann. Diese Transferaufgabe von eher großindustriellen Methoden in ein kleines Unternehmen ist ein gutes Beispiel für künftige firmenindividuelle Themen- und Problemstellungen, mit denen sich der Interessenkreis beschäftigen wird.

Die offizielle Auftaktveranstaltung des Interessenkreises ist zunächst mit unbekanntem Termin verschoben. Das obige Beispiel zeigt jedoch, dass das Networking bereits vorher beginnen kann. Professor Thurnes lädt daher alle Interessierten herzlich ein, sich über die Website zu informieren und ggf. gerne Kontakt aufzunehmen – sei es allgemein als Interessenbekundung oder bereits mit bestimmten Themen oder Fragestellungen.

In der LeanFab des Kompetenzzentrums OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern am Campus Zweibrücken lernen die Studierenden der Technischen Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens die aktuellen und grundlegenden Prinzipien der Betriebsorganisation praktisch und spielerisch kennen. Auch wenn die Produkte der LeanFab lediglich Spielzeugprodukte sind, so stellen die Simulationen doch die tatsächlichen Abläufe, Methoden und Herausforderungen im Produktions- und Logistikmanagement extrem realitätsgetreu nach. Innnovationsmethoden wie DesginThinking oder TRIZ und Methoden der Operational Excellence, wie Lean, Scrum, Agil und SixSigma stehen dabei im Vordergrund.

Die LeanFab entwickelt sich weiter und greift neue Methoden und Praktiken auf. Diese ergeben sich zum Beispiel aus den Herausforderungen der Industrie 4.0 und der fortschreitenden Digitalisierung. Für die kommenden Semester diskutierte das Team der LeanFab um Professor Thurnes nun mit Unterstützung von Robin Schwabe von der Firma Dynabook mögliche Simulationsübungen und -szenarien für den Einsatz von wearable computers (Kleinstcomputer, die am Körper getragen werden können) und head-mounted displays (am Kopf getragene Anzeige- und Steuerungsgeräte). Bereits im März werden Studierende im Rahmen der Veranstaltung „Logistik und Produktionsmanagement“ neben klassischen industriellen Unterweisungsmethoden auch technologieunterstützte Vorgehensweisen erkunden. Die tragbare Technik und die Möglichkeit, bei nahezu voller Bewegungsfreiheit Informationen abzurufen, Anleitungen zu folgen oder z. B. im Rahmen der Ferninstandsetzung mit einem weit entfernten Spezialisten zu kooperieren, zeigen den Studierenden brandaktuelle Themenfelder auf. Auch wird deutlich, dass Technologieeinsatz insbesondere dann Chancen bietet, wenn die damit durchgeführten Aufgaben und damit ausgeführten Prozesse neu überdacht und auf die neuen Möglichkeiten hin optimiert werden.

Auf diese Weise bringt die LeanFab den zukünftigen Absolventinnen und Absolventen der Technischen Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens Industrie 4.0-Anwendungen näher und stärkt gleichzeitig die Fähigkeit, den Einsatz neuer Technologien durch überlegte Prozessgestaltung noch weiter zu optimieren.

 

Ab dem kommenden Sommersemester 2020 wird für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bestehen, sich in ein Frühstudium für den Studiengang TBW - Technische Betriebswirtschaft des Fachbereiches Betriebswirtschaft am Hochschul-Campus in Zweibrücken einzuschreiben.

Das Frühstudium dient dem frühzeitigen Erwerb von vertiefenden Kenntnissen im betreffenden Fachgebiet. Für die Schülerinnen und Schüler ergibt sich dabei der Vorteil, in das Studium praktisch hinein zu schnuppern, und zwar schon vor dem Schulabschluss. Des Weiteren können bereits im Vorfeld Kontakte sowohl zu Studierenden als auch zu Professorinnen und Professoren an der Hochschule geknüpft und Erfahrungen im realen Studienbetrieb gesammelt werden. Die Leistungen, die hierbei zusammen mit „echten“ Studierenden erbracht werden, werden später beim TBW-Studienbeginn angerechnet und so die Studiendauer verkürzt.

Grundsätzlich ist es allen Schülerinnen und Schülern, die sich in der Oberstufe befinden, möglich, an den Veranstaltungen des Frühstudiums teilzunehmen.

Derzeit besteht der Pool an wählbaren Fächern aus drei Veranstaltungen:

  1. „Innovationsmanagement“
  2. „Automatisierung technischer Prozesse“
  3. Labor „Programmierung von Speicherprogrammierbaren Steuerungen“

Die Veranstaltungen werden regulär gemeinsam mit immatrikulierten Studierenden besucht, sodass die Frühstudierenden das echte Hochschulleben kennenlernen.

Für das Frühstudium entstehen keine Kosten und – egal, wie erfolgreich es verläuft – keinerlei Nachteile für das spätere Studium.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.hs-kl.de/tbw-fruehstudium .

Im Januar 2019 absolvierten vier Studierende der Hochschule Kaiserslautern die Prüfung zum  Level 1-Zertifikat der International TRIZ-Association MA TRIZ.

Die Studierenden konnten die freiwillige Zusatzprüfung ergänzend zu einer regulären Lehrveranstaltung ablegen. Die Inhalte der Prüfung waren Studierenden aus dem Studiengang  " TBW - Technische Betriebswirtschaft" bereits wohlbekannt: Im Studienfach "Technologiemanagement 1" des 4. Semesters lehrt Prof. Dr. -Ing. Christian M. Thurnes innovative Methoden der "TRIZ - Teoria reschenija isobretatjelskich sadatsch" (russ.: "Theorie des erfinderischen Problemlösens").
Den Studierenden wird hierbei eine Vielzahl an systematisch-kreativen Innovationsmethoden vermittelt, die eine sehr große Anzahl möglicher Lösungen eines vorliegenden Problems generieren. Hierunter befinden sich in der Regel viele besondere und vor allem technologisch fundierte Ideen, warum Innovationsführer wie z. B. Samsung, Philipps u.a. auf solche Methoden bauen. Im Gegensatz zur intuitiv-kreativen Methoden, entstehen durch die Anwendung von TRIZ-Algorithmen konkrete Handlungsanweisungen, mit denen Innovationsproblemstellungen auf systematische Art und Weise gelöst werden können.

Innovations- und Kreativmethoden jeder Art spielen im Bachelor-Studiengang „Technische Betriebswirtschaft“ und den Masterstudiengängen „Wirtschaftsingenenieurwesen – Logistik und Produktionsmanagement“ sowie „MBA Innovations-Management“ eine große Rolle und werden in Lehre, Praxistransfer und Forschung durch Prof. Thurnes im Rahmen seines Kompetenzzentrums OPINNOMETH eingebracht ( www.hs-kl.de/opinnometh ).

Vorstellung des Gamification-Buchs für das systematische Erfinden in Straßburg

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern – Campus Zweibrücken – fokussiert in einem seiner beiden Aktivitätsfelder das Innovationsmanagement von Unternehmen. Besondere Beachtung schenkt Professor Thurnes hierbei den systematischen Innovations- und Erfindungsmethodiken, mit deren Hilfe viele große Unternehmen ihre technische Innovationsleistung steigern.

Im Rahmen der Konferenz „TRIZfuture 2018 – Automated Invention for Smart Industries“ stellten Professor Thurnes und die Mitherausgeber Professor Hentschel (HTW Berlin) und Dr. Zeihsel (Verlag Synnovating) im Oktober ihr neues Buch zur Thematik in Straßburg vor. „Playing TRIZ: Games and Cases for Learning and Teaching Inventiveness“ ist internationales Sammelwerk mit Beiträgen, die das Erlernen der Innovationsmethoden in spielerischen oder fall-bzw. problembezogenen Lernsituationen inszenieren. Die Beiträge aus aller Welt reichen von Lern-Computerspielen über Gruppensettings für den Einsatz in der Industrie bis hin zu Simulationen und fiktiven Problemstellungen, wie der Rettung der Passagiere der sinkenden Titanic.

Gamification – also die Aufbereitung realer Lern- oder Problemstellungen in Spiel- oder spielähnliche Situationen – ist eine sehr aktuelle Lehr- und Lernform, die nicht nur an Schulen und Hochschulen, sondern auch in der betrieblichen Weiterbildung sehr nützlich ist.

Das Buch in englischer Sprache richtet sich daher an Lehrpersonal an Hochschulen sowie an betriebliche Akteure, welche lebendige Elemente für die Aus- oder Weiterbildung im systematischen Erfinden nutzen möchten. Es ist zur Zeit direkt beim Verlag Synnovating als Preview und ab 1. Januar im Fach- und Online-Buchhandel erhältlich.

 

 

Weitere Informationen:

Link zum Buch: http://www.gamitrization.com

TRIZfuture 2018 – Automated Invention for Smart Industries: https://tfc2018.fr/

Kompetenzzentrum OPINNOMETH wirkt bei neuem Fachbuch zur systematischen Innovation mit

Im Tätigkeitsschwerpunkt Innovationsmanagement und –methodik beschäftigt sich das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern, Campus Zweibrücken, mit verschiedensten Methoden zur kreativen und innovativen Produkt- und Ideenfindung. Hierzu zählen neben TRIZ, Design Thinking und klassischen Kreativitätsmethoden auch evolutionäre Methoden.

Evolutionäre Innovationsmethoden untersuchen die Entwicklung menschgemachter Systeme über die Zeit hinweg und versuchen, Trends und Muster dieser Entwicklungen zu entdecken und zu formulieren. Danach können diese Muster im Rahmen von Kreativitätsmethoden genutzt werden, um einerseits Innovationsideen zielgerichteter zu entwickeln oder andererseits verschiedene Innovationsideen bezüglich ihrer Erfolgschancen miteinander zu vergleichen.

Im englischsprachigen Buch „Trends of Engineering System Evolution (TESE)“ werden die Grundlagen dieser Methodik nun erstmals ein einer Form präsentiert, die auch Anfängern ein schnelles und tiefgreifendes Verständnis erlaubt. Das Buch enthält viele Grafiken und Beispiele aus dem Alltag – Professor Thurnes wird es in Zukunft im Rahmen der Lehre im Innovationsmanagement einsetzen. „Komplexere Kreativmethoden werden oft verschmäht, weil sie zunächst mal komplizierter und arbeitsaufwändiger erscheinen, als vergleichsweise einfache Methoden wie z.B. Brainstorming. Wenn unsere Studierenden sich im Rahmen der Innovationsmanagement-Vorlesungen aber um verzwicktere Innovationsaufgaben kümmern, dann wird schnell die besondere Schlagkraft evolutionärer Methoden klar“, erläutert Professor Thurnes.

Professor Thurnes ist einer der Autoren des aktuellen Buchs, welches sich nicht nur als Lehrbuch, sondern auch für den interessierten Autodidakten eignet. Es ist sowohl im Fachhandel als auch im online-Buchhandel erhältlich.

 

Weitere Informationen:

Link zum Buch: https://www.amazon.de/dp/3000598464/ref=cm_sw_em_r_mt_dp_U_9ehwBbC6XGZBW

Studierende MBA Innovations-Management auf internationaler Fachkonferenz in Stockholm

Unter dem Motto „Innovation – the name oft he game“ fand vom 17. bis 20. Juni die 24. Innovationskonferenz der ISPIM (International Society for Professional Innovationmanagement) in Stockholm statt. Sieben Studierende des MBA-Fernstudiengangs „Innovations-Management“ der Hochschule Kaiserslautern nahmen an der Konferenz teil. Professor Christian Thurnes – Leiter des Kompetenzzentrums OPINNOMETH am Campus Zweibrücken und Studiengangsleiter – führte die Exkursion, welche Pflichtbestandteil der angehenden Innovationsmanagerinnen und –manager war, durch.

Zunächst tauschte sich die Gruppe im Rahmen des „Junior Researcher Lab“ – einer halbtägigen Workshopveranstaltung – mit der internationalen Community der Jung-Forscherinnen und -Forscher aus und diskutierte mit erfahrenen Innovationsmanagern unterschiedlicher Unternehmen. Die ca. 80 Teilnehmenden thematisierten in den Räumen des KTH Royal Institute of Technology die Themen ihrer Forschungs- und Abschlussarbeiten und auch Fragestellungen zum wissenschaftlichen Publizieren.

In den folgenden drei Tagen thematisierte die Hauptveranstaltung alle aktuellen Themen aus Wissenschaft und Praxis des Innovationsmanagements. Die Gruppe der Studierenden reihte sich in die 460 Teilnehmenden aus 40 Nationen ein. Aus mehr als 250 Fachvorträgen, Workshops, Plenarveranstaltungen, Seminaren, Roundtables etc. konnten sie individuell ihr eigenes Konferenzprogramm zusammenstellen. Neben der Darstellung von Forschungsergebnissen waren hierbei insbesondere auch die Beiträge von Innovationsprofis vieler unterschiedlicher Unternehmen, wie z. B. Sony, Lufthansa Systems, Scania, Tata Sons, Ericsson, Lego, KPMG usw. sehr lehrreich. In vielen Beiträgen standen die Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung für das Innovationsmanagement im Mittelpunkt. Topthemen lagen daher im Bereich der Business-Model Innovation und –Generierung unter Berücksichtigung der jeweiligen Ecosysteme. Darüber hinaus sind auf der methodischen Seite auch Open Innovation, Hackathons, Living Labs sowie Hubs und die Integration von Start-ups ins Innovationsgeschehen aus vielen Perspektiven betrachtet worden. Auch Klassiker wie Design Thinking, systematische Innovation und Future Foresight waren Teil des Programms. Die Studierenden konnten nicht nur zwischen vielen Themen, sondern auch zwischen unterschiedlichen Veranstaltungsformen wählen: vom Vortrag im großen Saal, über aktive Workshops mit ca. 20 Personen bis hin zu Diskussionszirkeln mit nur einer Hand voll Teilnehmender.

Professor Thurnes moderierte eine Reserach-in-Progress-Session, bei der Forscherinnen aus Südafrika, England und den Niederlanden über ihre Arbeiten im Bereich des Innovationsmanagements im Gesundheitswesen berichteten. Auch in diesem Feld ist Innovationsmanagement von großer Bedeutung – das Spannungsfeld liegt hierbei in der Praxis oft zwischen Hochtechnologie in bestimmten Feldern (z.B. robotergestützte Operationen) einerseits und gleichzeitig technologisch wenig entwickelten Hilfsmitteln und Prozessen (z.B. in der Pflege) andererseits.

Zum Abendprogramm der Konferenz zählte neben dem Besuch der Town Hall unter anderem die Besichtigung des Vasa-Museums. Die Vasa ist ein sehr gut erhaltenes Kriegsschiff aus dem siebzehnten Jahrhundert. Als eines der ersten Schiffe mit zwei Kanonen-Decks könnte sie als eine Innovation im Bereich des Schiffsbaus betrachtet werden. Allerdings sank sie nach weniger als einer halben Stunde Jungfernfahrt – insofern handelte es sich eher um einen Prototyp, da für folgende Schiffe entsprechende Lerneffekte aus der Vasa-Konstruktion gezogen wurden. Viele Erfolgs- oder auch Mißerfolgs-Aspekte des modernen Innovationsmanagements ließen sich anhand dieser historischen Geschichte illustrieren – so zum Beispiel die mangelnde Einbindung von „usern“ (user co-creation) und ein zu statisches Projektmanagement.

Als Abschluss der Veranstaltung konnten die Teilnehmenden an verschiedenen Exkursionen zu „Hot-Spots“ der Stockholmer Innovations- und Digitalszene teilnehmen. Die Besuche und Führungen hatten Start-Up-Zentren, Co-Working-Spaces und Living Labs zum Ziel. Des weiteren wurden Einblicke in die „Smart City“-Initiative der Stadt Stockholm gewährt und das Unternehmen Scania präsentierte Ausgründungen und Innovationsprojekte des Unternehmens im Bereich Digitalisierung.

Die Studierenden des MBA Innovations-Management konnten im Rahmen der Konferenz nicht nur ihr Theoriewissen mit aktueller Praxis und Forschung abgleichen und erweitern, sondern insbesondere auch Kontakte zu unterschiedlichsten Akteuren aus verschiedensten Branchen knüpfen. „Die Möglichkeit der individuellen Programmzusammenstellung erlaubte den Studierenden, ihre eigene Branche (z.B. Versicherung und Banken) oder präferierte Themenfelder (z.B. künstliche Intelligenz oder Design Thinking) schwerpunktmäßig zu betrachten und die Kontakte zur internationalen Community sind nicht nur für die Erstellung der Masterthesen, sondern auch für die professionelle Tätigkeit im Innovationsmanagement sehr hilfreich“, fasst Professor Thurnes zusammen. Für die Studierenden ist der Kongress mit der Heimreise noch nicht beendet – eine abschließende Aufbereitung ausgewählter Inhalte ist Teil des Curriculums und beinhaltet die Erstellung eines individuellen Posters, welches an der Hochschule in einer kleinen Galerie ausgestellt wird.

 

Weitere Informationen:

MBA Innovations-Management:    http://www.mba-innovations-management.de

ISPIM-Konferenz: https://www.ispim-innovation-conference.com/

Innovationsmethodik: Erweiterte VDI-Richtlinie erschienen

An der Hochschule Kaiserslautern sind Innovationsmanagement und Innovationsmethodik wichtiger Bestandteil mehrerer Studiengänge, wie z.B. der Technischen Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens. Professor Christian M. Thurnes vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH am Campus Zweibrücken ist seit vielen Jahren in diesen Feldern lehrend und forschend tätig. Als stellvertretender Vorsitzender des VDI-GPP-Fachausschusses „Innovationsmethodiken“ gestaltet er aktiv die Entwicklung der entsprechenden VDI-Richtlinienreihe mit.

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) definiert mit seinen Richtlinien den Stand der Technik in unterschiedlichsten Feldern. Im April 2018 wurde nun die endgültige Form der VDI 4521 – Blatt 2: „Erfinderisches Problemlösen mit TRIZ – Zielbeschreibung, Problemdefinition und Lösungspriorisierung“ veröffentlicht. Der Fachausschuss „Innovationsmethodiken“, in dem sich auch Professor Thurnes seit Jahren engagiert, hat die entsprechenden Vorarbeiten geleistet und das Richtlinienblatt wurde zunächst einige Monate im sogenannten Gründruck veröffentlicht – während dieser Zeit konnten weitere Experten aus Wissenschaft, Industrie und Praxis noch Einsprüche oder Anmerkungen zur Richtlinie einbringen. Nach Ablauf dieser Frist ist nun der sogenannte Weißdruck erschienen und die Richtlinie somit veröffentlicht und gültig.

„Innovationsmethodiken sind wichtige Hilfen für das erfolgreiche Innovationsmanagement“, erläutert Professor Thurnes. „Das neue Blatt 2 der VDI 4521 schafft einen zuverlässigen Stand der Technik und eine sichere begriffliche Ausgangsbasis für alle Akteure im Bereich der systematischen Kreativität und Innovation.“ Die Normierung durch Richtlinien schafft weiterhin die Grundlage für eine national und international abgestimmte Ausbildung und Lehre der Innovationsmethoden. Sie ist somit nicht nur für die Industrie, sondern auch für den Lehr- und Forschungsbetrieb im Feld des Innovationsmanagements von großer Bedeutung.

Link zu VDI 4521-Blatt 2

Pressemeldung

Vortrag zu innovativen Unternehmen und Unternehmern im Zeitalter der Digitalisierung

Am 26. März hielt Professor Martin W. Drexler von der Universität für angewandte Kunst Wien „Die Graphische“ einen Vortrag zu innovativen Unternehmen und Unternehmerinnen und Unternehmern für Studierende der Studiengänge Technische Betriebswirtschaft (TBW) und Wirtschaftsingenieurwesen – Logistik und Produktionsmanagement (WLP) am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern. Die Veranstaltung fand als Gastvortrag im Rahmen der Innovationsmanagement-Veranstaltungen des Studiengangsleiters Prof. Dr. Christian Thurnes statt.

Professor Drexler fokussierte in seinem Vortrag insbesondere Unternehmen und Akteure, die im Rahmen der Digitalisierung von besonderer Bedeutung sind und spannte dabei den Bogen von der Entstehung des Computers bis hin zu aktuellen Web-Giganten und Online-Großkonzernen. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag in der Vorstellung aktueller Innovations- und Gründerszenen in verschiedenen Metropolen Europas und der Welt. Im letzten Teil der Präsentation erläuterte Professor Drexler Charakteristika erfolgreicher Start-Up-Unternehmen am Beispiel der Headhunting-Plattform „jobrocker.com“. Durch seine Mitarbeit in diesem Unternehmen kann er zeitgemäße Entwicklungen und Trends bei der Beurteilung von Führungs- und Gründerqualitäten identifizieren und beurteilen. Er betonte hierbei die Bedeutung der richtigen Mischung und Vielfalt von Kompetenzen und Fähigkeiten. Neben fachlichen und informationstechnischen Qualifikationen sind auch heute in der zunehmend digitalisierteren Welt Teambuilding, Kooperationsfähigkeit und Kommunikationstalent entscheidende Skills und somit wichtiger Bestandteil in den Curricula zukunftsweisender Studiengänge.

Pressemeldung

Neue Laborveranstaltungen zum Thema RFID und andere Auto-ID Technologien

Im Mai und Juni 2017 fand zum ersten Mal die rundum erneuerte Laborveranstaltung zum Thema RFID (Radio-Frequenzy-Identification) und anderen Auto-ID Technologien statt. Studierende des Studiengangs Technische Betriebswirtschaft lernten im Rahmen der Veranstaltung Logistik von Frau Prof. Dr. Bettina Reuter die Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie kennen.
Die Teilnehmer beschäftigten sich zu Beginn mit den Grundlagen und dem Aufbau einer RFID-Anlage, die im Wesentlichen aus Empfangsantennen, einem Verarbeitungsgerät (Reader) und einem PC mit passender Software besteht. Sogenannte Smart-Tags sind kleine Empfänger, die einen Mikro-Chip enthalten und berührungslos bestimmte Daten an die Antennen der Anlage über eine Distanz von mehreren Metern übertragen können. In einem ersten Versuchsaufbau haben die Studierenden die Sendereichweite verschiedener Tag-Bauformen bei verschiedenen Sendeleistungen untersucht und miteinander verglichen. Ergebnis: Durch Variierung dieser Parameter lassen sich gezielt Reichweiten zwischen 0 und mehr als 600 cm justieren, was bei Anwendungen in der Industrie von großer Bedeutung ist.

Am 17. Mai fand im Rahmen der Veranstaltung einen Gastvortrag der Firma Baumer statt. Inhalt waren sogenannte Smart-Kameras, die das Unternehmen unter anderem herstellt. Smart-Kameras enthalten integrierte Prozessoren, die das aufgenommene Bild direkt weiterverarbeiten und so klare Informationen an den Benutzer weitergeben. Typische Einsatzgebiete sind überall dort zu finden, wo die Qualität von Produkten mit optischen Verfahren untersucht werden soll. Fehlende Teile in einem Blister beispielsweise lassen sich so im Bruchteil einer Sekunde detektieren.

Zum Abschluss der Laborveranstaltung im Juni stand die Durchführung einer kompletten Produktions-Simulation von (Lego-) Rennwagen an. Die Kennzahlen aus den einzelnen Prozessschritten konnten durch Einsatz von RFID-Systemen unmittelbar in Echtzeit abgegriffen werden und EDV-basiert ausgewertet werden. Mittels einer Smart-Kamera, die die Hochschule freundlicherweise von der Firma Baumer kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, konnten die einzelnen Fahrzeuge am Ende des Produktionsprozesses hinsichtlich ihrer Qualität überprüft werden und so die Ausschussquote ermittelt werden. Nach dem ersten Durchgang konnten  durch die ermittelten Kennzahlen die Defizite in der Organisation der Produktion aufgedeckt und gezielt und systematisch eliminiert werden.

Durch die modellhafte Veranschaulichung in der Produktions-Simulation konnte den Studierenden realitätsnah in kleinem Maßstab verdeutlicht werden, welche Möglichkeiten sich durch den gezielten Einsatz dieser Technologie eröffnen.