30.04.2022: Studieren mit Instagram und TikTok

Innovationsmanagement mit innovativen Lernmethoden verstehen

Studierende der Bachelorstudiengänge „Wirtschaft und Recht“ , „Technische Betriebswirtschaft - TBW“ und „Industrial & Digital Management I&DM“ erlernen die Grundzüge des Innovationsmanagements am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern jetzt auch unter Nutzung der sozialen Medien Instagram und TikTok.

Prof. Thurnes (Professor für Innovationsmanagement und Beauftragter für Gründungsfragen des Fachbereichs Betriebswirtschaft) vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern hat für seine Innovationsmanagement-Lehre das Lernkonzept #studyinnovationchallenge2022 konzipiert und setzt es seit März im aktuellen Semester ein.

...

Lesen Sie unten weiter:

Aktuelles

Innovationsmanagement-Studierende diskutieren in Kopenhagen „Innovating in a Digital World“

„Wer Innovationsmanagement studiert, macht sich ähnliche Gedanken, wie viele andere Studierende … nur früher“, charakterisiert Studiengangsleiter Prof. Thurnes den Studiengang MBA Innovations-Management der Hochschule Kaiserslautern. Der berufsbegleitende Studiengang ist ein Fernstudiengang mit Präsenzveranstaltungen an den Standorten Nürburgring und Campus Zweibrücken. Doch zum Studienverlauf zählt auch die Teilnahme an einem „Out-of-Campus“-Event, welches die internationale Perspektive auf das Innovationsmanagement eröffnet und auch die Vernetzung mit der internationalen Community erlaubt.

Vom 5. bis 8. Juni fand in Kopenhagen die diesjährige Innovation Conference der ISPIM (International Society for Innovation Management) statt. Das Motto lautete „Innovating in a Digital World“. Somit stand nicht etwa „Digitalisierung“ als Neuigkeit im Vordergrund, sondern sie wird vielmehr bereits als fester Bestandteil unserer Innovations-Ökosysteme betrachtet, innerhalb derer Innovationsmanager*innen sich bei ihrer Arbeit der Planung, Steuerung, Durchführung und Kontrolle von Innovationsvorhaben und –prozessen bewegen.

Innovationsmanagement ist ein Querschnittsthema. Dies erklärt die Vielfalt der Konferenzbeiträge zu spezifischen Themen wie z.B. Portfoliomanagement, Changemanagement, Learning Organization, New Work, Agilität, Design Thinking, Ideenmanagement, Kreativitätstechniken, Open Innovation, Digital Disruption uvm. Die zwölf Studierenden hatten am ersten Kongresstag im Rahmen des Junior Researcher Lab zunächst die Gelegenheit, sich mit Doktorand*innen vieler Nationen auszutauschen und zu vernetzen. Sie konnten über das Verfassen wissenschaftlicher Publikationen diskutieren und ihre eigenen thematischen Ansätze sowie ihre Forschungsvorhaben miteinander besprechen.

Die anschließende dreitägige Kernkonferenz bot mehr als 270 Vorträge und mehr als 70 Workshops zu den unterschiedlichsten Facetten des Innovationsmanagements an. Aber nicht nur die Themen variierten, auch die Zielgruppen und der Senioritätsgrad der Vortragenden war weit gefächert. Es gab Vortragsreihen zu Spezialthemen, wie z. B. Innovation Forecast oder Digital Disruption, die den Teilnehmenden eine hohe Expertise oder vorherige Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Vortragsthema abverlangten. Parallel dazu konnten aber auch Vorträge oder Workshops besucht werden, die sich an Forschende oder auch Praktiker*innen aus der Industrie richteten. Manche Veranstaltungsformate boten Doktorand*innen die Gelegenheit, ihre Forschungsvorhaben der Community vorzustellen und konstruktives Feedback einzusammeln. Andere hingegen dienten der Vorstellung bereits abgeschlossener Forschungsarbeiten und wieder andere berichteten aus der industriellen Praxis des Innovationsmanagements oder auch aus dem Feld der Lehre des Innovationsmanagements mithilfe innovativer Lernformen oder Lehrmethoden. So berichtete auch Professor Thurnes in einem Vortrag davon, wie am von ihm geleiteten Kompetenzzentrum OPINNOMETH aktivierende Lernmethoden im Bereich der „systematischen Innovationsmethodik (TRIZ)“ während der Pandemie von einem Präsenzsetting in ein geeignetes Online-Learning überführt werden konnten.

Damit die große Menge der angebotenen Vorträge und Workshops von Vortragenden aus über 40 Ländern die Studierenden nicht überrollte, erstellten sie sich im Vorfeld einen Plan für jeden Kongresstag, um bewusst die für das eigene Studium oder die eigenen beruflichen Interessen relevantesten Teilveranstaltungen auszuwählen. Die bewusste Reflexion des Gelernten und Erfahrenen erfolgte in den Konferenzpausen, sowie am Rande der Abendveranstaltungen, um die latent aufgenommenen Informationen zu explizieren und dem eigenen Wissensschatz hinzuzufügen.

Die Teilnahme an der Konferenz ist Bestandteil des Curriculums – übrigens ebenfalls eine kleine Innovation, wie viele andere Innovationsmanagement-Professor*innen bei der Konferenz bestätigten. Das Beispiel der HS Kaiserslautern wurde entsprechend oft angesprochen und erfragt, wie es organisatorisch und auch im Hinblick auf die Studienordnung, Curriculum, etc. realisiert wurde.
Aber die Konferenzteilnahme der Studierenden alleine reicht nicht zum „Bestehen“ der Veranstaltung aus. Sie haben individuell einige Beiträge aus dem Konferenzprogramm ausgewählt und für diese eine Gegenüberstellung oder Synopse erarbeitet und werden hieraus ein Präsentationsposter erstellen, das als Prüfungsleistung eingereicht wird. Diese Prüfungsform unterstützt während der Konferenz bereits das fokussierte Auswählen und besonders intensive Verfolgen der ausgewählten Vortragsveranstaltungen.

Auch wenn es bei den Abendveranstaltungen kein formales Programm gab, so dienten sie dennoch dem weiteren fachlichen Austausch und vor allem dem Knüpfen persönlicher Kontakte, auch über den Tellerrand hinaus in fremde Branchen und andere Länder. Die Delegierten aus über vierzig Nationen verarbeiteten dabei die Unmenge neuer Informationen, die tagsüber aufgesammelt worden waren. Eine Abendveranstaltung im Tivoli – dem Vergnügungspark im Herzen Kopenhagens – lud zum ungezwungenen Feiern und Tanzen ein. Das Gala-Dinner im Rathaus bot ein feierliches Ambiente, bei dem auch einige Ehrungen für besonders hervorragende Publikationen und Doktorarbeiten im Felde des Innovationsmanagements.

Neben Vorträgen und Workshops im Kongresshotel gab es am letzten Konferenztag auch verschiedene „Innovation-Tours“ – kurze Veranstaltungen an verschiedenen Innovations-Hotspots Kopenhagens, beispielsweise im Danish Design Center, im Digital Hub Denmark, Im Carlsberg Research Laboratory oder im Copenhagen Business Academy Incubator. Anschließend verließen die Studierenden die Konferenz, Stadt und Land mit unzähligen Impulsen für das weitere Studium oder auch persönliche oder berufliche Vorhaben.
Bei einer der zukünftigen Konferenzen kehren sie vielleicht zurück – vielleicht wieder als Zuhörer, vielleicht aber auch als Redner*in oder Workshopleiter*in und gestandene Innovationsmanager*innen.

Trainingsworkshop mit kleinen Spielzeugsteinen

Viele der aktuellen Herausforderungen für Unternehmen und Institutionen beruhen auf der Notwendigkeit, sich dramatischen Veränderungen zu stellen. Um dies schnell, zielsicher und innovativ zu bewerkstelligen, bauen aktuelle Kreativ- und Innovationsmethoden, wie zum Beispiel Design Thinking und Lean Innovation darauf, Problemstellungen schnell zu erfassen und Lösungsansätze iterativ durch schnelles Prototyping zu verfeinern.

Bei gegenständlichen Produkten ist 3D-Druck hier ein probates Mittel – aber wie kann man Dinge prototypisch verfeinern, die kein physischer Gegenstand sind, zum Beispiel die Unternehmenskultur, die Bereichsstrategie, die Teamvision, das Geschäftsmodell, Dienstleistungs- und App-Ideen?

Fünf Mitarbeiter*innen der Hochschule Kaiserslautern erlernten Ende Mai bei einem Trainingsworkshop die Nutzung der LEGO ® SERIOUS PLAY®-Materialien und -Methoden kennen und deren Einsatz bei Workshops zu oben genannten Themenfeldern. Professor Thurnes vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH der Hochschule Kaiserslautern führte den zweitägigen Trainingsworkshop im Makerspace des Fachbereichs Betriebswirtschaft durch, in dem die erforderlichen Materialen zur Verfügung stehen.

Mit „Spielerei“ hat das übrigens recht wenig zu tun, obgleich die Problemstellungen mit Hilfe von Spielzeug bearbeitet werden. Hierzu wird in einem Workshop zunächst kurz geübt, wie den Spielsteinen und Konstrukten eine eigene Bedeutung (Metapher) zugewiesen werden kann: während der 8-noppige weiße Baustein für eine Teilnehmerin einen Eisbär darstellt, repräsentiert er für einen anderen Teilnehmer ein Gebäude. In einer weiteren Übung steht das Storytelling im Mittelpunkt – mit Bausteinen erstellte Figuren oder Konstrukte erlauben das Erzählen von Handlungen, welche die Antwort auf eine spezifische Fragestellung darstellen. Nach diesen einführenden Übungen stehen dann die eigentlichen Sachfragen im Mittelpunkt und die Teilnehmenden „bauen“ individuelle Antworten zu einer gestellten Frage, wie zum Beispiel: „Wofür loben Studierende in 10 Jahren die Hochschule?“ Da es sich um eine konsensorientierte Methode handelt, werden alle „gebauten“ Antworten – sogenannte Individualmodelle – im Stillen erstellt und danach in der Gruppe erläutert. Sie sind der Ausgangspunkt für weitere Bauaufträge oder auch das gemeinsame Zusammenfügen der Einzelmodelle in ein großes Gruppenmodell. Auch prozessuale Beziehungen, die Wirkung von Einflussgrößen etc. können „gebaut“ und integriert werden. Dies alles geschieht nach einem bestimmten Regelwerk, das dafür sorgt, dass keine Meinung untergeht oder übertönt wird. Je nach Thematik kann dieser Vorgang mehrere Stunden oder auch Tage in Anspruch nehmen.

Große Vorteile der Methode liegen darin, dass nach dem anfänglichen Üben von Metaphernbildung und Storytelling „Unanfassbares“ tatsächlich eine im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbare“ Form erhält, mit der dann sehr konkret weitergearbeitet werden kann. Die Vorteile eines intuitiven, haptischen Prototypings können somit auch für abstrakte Fragestellungen der Personal- und Organisationsentwicklung, des Innovationsmanagements und des Change-Managements nutzbar.

 

 

 

Disclaimer: “LEGO, SERIOUS PLAY, the Minifigure and the Brick and Knob configurations are trademarks of the LEGO Group, which does not sponsor, authorize or endorse this website”

Innovationsmanagement mit innovativen Lernmethoden verstehen

Studierende der Bachelorstudiengänge „Wirtschaft und Recht“, „Technische Betriebswirtschaft - TBW“ und „Industrial & Digital Management I&DM“ erlernen die Grundzüge des Innovationsmanagements am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern jetzt auch unter Nutzung der sozialen Medien Instagram und TikTok.

Prof. Thurnes (Professor für Innovationsmanagement und Beauftragter für Gründungsfragen des Fachbereichs Betriebswirtschaft) vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern hat für seine Innovationsmanagement-Lehre das Lernkonzept #studyinnovationchallenge2022 konzipiert und setzt es seit März im aktuellen Semester ein.

Begleitend zur Vorlesung können die Studierenden nach und nach sechs Kernthemen mittels selbsterstellter Videobeiträge auf Instagram (Reels) und TikTok ergründen, reflektieren und interpretieren. Die Teilnahme ist freiwillig und wird bei der Modulbewertung berücksichtigt. Die einzelnen Themen werden mit Hilfe von Keywords bzw. Keyphrases über das Semester hinweg nach und nach zur Bearbeitung freigegeben.

Vordergründig gibt es hierbei Lerneffekte bzgl. der Handhabung, Nutzung und Wirkung von Socialmedia- Plattformen. Professor Thurnes strebt durch das Konzept aber viel tiefgreifendere Lernwirkungen an: „Die Studierenden erstellen und posten ihre Videos zu den Keywords individuell und ohne jegliche Vorgaben. Sie interpretieren die Keywords selbständig vor dem Hintergrund ihrer eigenen Sicht auf die Welt und reflektieren so die Vorlesungsinhalte zum Thema Innovation und Innovationsmanagement. Wichtig ist mir dabei, dass die Studierenden keine „Präsentationen“ oder „Werbevideos“ drehen, sondern alters- und mediengerecht ihre Gedanken ausdrücken und weiterentwickeln. Als Ü50-Professor für Innovationsmanagement muss und kann ich damit leben, dass ich vielleicht nicht jede Ausdrucksform und gedankliche Interpretation verstehe, denn der Wandel gehört zum Geschäft … das ist ein Kernelement von Innovation. Daher werden die Videos auch nicht inhaltlich oder formal bewertet – einzig die ernsthafte Auseinandersetzung mit den Keywords muss erkennbar sein.“

Darauf basierend sind viele tiefgründigere Ziele der Kompetenzentwicklung mit dem Lernarrangement erreichbar:

  • Beispielsweise durchlaufen die Studierenden selbst bei jeder Erstellung eines Reels oder TikToks die Grundschritte eines Innovationsprozesses: Ideenentwicklung, Konzeptbildung, Umsetzung, Vermarktung (bzw. hier Veröffentlichung).
  • Die Auseinandersetzung mit Triggern wie „Innovation in meinem Alltag“, „Nachhaltigkeitsinnovation“, „Zufriedenheit“ u.a. fördert die Selbsterschließung der Narrative und Definitionen hinter den Themen. Um beispielsweise ein Video zum Thema „Innovation ist ein Prozess“ zu erstellen, führt die Ideensuche zwangsläufig dazu, das Prozesskonzept tiefgreifend verstehen zu müssen, um dann eine eigene Idee dazu entwickeln zu können.
  • Studierende können in der Diskussion mit anderen und auch aus der Wirkung in den sozialen Medien über größere oder auch bescheidenere Erfolge ihrer Beiträge nachdenken. So wie auch im Innovationsgeschäft Misserfolg und Scheitern ein natürlicher und notwendiger Wegbegleiter sind, wenn es um die Verwirklichung der großen Innovationserfolge gibt, zeigen sich auch bei den eigenen Videos Erfolgs- und Misserfolgscharakteristika.
  • Die Aufgabe, Videos in den sozialen Medien zu produzieren, demonstriert verschiedene Aspekte des Innovationsmanagements „am eigenen Leibe“. Da Professor Thurnes die verfügbaren Daten rund um die Erstellung und Veröffentlichung der Videos dokumentiert, lässt sich aus einer Metaperspektive beispielsweise die Adoptionskurve für Innovationen aus dem Verhalten der Studierenden selbst belegen: zunächst starten nur wenige „Innovator*innen“ zögerlich mit der Erstellung der Videos, bevor die „early adoptors“ einsteigen - daraufhin folgt die große Mehrheit mit bis zur Sättigung wachsender Teilnahmerate und schließlich folgen noch weniger und vereinzelte Nachzüglervideos.
  • Durch den zeitlichen Versatz bei der Erstellung von bis zu sechs Beiträgen, können die Studierenden die Weiterentwicklung ihrer eigenen kreativen Fähigkeiten beobachten. Sie stellen fest, dass Kreativität zwar individuell unterschiedlich ausgeprägt ist, erfahren aber am eigenen Leibe, dass wiederholte Übung und Methodik dabei helfen, das individuelle Kreativitätsniveau weiter zu entwickeln.

Dass es sich um ein erfahrungs- und problembasiertes Lernen handelt, tritt für die Studierenden in den Hintergrund. Eifer und Spaß treten in den Vordergrund, was bei vielen Beiträgen an Bearbeitungssorgfalt, kreativer Gestaltung und Ideenreichtum ablesbar ist. Die #studyinnovationchallenge2022 startete Mitte März und ist nun ca. zur Hälfte durchlaufen. Mit der Veröffentlichung dieses Artikels beginnt nun auch das lernverstärkende Feedback an die Studierenden.

Bis zum 30. April haben 29 Studierende insgesamt 84 Reels (Instagram) und TikToks produziert und veröffentlicht. Diese Videos und Remixe davon wurden bis zum 30.04. über138.000mal auf den Plattformen Instagram und TikTok ausgeliefert bzw. angeschaut. Das Projekt läuft noch bis Semesterende im Juli. Natürlich beteiligen sich nicht alle Studierenden der Kurse an der freiwilligen Videoerstellung und auch die Teilnehmenden mit unterschiedlichem Einsatz – aber auch dies ist ein im Kreativ- und Innovationsmanagement übliches Phänomen und somit ein weiterer Lerninhalt.

 

Weitere Informationen:

Kompetenzzentrum OPINNOMETH: www.hs-kl.de/opinnometh/

Instagram: Reels unter #studyinnovationchallenge2022

TikTok: #studyinnovationchallenge2022

 

Die Workshopreihe "Innovative Thinker" bot Studierenden der TU und der HS Kaiserslautern spannende Einblicke in viele Methoden und Techniken, die zur Stärkung der eigenen Innovationsfähigkeiten genutzt werden können. Die Veranstaltungen richteten sich an Studierende, die über den Tellerrand des Studiums hinaus vielleicht mit dem Gedanken einer eigenen Unternehmensgründung spielen.

Prof. Thurnes (Professsor für Innovationsmanagement, Leiter des MBA Fernstudiengangs Innovationsmanagement und Beauftragter für Gründungsfragen des Fachbereich Betriebswirtschaft) vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern begleitete drei der sechs Workshopsessions und führte für die Innovative Thinker kurzweilige Learning-by-Doing-Veranstaltungen durch.

Bereits im Winter standen allgemeine Kreativitätstechniken im Mittelpunkt. Klassiker und neue Varianten von Brainstorming und Morphologien helfen bei richtiger Ausführung dabei, die eigene Kreativkraft dramatisch zu steigern. Der Einstieg in die Methodenwelt des Design Thinking ermöglichte den Teilnehmenden einen praktischen Einblick in eine komplexere Innovationsmethode und vor allem Facetten der Menschzentrierung, wie sie in aktuellen Design Thinking- und User Experience-Ansätzen genutzt werden. Am 22. März wurde im Rahmen der Session zur Geschäftsmodellentwicklung insbesondere das Thema Businessmodel Innovation thematisiert, welches den potentiellen Gründerinnen und Gründern praktische Hilfsmittel für die Konzeption des eigenen Geschäfts mit auf den Weg gab.

Die Workshops waren meist komplett ausgebucht. Die Workshopreihe endet im April und fleißge Teilnehmer*innen erhalten bei Abschluss der ein vom Gründungsbüro ausgestelltes Teilnahmezertifikat. Die Teilnehmenden können das Erlernte zur eigenen Weiterentwicklung nutzen, oder auch damit den Grundstein für ihre eigene Start-up-Vorhaben legen.

Professor Thurnes und das Kompetenzzentrum OPINNOMETH stehen nicht nur Studierenden für Methodentrainings im Bereich der Kreativ-, Design- und Innovationsmethoden oder zum Austausch hinsichtlich Innovationsmanagement gerne zur Verfügung.

Mit unserem Anfang 2021 durchgeführten "Online TRIZ Workshop" haben wir uns für den Studienpreis "Fernstudienprojekt des Jahres 2022" beworben.

Unsere Bewerbung wurde angenommen und so sind wir nominiert und gespannt, ob unser Workshop vielleicht sogar gute Karten im Wettbewerb hat.

Die online-Ausgabe der Zeitschrift "Personalwirtschaft" weist in einem Sponsored Article u.a. auf den weiterbildenden MBA-Studiengang "MBA Innovations-Management" hin.

Der vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der HS Kaiserslautern geleitete Fernstudiengang vertieft nach zwei grundlegenden MBA-Semestern insbesondere verschiedene methodische Aspekte des Innovationsmanagements, wie Agile, TRIZ, Design Thinking, Business Model Innovation, Open Innovation u.v.m.

Link zur "Personalwirtschaft"

Bei der diesjährigen "2021 Annual Innovation Methodology Research Conference" stellte Professor Christian M. Thurnes vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern am 12. Dezember unterschiedliche Wege zur Kompetenzentwicklung im Bereich der systematischen Innovationsmethodik (TRIZ) vor. Die chinesische Fachkonferenz richtete sich an Anwender*innen der Innovationsmethodik TRIZ aus Wissenschaft und Industrie. Sie wurde unter anderem vom Chinesischen Teil der interationalen TRIZ-Vereinigung  organisiert.

An der Hochschule Kaiserslautern lernen Studierende der Studienrichtungen Technische Betriebswirtschaft (Bachelor) und Wirtschaftsingenieurwesen (Master) die Methoden zum systematischen Erfinden kennen, die auch in nationalen und internationalen Regelwerken wie der VDI-Richtlinie 4521 standardisiert sind. Darüber hinaus hat Professor Thurnes sich auch insbesondere der Gamifikation gewidmet - also  der Nutzung von Spielen und spielähnlichen Mechanismen zum Erlernen und Anwenden komplexer und abstrakter, "staubtrockener" Methoden. Er stellte in der chinesischen Online-Konferenz beispielhaft seine Ansätze vor, die er im Rahmen der Vermittlung von Innovationsmethodik an junge Schulkinder entwickelt und in zahlreichen Kinder-Uni-Vorträgen bereits eingesetzt hat. Gamifikation ist aber nicht nur für Kinder interessant, sondern unterstützt auch die zeitgemäßen Formen des agilen Lernens und Arbeitens in professionellen Kreativ- und Entwicklungsbereichen.

Professor Thurnes stellte auch die vierte Säule der Vermittlung systematischer Innovationsmethodik an der HS Kaiserslautern vor: Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH führt in unregelmäßigen Abständen auch TRIZ-Schulungen für Mitarbeitende als Personalentwicklungsmaßnahme durch. An diesen Veranstaltungen nehmen auch zunehmend Unternehmensgründerinnen und -gründer teil, die aus der Hochschule heraus ihr Start-up gründen und vorantreiben. Als Gründungsbeauftragter des Fachbereichs Betriebswirtschaft freut sich Professor Thurnes ganz besonders über die (meist jungen) Unternehmensgründerinnen und -gründer: "Sie starten meist mit einer hervorragenden Produktidee oder einem höchstinteressanten Geschäftsmodell. Bereits nach kurzer Zeit zeigen sich viele Umsetzungsprobleme oder Schwierigkeiten bei der Weiterentwicklung der Ideen - und gerade dann sind die wahren Innovationskompetenzen gefragt, um sich von diesen Sekundärproblemen nicht aus der Bahn werfen zu lassen, sondern sie mit innovativen Lösungen zu überwinden und sogar noch weitere Stärken daraus zu generieren."

 

Weiterführende Links:

GamiTRIZation - Gamifactionansätze zum TRIZ-Lernen: www.gamitrization.com

2021 Annual Innovation Methodology Research Conference: https://mp.weixin.qq.com/s/Vglu-K2ktflgZa4Lw2H_yA

 

 

 

Im Rahmen der Vortragsreihe der VDI GPP fand am 18.11.2021, 18-19 Uhr die Veranstaltung "TRIZ für Professionals" statt,

mit Prof. Dr.-Ing. Christian M. Thurnes von der Hochschule Kaiserslautern

TRIZ (Theorie des erfinderischen Problemlösens) ist ein komplexer Werkzeugkasten, mit dem unter anderem Ziele sowie Probleme beschrieben und Lösungen hierfür systematisch mit Hilfe verschiedener Standardverfahren generiert und ausgewählt werden. Im Rahmen des Value Talks „TRIZ für Professionals“ wurde mit dem Impulsvortrag fachlich stärker in die Tiefe gegangen, als in der Vorwoche. Eingeladen waren insbesondere Personen, die mit der Methodik schon Erfahrungen gemacht haben.

Link zu den Value Talks

Im Rahmen der Vortragsreihe der VDI GPP fand am 11.11.2021, 18-19 Uhr die Veranstaltung "TRIZ für Beginner" statt, Link zu den Value Talks

mit Prof. Dr.-Ing. Christian M. Thurnes von der Hochschule Kaiserslautern

TRIZ (Theorie des erfinderischen Problemlösens) ist ein komplexer Werkzeugkasten, mit dem unter anderem Ziele sowie Probleme beschrieben und hierfür Lösungen systematisch mit Hilfe verschiedener Standardverfahren generiert und ausgewählt werden. Der Value Talk „TRIZ für Beginner“ bietet einen ersten Einblick für allgemein Interessierte ohne oder mit geringen Vorkenntnissen.

 

Link zu den Value Talks

Die Workshopreihe "Innovative Thinker" bietet für Studierende der TU und der HS Kaiserslautern spannenede Einblicke in viele Methoden und Techniken, die zur Stärkung der eigenen Innovationsfähigkeiten genutzt werden können.

Prof. Thurnes vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH begleitet drei der sechs Themenstellungen und führt für die Innovative Thinker kurzweilige Workshop durch zu: Kreativitätstechniken, Design Thinking und Businessmodel Innovation.

Die Workshops sind komplett ausgebucht. Fleißge Teilnehmer*innen erhalten bei Abschluss der Workshopreihe ein vom Gründungsbüro ausgestelltes Teilnahmezertifikat.

Die Teilnehmenden können das Erlernte zur eigenen Weiterentwicklung nutzen, oder auch damit den Grundstein für ihre eigene Start-up-Vorhaben legen.

 

 

In einem Interview anlässlich der möglichen Entstehung eines neuen Logistikzentrums in der Nähe von Zweibrücken wurde Prof. Thurnes zu logistischer Praxis und Trends interviewt.

Lesen Sie den Artikel hier:

https://www.saarbruecker-zeitung.de/pm/zweibruecken/hochschule-kaiserslautern-campus-zweibruecken_aid-63767921

Das Reakkreditierungsverfahren zum Studiengang Master Wirtschaftsingenieurwesen - Logistik und Produktionsmanagement (WLP) wurde durch die Übergabe der Akkreditierungsurkunde abgeschlossen.

Die Vorarbeiten hierzu durch Studiengangsleiter Professor Thurnes und das Studiengangsteam und -kollegium haben über zwei Jahre angedauert und sich mit Aktualisierungen und Qualitätsverbesserungen des Studiengangs auseinandergesetzt. Ergebnis war eine neues Curriculum, das nun bis zum September 2027 akkreditiert ist.

Das Zusammenspiel von Betriebswirtschaft, Technik, Innovation und Digitalisierung ist aktuell der wichtigste Erfolgsfaktor für Unternehmen in Produktion und Logistik. Das interdisziplinäre Bachelorstudium „Technische Betriebswirtschaft B.Sc.“ und das darauf aufbauende Masterstudium „Wirtschaftsingenieurwesen M.Sc.“ an der Hochschule Kaiserslautern bereiten daher Studierende intensiv auf diese spannenden Themenfelder vor.

In der Technischen Betriebswirtschaft (TBW) wurde im Februar nun eine neue Simulationssoftwaresuite zur virtuellen Produktionsgestaltung im Rahmen von Laborveranstaltungen eingesetzt. Die Studierenden lernten, in einer virtuellen 3D-Umgebung Arbeitsprozesse zu planen und Arbeitsplätze zu gestalten bzw. zu verbessern.

In dieser Virtual Reality können die Abläufe und Aktivitäten von Mensch, Material, Maschinen und Robotern anschließend analysiert und bewertet werden. Noch bevor in der „echten“ Realität also tatsächlich gebaut oder gestaltet wird, können die Arbeitsplätze hinsichtlich Ergonomie und Produktivität untersucht werden. In der virtuellen Arbeitsumgebung kann schnell getestet werden, wie sich z.B. der Einsatz von Industrie 4.0-Technologien auswirkt, welchen Nutzen welcher Robotertyp stiften kann oder auch wo der Mensch die beste Wahl ist und bleibt. Prinzipien der Lean Production können bereits in der virtuellen Umgebung zur Prozessoptimierung genutzt werden. Die bekannten und hilfreichen Workshops zur kontinuierlichen Verbesserung (KVP-, CIP- bzw. Kaizen-Workshops) und zur Mitarbeiterintegration bei der Arbeitsplatzgestaltung (Kaikaku-Workshops) sind virtuell bereits in frühen Planungsstudien durchführbar. In Summe ist die Planung von Arbeitsumgebungen somit schneller und mit einer höheren Planungsqualität verbunden.

Die virtuelle Produktionsgestaltung wird mit einer ausführlichen arbeitswissenschaftlichen Untersuchung verbunden. Der Einsatz der Simulationssoftware erlaubt beispielsweise die intensive Betrachtung ergonomischer Aspekte, um die Belastungen für Mitarbeiter*innen bereits vor Realisierung zu optimieren. Dies führt in der Praxis zu einer breiten Palette positiver Effekte – von einer besseren Gesundheit der Belegschaft, über eine höhere Arbeitsmotivation bis hin zu einer höheren Produktivität und Produktqualität. Neben der Ergonomie können auch die erforderlichen Zeiten für verschiedene Arbeitsschritte bereits virtuell erfasst und optimiert werden – diese Informationen sind später in der realen Arbeitsumgebung wichtig, um zum Beispiel die Anzahl erforderlicher Maschinen und Menschen genau zu bestimmen.

Professor Thurnes vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH am Campus Zweibrücken an der Hochschule Kaiserslautern vermittelt in der LeanFab (Lean-Lernfabrik) den Studierenden der Technischen Betriebswirtschaft den Umgang mit solchen aktuellen Digitalisierungswerkzeugen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen konnte die Premiere der neuen Lehrveranstaltung jedoch nicht wie geplant ablaufen, denn ursprünglich sollten die Studierenden gemeinsam in einer Laborveranstaltung in Räumen der Hochschule drei Tage an speziell hierfür vorbereiteten Laptops lernen und arbeiten. Hierzu konnte das Team des Kompetenzzentrums um Christoph Sohns jedoch eine geeignete Online-Learning-Variante entwickeln. Professor Thurnes leitete das Arbeiten und Lernen in Gruppenarbeit über ein Videokonferenztool an. Gleichzeitig standen an der Hochschule Laptops mit der Spezialsoftware einsatzbereit zur Verfügung und wurden vom Studiengangsteam während der verschiedenen Übungen betreut. Die Studierenden wiederum bauten von ihren heimischen Computern aus eine feste Verbindung zu jeweils einem Rechner der LeanFab auf, den sie dann über ein Fernnutzungsprogramm in gleicher Weise nutzen konnten, als säßen sie im Veranstaltungsraum am Campus Zweibrücken.

Auf diese Weise bot nicht nur der Inhalt der Veranstaltung Einblicke in aktuelle Potenziale der industriellen Digitalisierung, sondern auch die Durchführung per remote-access bot erweiterte Lernmöglichkeiten im Bereich des räumlich verteilten Arbeitens. Auch in Zukunft werden die vermittelten Digitalisierungsaspekte und aktuelle Hilfsmittel bei Produktionsgestaltung und Arbeitswissenschaft weiter in der Technischen Betriebswirtschaft thematisiert werden, um die Studierenden bestmöglich auf eine Erfolgskarriere in der Praxis von Industrieunternehmen vorzubereiten – sei es in Präsenz oder Online.

Weitere Informationen im Internet:

Studiengang Technische Betriebswirtschaft – TBW: www.hs-kl.de/tbw/  

Kompetenzzentrum OPINNOMETH: www.hs-kl.de/opinnometh/

MBA-Studierende verbinden Studium mit Spendenaktion

Dreizehn Studierende des berufsbegleitenden Studiengangs MBA Innovations-Management haben gemeinsam mit dem Studiengangsleiter Professor Dr. Christian M. Thurnes das erste Februarwochenende damit verbracht, ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern. Am Kompetenzzentrum OPINNOMETH der Hochschule Kaiserslautern untersucht, erforscht und trainiert Professor Thurnes unterschiedlichste Innovationsmethodiken – von klassischen Kreativitätstechniken über Design Thinking Methoden, Problemlösemethoden und agilen Entwicklungsmethoden bis hin zu systematischen Innovationsmethoden. Einige davon werden auch im Rahmen des MBA-Fernstudiums vorgestellt und geübt.

Aufgrund einer Initiative der Fernstudierenden – die bundesweit verteilt in unterschiedlichsten Branchen und Funktionen berufstätig sind – hat Professor Thurnes ein freiwilliges Vertiefungsseminar zur systematischen Innovationsmethodik „TRIZ – Theorie des erfinderischen Problemlösens“ angeboten. Aufbauend auf den in den Vorlesungen bereits gelegten Grundlagen, konnten die teilnehmenden Studierenden ihre methodischen Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Generierung innovativer Ideen weiterentwickeln und mit zahlreichen Übungen stärken. Das Programm basierte auf dem aktuellen Stand der Technik dieser Methodik, der in einer Richtlinie des VDI (Verein Deutscher Ingenieure – VDI 4521) dokumentiert ist. Aufgrund des lückenlos gefüllten Zeitplans war es für alle Beteiligten ein sehr intensives Wochenende. Die kreative Gruppenarbeit war jedoch nicht nur anstrengend, sondern auch abwechslungsreich und hat beim Erfinden zukünftiger Produkte und Dienstleistungen sowie bei der innovativen Problemlösung auch Spaß gemacht.

Professor Thurnes und die teilnehmenden Studierenden wollten ihrer gemeinsamen Wochenendaktivität noch einen weiteren Pluspunkt abgewinnen. Innovationen ermöglichen es, unsere Welt (mal in kleinen Teilen, mal in großen Stücken) zu verändern. Innovationen können unterschiedlichste Ziele verfolgen und zunehmend mehr treten im Innnovationsmanagement neben klassischen Zielen auch wertebasierte Ziele in den Vordergrund – orientiert zum Beispiel an Werten wie einer Steigerung der Nachhaltigkeit, einer besseren Integration von Randgruppen, der Unterstützung bei Krisen oder Schicksalsschlägen etc.

Die Seminarteilnehmenden haben daher ihr aktives Wochenende mit einer jeweils individuellen Spende an den Verein „Mama/Papa hat Krebs Kaiserslautern e.V.“ verbunden, um das Steigern der eigenen Innovationsfähigkeiten auch noch mit einem guten Zweck zu kombinieren. Der Verein unterstützt sowohl Kinder und Jugendliche, die gezwungen sind, mit den großen Herausforderungen einer Krebsdiagnose ihrer Eltern zurechtzukommen sowie die gesamte Familie und Angehörige mit individuellen Beratungen und erlebnispädagogischen Angeboten. Auf diese Weise konnte dem Verein von insgesamt 16 Studierenden ein Spendenbetrag von 1885,- Euro überwiesen werden.

Das Seminar schloss mit einem umfangreichen Test ab, dessen Bestehen der Lohn der engagierten Wochenendarbeit war – ebenso wie das Gefühl, damit gleichzeitig auch etwas Gutes getan zu haben.

Weitere Informationen:

Studiengang MBA Innovations-Management: www.mba-innovations-management.de  

Kompetenzzentrum OPINNOMETH: www.hs-kl.de/opinnometh/  

Mama/Papa hat Krebs e.V.: https://www.mama-papa-hat-krebs.de

Am Kompetenzzentrum OPINNOMETH der Hochschule Kaiserslautern untersucht, erforscht und trainiert Professor Thurnes unterschiedlichste Innovationsmethodiken – von klassischen Kreativitätstechniken über Design Thinking Methoden, Problemlösemethoden und agilen Entwicklungsmethoden bis hin zu systematischen Innovationsmethoden.

In diesem Rahmen wirkte er seit mehreren Jahren bereits im Richtlinienausschuss „FA320 Innovationsmethodiken“ der VDI-GPP (Verein Deutscher Ingenieure e.V. – Gesellschaft für Produkt- und Prozessgestaltung) als stellvertretender Vorsitzender bei der Erstellung der VDI-Richtlinie 4521 mit.

Im Januar 2021 wurde er nun zum Vorsitzenden des Fachausschusses gewählt und folgt Professor Kai Hiltmann von der Hochschule Coburg in diesem Amte nach. Der Ausschuss wird sich auch weiterhin der Dokumentation des Standes von Wissenschaft und Technik im Bereich der Innovationsmethodik widmen und darüber hinaus auch Gelegenheiten zum Einblick in die aktuelle und praktische Nutzung von Innovationsmethoden anregen und schaffen.

Professor Thurnes wurde im Rahmen des neuen Amtes auch in den „VDI-GPP FB3 Fachbeirat Value Management/Wertanalyse“ berufen. Die Erkenntnisse und Veröffentlichungen der VDI-Gremien stellen wertvolle Hilfen für Studierende, Wissenschaft und vor allem die industrielle Praxis dar. Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH nutzt diese Aspekte, um in Lehre und Praxistransfer stets den aktuellsten Stand der Innovationsmethodik vermitteln und unterstützen zu können.

Die englischsprachige Erstausgabe des Buchs „The TWI WORKBOOK“ wurde mit dem Shingo Prize ausgezeichnet und seine zweite Auflage gilt als der praktischste und bestbeschriebene Zugang zur zeitgemäßen Praxis der Training Within Industry (TWI) -Methoden – Basis und Grundlage vieler erfolgreicher Lean-Implementierungen.

Bob Wrona und Patrick Graupp haben darin neben den Originalkonzepten auch tiefgreifende Erkenntnisse aus Ihrer Trainings- und Implementierungserfahrung festgehalten und aufbereitet.

Professor Thurnes machte mit dem "TWI PRAXISBUCH: Essentielle Fähigkeiten für den Alltag als Führungskraft" die Inhalte der Originalausgaben nun in deutscher Sprache verfügbar. Es enthält die aktuelle Terminologie zur Thematik, Formulare und Denkzeuge sowie einige Ergänzungen zu TWI in Deutschland und zwei aktuelle Implementierungsberichte namhafter Unternehmen.

Weitere Details zum Buch finden sich auf: www.TWI-praxisbuch.de

Die online-Lehre als Ersatz für Präsenzlehre stellt Professorinnen und Professoren vor die Herausforderung, bewährte Lehr-Lern-Konzepte nun unter komplett anderen Rahmenbedingungen einzusezten. Um den Studierenden den Aufbau gleichwertiger Kompetenzen zu ermöglichen, ist hierbei eine Anpassung von didaktischem Konzept und verwendeten Medien erforderlich.

Professor Thurnes vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der HS Kaiserslautern nutzt insbesondere Lernsettings aus den Bereichen Seminaristik, Teamkonzepte, interaktiv-kreatives Arbeiten. Um solche Settings in die Welt der online-Lehre zu übertragen, hat er Tools und Konzepte zur Agilen Moderation genutzt. Unter Kombination von Videokonferenzwerkzeugen (z.B. Zoom) und interaktiven Whiteboard-Plattformen (z.B. Mural.co) können agile Moderationssettings definiert werden, die hinsichtlich des angestrebten Kompetenzerwerbs die Präsenzarbeitsformen nahezu gleichwertig abbilden. Diese verschiedenen Settings und praktische Hinweise zur Nutzung der Agilen Moderation hat Professor Thurnes in zwei Seminaren interessierten Lehrenden des Fachbereichs Betriebswirtschaft vorgestellt und vermittelt.

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern – Campus Zweibrücken – fokussiert unter Leitung von Prof. Dr. Thurnes in einem seiner beiden Aktivitätsfelder das Innovationsmanagement von Unternehmen. Gamification – die Umsetzung von Prozessen mit Hilfe spielerischer Elemente – ist eine besonders aktuelle und kreative Form, komplexe Inhalte zu vermitteln oder für die bei Innovationsprozessen erforderlichen Veränderungen zu sensibilisieren.

Prof. Dr. Thurnes hat bereits viele Gamification-Ansätze in den Bereichen des Lean Mangements und des Innovationsmanagements entwickelt und beschrieben. 2019 gab er gemeinsam mit Prof. Dr. Claudia Hentschel von der HTW Berlin und Dr. Frank Zeihsel von der Synnovating GmbH einen Sammelband zur Gamifikation systematischer Innovationsmethodik unter dem Titel „Playing TRIZ“ heraus. Die Spielesammlung fand in der Fachwelt so starken Anklang, dass schnell ein weiterer Sammelband entstand. Dieser ist nun aktuell mit dem Titel „Playing TRIZ (Vol. 2) – More Games and Cases Fostering Inventiveness“ von den gleichen Herausgeber*innen veröffentlicht worden und im Buchhandel erhältlich.

Das Buch in englischer Sprache richtet sich an Lehrpersonal an Hochschulen sowie an betriebliche Innovationsprofis, die lebendige Elemente für das systematische Erfinden nutzen möchten.

 

Weitere Informationen:

Link zum Buch: http://www.gamitrization.com

Das Reakkreditierungsverfahren zum Studiengang MBA Innovations-Management wurde erfolgreich abgeschlossen.

Die Vorarbeiten hierzu durch Studiengangsleiter Professor Thurnes und das Studiengangsteam und -kollegium haben über zwei Jahre angedauert und sich mit Aktualisierungen und Qualitätsverbesserungen des Studiengangs auseinandergesetzt. Ergebnis war eine neues Curriculum, das nun bis zum Jahre 2028 akkreditiert ist.

Am Fachbereich Betriebswirtschaft der HS Kaiserslautern wurde nun mit dem Bachelorstudiengang Industrial & Digital Management (I&DM) ein neuer Studiengang akkreditiert, der eine Brücke zwischen den interdisziplinären Studiengängen "Technische Betriebswirtschaft TBW" und "Wirtschaftsinformatik Winfo" schlägt.

Die Studiengangsleiter Prof. Thurnes und Prof. Knopper haben diese Synthese im Laufe der letzten beiden Jahre entwickelt und nun erfolgreich als neuen Studiengang im Portfolio der HS Kaiserslautern - Fachbereich Betriebswirtschaft in Zweibrücken - impelementiert.

Das Reakkreditierungsverfahren zum Studiengang Bachelor Technische Betriebswirtschaft (TBW)  wurde erfolgreich abgeschlossen.

Die Vorarbeiten hierzu durch Studiengangsleiter Professor Thurnes und das Studiengangsteam und -kollegium haben über zwei Jahre angedauert und sich mit Aktualisierungen und Qualitätsverbesserungen des Studiengangs auseinandergesetzt. Ergebnis war ein neues Curriculum, das nun bis zum Jahre 2026 akkreditiert ist.

Die Herausforderungen für das Gesundheitswesen sind vielfältig. Neben Kostendruck und Kapazitätsfragen ist es insbesondere auch der Wandel, der Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie andere Einrichtungen des Gesundheitswesens in besonderem Maße betrifft. Dabei geht es um unvorhergesehene exogene Veränderungen, wie z. B. durch die aktuelle Pandemie verursacht, aber in großem Umfang auch um Veränderungen im Gesundheitswesen, im Gesundheitsmarkt oder im technologischen Bereich. Veränderungen führen unweigerlich zu Innovationen im Gesundheitswesen – neuen Techniken, Arbeits- und Behandlungsverfahren, Medizinprodukten, Digitalisierung etc.

Professor Thurnes, Leiter des Kompetenzzentrums OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern – Campus Zweibrücken, beschäftigt sich mit methodischen Vorgehens- und Lernverfahren der Operational Excellence und der Innovationsmethodik. Wie in vielen anderen Themenstellungen (z. B. im Feld des Qualitätsmanagements) stammen solche Methoden ursprünglich aus der Industrie und finden dann im Laufe der Zeit auch in anderen Branchen, wie dem Gesundheitswesen, Anwendung. Auch am Kompetenzzentrum OPINNOMETH wird daher die Übertragung von Methoden des Lean Management aus der Industrie in andere Felder untersucht. Um die oben beschriebenen Veränderungen zu bewältigen und die herausfordernden Innovationen in Einrichtungen aufnehmen zu können, eignen sich beispielsweise die Lean Healthcare-Methoden des TWI (Training Within Industry) für Krankenhäuser, medizinische Labore, Pflegeeinrichtungen usw. Diese eigentlich sehr alten Methoden sind in den USA „wiederentdeckt“ und aus der Industrie auf das Gesundheitswesen übertragen worden.

Um Innovation annehmen und Veränderung leben zu können, müssen verschiedene Lernfelder betrachtet werden. Zum Einen das Erlernen erforderlicher Fähigkeiten und der Erwerb neuer Kompetenzen durch das Personal. Zum Anderen aber auch das systematische Ermitteln und Erkennen von Barrieren und Hindernissen für die Annahme von Innovationen, die oftmals nicht nur sachlich oder qualifikationsbedingt, sondern auch motivational und emotional begründet sind. Und schließlich das Erlernen von Methoden zur Veränderung und Verbesserung des Gesamtsystems bei der Integration von Innovationen – diese entwickeln ihre vollen Vorteile meist erst nach einer detaillierten Untersuchung und Verbesserung begleitender sowie vor- und nachgelagerter Abläufe. Diese verschiedenen Lern- und Entwicklungsfelder sind sehr bedeutend für die Aufnahme von Innovationen im Gesundheitswesen. Und darüber hinaus entwickeln Einrichtungen sich hierdurch weiter und schaffen weitere Innovationen.

Professor Thurnes und TWI-Expert*innen aus Deutschland, den Niederlanden und den USA haben die entsprechenden Grundlagen sowie einige internationale Praxisbeispiele aus Krankenhäusern und Laboren in ihrem Beitrag „TWI im Gesundheitswesen – das System von innen heraus innovieren“ beschrieben. Der Beitrag wurde im Buch „Innovationen und Innovationsmanagement im Gesundheitswesen“ veröffentlicht, das von Prof. Pfannstiel u.a. herausgegeben wurde. Professor Thurnes und das Kompetenzzentrum OPINNOMETH stehen interessierten Einrichtungen und Institutionen in Fragen der Lean Healthcare, des Lean Management oder der Innovationsmethodik als Ansprechpartner zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Buchbeitrag “TWI im Gesundheitswesen – das System von innen heraus innovieren”:

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-28643-9_13

Angehende Innovationsmanager*innen besuchten virtuelle Innovationskonferenz „Innovating in Times of Crisis“

Prof. Dr.-Ing. Christian M. Thurnes, HS Kaiserslautern – Kompetenzzentrum OPINNOMETH

Die Studierenden des berufsbegleitenden MBA-Studiengangs „Innovations-Management“ an der Hochschule Kaiserslautern besuchen im Rahmen Ihres Studiums eine internationale wissenschaftliche Fachkonferenz zum Thema Innovationsmanagement. In diesem Jahr fand dieser Besuch vom 7. bis 10. Juni  statt, begleitet von Mentor Prof. Dr. Christian M. Thurnes (Studiengangsleiter und Leiter des Kompetenzzentrums OPINNOMETH an der HS Kaiserslautern).

In den vergangenen Jahren war dieser Konferenzbesuch geprägt durch den Kontakt der Studierenden mit internationalen Profis aus Praxis und Wissenschaft vor Ort in z.B. Florenz, Stockholm oder Dublin. Insofern war es im Vorfeld spannend, wie dies bei einer Online-Konferenz realisierbar wäre. Die ISPIM (International Society of Professional Innovation Management) hatte als Veranstalter die Konferenz angesichts der Koronakrise sowohl auf eine reine Online-Konferenz umgestellt, als auch besondere Präsentationsforen für Beiträge zum Thema „Innovation in Krisenzeiten“ geschaffen.

Und es handelte sich tatsächlich um ein gelungenes Konzept: an 4 Tagen fanden über 250 Vorträge und Workshops online statt, an denen über 600 Konferenzbesucher*innen aus über 20 Nationen teilnahmen. So auch 15 Studierende des MBA Innovations-Management der HS Kaiserslautern. Sie bereiteten sich auf die Konferenz vor, in dem sie im Vorfeld das immense Vortragsprogramm im Hinblick auf ihre eigenen Interessen untersuchten, um so ihr individuelles Programm zusammenzustellen. Prof. Thurnes hielt einen kurzen Vortrag zum Thema der Hybridmethodik „Leanagil Design-TRIZing“ und moderierte mehrere Vortragssessions zum Thema „Business Model Innovation“. Und auch zwei Studierende wirkten aktiv bei mehreren Sessions als Supporter mit. Für die Kommunikation und das Mentoring der Studierendengruppe waren im Vorfeld „interne“ Videokonferenzen geplant worden, in denen sich die Gruppe mehrfach zwischen Konferenzbeiträgen traf, austauschte, organisierte und Themen reflektierte. Die sonst üblichen Abendveranstaltungen der Präsenzkonferenz konnten jedoch nur teilweise durch online-Angebote ersetzt werden. Dies gelang zumindest an einem Konferenzabend in Form von virtuellen Round-Tables.

Aber das Online-Format hatte auch Vorzüge für die Studierenden. Zunächst einmal war die Kommunikation auf dem sogenannten „Second-Screen“ bemerkenswert – während Studierende und Mentor jeweils zu Hause vor ihren Tablets verschiedene Vorträge besuchten, fand parallel dazu ein aktiver begleitender Austausch über das Smartphone statt. Des Weiteren wurden fast alle Vorträge aufgezeichnet – hierdurch können die Studierenden in den nächsten Wochen auch noch fachlich relevante Vorträge als „Konserve“ besuchen, die sie während der Konferenz wegen Parallelveranstaltungen verpasst haben. Und schließlich war die Konferenz mit einer ungewöhnlichen Vielzahl an weltbekannten Expert*innen aus Firmen, Institutionen und Wissenschaft besetzt … vermutlich ebenfalls dem Online-Format zu verdanken.

Die 15 MBA-Studierenden hatten daher hervorragende Möglichkeiten, sich zu vernetzen und aktuelle Wissenschaftserkenntnisse und Praxiserfahrungen aus den zahlreichen Facetten ihres Fachgebietes aufzusaugen: Business Modell Innovation, Design Thinking, Sustainable and values-based Innovation, Digital Disruption, innovative Organisationsmodelle und neue Arbeitsformen, Teaching and Coaching Innovation, Disruptive Innovation, Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen etc. Sie konzentrierten sich dabei auf jene Themen, die für sie im Hinblick auf ihre weiteren Studienarbeiten bzw. ihre Abschlussarbeit besonders relevant sind. Auch wenn der Besuch der Konferenz im Rahmen des Studiums nur einmalig vorgeschrieben ist, so haben einige Teilnehmende jedoch schon angemerkt, auch sehr auf die Präsenzversion des nächsten Jahres gespannt zu sein und gerne teilnehmen zu wollen.

Weitere Informationen:

Kompetenzzentrum OPINNOMETH:   https://www.hs-kl.de/opinnometh/

ISPIM virtual conference 2020:    https://www.ispim-virtual.com/

Studiengang MBA Innovations-Management: http://www.mba-innovations-management.de

 

Im Juli 2020 ist das Blatt 3 der VDI-Richtlinie 4521 im Weißdruck erschienen: Erfinderisches Problemlösen mit TRIZ - Lösungssuche. Somit ist der Stand von Wissenschaft und Technik in diesem Feld dokumentiert und der Fachöffentlichkeit zugänglich. Prof. Dr.-Ing. Christian M. Thurnes - Studiengangsleiter der TBW (Technische Betriebswirtschaft) an der Hochschule Kaiserslautern/Campus Zweibrücken und des Master Wirtschaftsingenieurwesen - arbeitete seit vielen Jahren als stellvertretender Vorsitzender des VDI-Richtlinienausschuss "Innovationsmethodiken" mit Experten aus Wissenschaft und Industrie an der Erstellung der Richtlinie.

Daher lernen Studierende der Technischen Betriebswirtschaft (TBW) oder des Master Wirtschaftsingenieurwesen - Logistik und Produktionsmanagement (WLP) in Vorlesungen zum Innovationsmanagement topaktuelle Methoden kennen und anwenden. Sie sind damit auf dem aktuellen Stand der industriellen Praxis und entwickeln Fähigkeiten im wichtigen Feld der innovativen Ideengenerierung, die sowohl für ein Selbständigkeit, als auch für die Arbeit in einem Industrieunternehmen oder als Consultant von großer Bedeutung sind.

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern plante im Frühjahr den Start eines Interessenkreises zu Themen der Operational Excellence mit einer entsprechenden Auftaktveranstaltung. Der Interessenkreis bietet ein Forum zum Austausch von Interessierten aus Industrie, Handel, Gesundheitswesen, Verwaltung, Lehre und Forschung zu den Themen methodischer Ansätze zur Steigerung der operativen Exzellenz der eigenen Firma, Einrichtung oder Institution. Professor Thurnes – Leiter des Kompetenzzentrums – lädt hierzu Interessierte aus unterschiedlichsten Branchen und Organisationen ein und freut sich auch auf die Mitwirkung weiterer methodischer Spezialisten, wie zum Beispiel dem Lean Senior Consultant Michael Renoth, bei der Moderation künftiger Veranstaltungen und der Zusammenarbeit im Interessenkreis.

Im Mittelpunkt des Interessenkreises stehen der Erfahrungsaustausch, das gemeinsame Lernen und auch die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmenden und ihrer Firmen bzw. Institutionen. Dabei geht es um die vielfältigen aktuellen Managementmethoden zur Verbesserung des operativen Betriebs von Unternehmen und Organisationen – Beispiele hierfür sind Methoden aus den Feldern: Lean, Agile, Scrum, Six Sigma, u.a. Neben dem gemeinsamen Learning-by-Doing und Erfahrungsaustausch können auch gezielt Kontakte zwischen Hochschule und der Praxis entwickelt werden – z. B. zwischen Studierenden der Studiengänge Bachelor Technische Betriebswirtschaft und Master Wirtschaftsingenieurwesen sowie Unternehmen und Institutionen der Region bzw. Großregion.

Wegen der aktuellen Situation wurde der offizielle Start des Interessenkreises mit entsprechender Auftaktveranstaltung verschoben. Interessierte können sich jedoch bereits über die Website beim Kompetenzzentrum melden, um bei anstehenden Terminen informiert zu werden. Darüber hinaus besteht bereits jetzt auf bilateraler Ebene die Möglichkeit zum Austausch. So hatten beispielsweise Professor Thurnes und Michael Renoth in der letzten Aprilwoche einen intensiven Gedankenaustausch mit einem Zweibrücker Mode-Start-up. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Mode-Kleinstunternehmens wurden methodische Ansätze der Lean Production diskutiert, mit deren Hilfe die bereits aufgenommene Produktion von Stoffmasken trotz Einzelanfertigung in einen größeren Maßstab übertragen werden kann. Diese Transferaufgabe von eher großindustriellen Methoden in ein kleines Unternehmen ist ein gutes Beispiel für künftige firmenindividuelle Themen- und Problemstellungen, mit denen sich der Interessenkreis beschäftigen wird.

Die offizielle Auftaktveranstaltung des Interessenkreises ist zunächst mit unbekanntem Termin verschoben. Das obige Beispiel zeigt jedoch, dass das Networking bereits vorher beginnen kann. Professor Thurnes lädt daher alle Interessierten herzlich ein, sich über die Website zu informieren und ggf. gerne Kontakt aufzunehmen – sei es allgemein als Interessenbekundung oder bereits mit bestimmten Themen oder Fragestellungen.

04.05.2020 Interessenkreis Operational Excellence – Individueller Austausch schon in Corona-Zeiten

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern plante im Frühjahr den Start eines Interessenkreises zu Themen der Operational Excellence mit einer entsprechenden Auftaktveranstaltung. Der Interessenkreis bietet ein Forum zum Austausch von Interessierten aus Industrie, Handel, Gesundheitswesen, Verwaltung, Lehre und Forschung zu den Themen methodischer Ansätze zur Steigerung der operativen Exzellenz der eigenen Firma, Einrichtung oder Institution. Professor Thurnes – Leiter des Kompetenzzentrums – lädt hierzu Interessierte aus unterschiedlichsten Branchen und Organisationen ein und freut sich auch auf die Mitwirkung weiterer methodischer Spezialisten, wie zum Beispiel dem Lean Senior Consultant Michael Renoth, bei der Moderation künftiger Veranstaltungen und der Zusammenarbeit im Interessenkreis.

Im Mittelpunkt des Interessenkreises stehen der Erfahrungsaustausch, das gemeinsame Lernen und auch die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmenden und ihrer Firmen bzw. Institutionen. Dabei geht es um die vielfältigen aktuellen Managementmethoden zur Verbesserung des operativen Betriebs von Unternehmen und Organisationen – Beispiele hierfür sind Methoden aus den Feldern: Lean, Agile, Scrum, Six Sigma, u.a. Neben dem gemeinsamen Learning-by-Doing und Erfahrungsaustausch können auch gezielt Kontakte zwischen Hochschule und der Praxis entwickelt werden – z. B. zwischen Studierenden der Studiengänge Bachelor Technische Betriebswirtschaft und Master Wirtschaftsingenieurwesen sowie Unternehmen und Institutionen der Region bzw. Großregion.

Wegen der aktuellen Situation wurde der offizielle Start des Interessenkreises mit entsprechender Auftaktveranstaltung verschoben. Interessierte können sich jedoch bereits über die Website beim Kompetenzzentrum melden, um bei anstehenden Terminen informiert zu werden. Darüber hinaus besteht bereits jetzt auf bilateraler Ebene die Möglichkeit zum Austausch. So hatten beispielsweise Professor Thurnes und Michael Renoth in der letzten Aprilwoche einen intensiven Gedankenaustausch mit einem Zweibrücker Mode-Start-up. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Mode-Kleinstunternehmens wurden methodische Ansätze der Lean Production diskutiert, mit deren Hilfe die bereits aufgenommene Produktion von Stoffmasken trotz Einzelanfertigung in einen größeren Maßstab übertragen werden kann. Diese Transferaufgabe von eher großindustriellen Methoden in ein kleines Unternehmen ist ein gutes Beispiel für künftige firmenindividuelle Themen- und Problemstellungen, mit denen sich der Interessenkreis beschäftigen wird.

Die offizielle Auftaktveranstaltung des Interessenkreises ist zunächst mit unbekanntem Termin verschoben. Das obige Beispiel zeigt jedoch, dass das Networking bereits vorher beginnen kann. Professor Thurnes lädt daher alle Interessierten herzlich ein, sich über die Website zu informieren und ggf. gerne Kontakt aufzunehmen – sei es allgemein als Interessenbekundung oder bereits mit bestimmten Themen oder Fragestellungen.

In der LeanFab des Kompetenzzentrums OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern am Campus Zweibrücken lernen die Studierenden der Technischen Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens die aktuellen und grundlegenden Prinzipien der Betriebsorganisation praktisch und spielerisch kennen. Auch wenn die Produkte der LeanFab lediglich Spielzeugprodukte sind, so stellen die Simulationen doch die tatsächlichen Abläufe, Methoden und Herausforderungen im Produktions- und Logistikmanagement extrem realitätsgetreu nach. Innnovationsmethoden wie DesginThinking oder TRIZ und Methoden der Operational Excellence, wie Lean, Scrum, Agil und SixSigma stehen dabei im Vordergrund.

Die LeanFab entwickelt sich weiter und greift neue Methoden und Praktiken auf. Diese ergeben sich zum Beispiel aus den Herausforderungen der Industrie 4.0 und der fortschreitenden Digitalisierung. Für die kommenden Semester diskutierte das Team der LeanFab um Professor Thurnes nun mit Unterstützung von Robin Schwabe von der Firma Dynabook mögliche Simulationsübungen und -szenarien für den Einsatz von wearable computers (Kleinstcomputer, die am Körper getragen werden können) und head-mounted displays (am Kopf getragene Anzeige- und Steuerungsgeräte). Bereits im März werden Studierende im Rahmen der Veranstaltung „Logistik und Produktionsmanagement“ neben klassischen industriellen Unterweisungsmethoden auch technologieunterstützte Vorgehensweisen erkunden. Die tragbare Technik und die Möglichkeit, bei nahezu voller Bewegungsfreiheit Informationen abzurufen, Anleitungen zu folgen oder z. B. im Rahmen der Ferninstandsetzung mit einem weit entfernten Spezialisten zu kooperieren, zeigen den Studierenden brandaktuelle Themenfelder auf. Auch wird deutlich, dass Technologieeinsatz insbesondere dann Chancen bietet, wenn die damit durchgeführten Aufgaben und damit ausgeführten Prozesse neu überdacht und auf die neuen Möglichkeiten hin optimiert werden.

Auf diese Weise bringt die LeanFab den zukünftigen Absolventinnen und Absolventen der Technischen Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens Industrie 4.0-Anwendungen näher und stärkt gleichzeitig die Fähigkeit, den Einsatz neuer Technologien durch überlegte Prozessgestaltung noch weiter zu optimieren.

 

Ab dem kommenden Sommersemester 2020 wird für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bestehen, sich in ein Frühstudium für den Studiengang TBW - Technische Betriebswirtschaft des Fachbereiches Betriebswirtschaft am Hochschul-Campus in Zweibrücken einzuschreiben.

Das Frühstudium dient dem frühzeitigen Erwerb von vertiefenden Kenntnissen im betreffenden Fachgebiet. Für die Schülerinnen und Schüler ergibt sich dabei der Vorteil, in das Studium praktisch hinein zu schnuppern, und zwar schon vor dem Schulabschluss. Des Weiteren können bereits im Vorfeld Kontakte sowohl zu Studierenden als auch zu Professorinnen und Professoren an der Hochschule geknüpft und Erfahrungen im realen Studienbetrieb gesammelt werden. Die Leistungen, die hierbei zusammen mit „echten“ Studierenden erbracht werden, werden später beim TBW-Studienbeginn angerechnet und so die Studiendauer verkürzt.

Grundsätzlich ist es allen Schülerinnen und Schülern, die sich in der Oberstufe befinden, möglich, an den Veranstaltungen des Frühstudiums teilzunehmen.

Derzeit besteht der Pool an wählbaren Fächern aus drei Veranstaltungen:

  1. „Innovationsmanagement“
  2. „Automatisierung technischer Prozesse“
  3. Labor „Programmierung von Speicherprogrammierbaren Steuerungen“

Die Veranstaltungen werden regulär gemeinsam mit immatrikulierten Studierenden besucht, sodass die Frühstudierenden das echte Hochschulleben kennenlernen.

Für das Frühstudium entstehen keine Kosten und – egal, wie erfolgreich es verläuft – keinerlei Nachteile für das spätere Studium.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.hs-kl.de/tbw-fruehstudium .

Im Januar 2019 absolvierten vier Studierende der Hochschule Kaiserslautern die Prüfung zum  Level 1-Zertifikat der International TRIZ-Association MA TRIZ.

Die Studierenden konnten die freiwillige Zusatzprüfung ergänzend zu einer regulären Lehrveranstaltung ablegen. Die Inhalte der Prüfung waren Studierenden aus dem Studiengang  " TBW - Technische Betriebswirtschaft" bereits wohlbekannt: Im Studienfach "Technologiemanagement 1" des 4. Semesters lehrt Prof. Dr. -Ing. Christian M. Thurnes innovative Methoden der "TRIZ - Teoria reschenija isobretatjelskich sadatsch" (russ.: "Theorie des erfinderischen Problemlösens").
Den Studierenden wird hierbei eine Vielzahl an systematisch-kreativen Innovationsmethoden vermittelt, die eine sehr große Anzahl möglicher Lösungen eines vorliegenden Problems generieren. Hierunter befinden sich in der Regel viele besondere und vor allem technologisch fundierte Ideen, warum Innovationsführer wie z. B. Samsung, Philipps u.a. auf solche Methoden bauen. Im Gegensatz zur intuitiv-kreativen Methoden, entstehen durch die Anwendung von TRIZ-Algorithmen konkrete Handlungsanweisungen, mit denen Innovationsproblemstellungen auf systematische Art und Weise gelöst werden können.

Innovations- und Kreativmethoden jeder Art spielen im Bachelor-Studiengang „Technische Betriebswirtschaft“ und den Masterstudiengängen „Wirtschaftsingenenieurwesen – Logistik und Produktionsmanagement“ sowie „MBA Innovations-Management“ eine große Rolle und werden in Lehre, Praxistransfer und Forschung durch Prof. Thurnes im Rahmen seines Kompetenzzentrums OPINNOMETH eingebracht ( www.hs-kl.de/opinnometh ).

Vorstellung des Gamification-Buchs für das systematische Erfinden in Straßburg

Das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern – Campus Zweibrücken – fokussiert in einem seiner beiden Aktivitätsfelder das Innovationsmanagement von Unternehmen. Besondere Beachtung schenkt Professor Thurnes hierbei den systematischen Innovations- und Erfindungsmethodiken, mit deren Hilfe viele große Unternehmen ihre technische Innovationsleistung steigern.

Im Rahmen der Konferenz „TRIZfuture 2018 – Automated Invention for Smart Industries“ stellten Professor Thurnes und die Mitherausgeber Professor Hentschel (HTW Berlin) und Dr. Zeihsel (Verlag Synnovating) im Oktober ihr neues Buch zur Thematik in Straßburg vor. „Playing TRIZ: Games and Cases for Learning and Teaching Inventiveness“ ist internationales Sammelwerk mit Beiträgen, die das Erlernen der Innovationsmethoden in spielerischen oder fall-bzw. problembezogenen Lernsituationen inszenieren. Die Beiträge aus aller Welt reichen von Lern-Computerspielen über Gruppensettings für den Einsatz in der Industrie bis hin zu Simulationen und fiktiven Problemstellungen, wie der Rettung der Passagiere der sinkenden Titanic.

Gamification – also die Aufbereitung realer Lern- oder Problemstellungen in Spiel- oder spielähnliche Situationen – ist eine sehr aktuelle Lehr- und Lernform, die nicht nur an Schulen und Hochschulen, sondern auch in der betrieblichen Weiterbildung sehr nützlich ist.

Das Buch in englischer Sprache richtet sich daher an Lehrpersonal an Hochschulen sowie an betriebliche Akteure, welche lebendige Elemente für die Aus- oder Weiterbildung im systematischen Erfinden nutzen möchten. Es ist zur Zeit direkt beim Verlag Synnovating als Preview und ab 1. Januar im Fach- und Online-Buchhandel erhältlich.

 

 

Weitere Informationen:

Link zum Buch: http://www.gamitrization.com

TRIZfuture 2018 – Automated Invention for Smart Industries: https://tfc2018.fr/

Kompetenzzentrum OPINNOMETH wirkt bei neuem Fachbuch zur systematischen Innovation mit

Im Tätigkeitsschwerpunkt Innovationsmanagement und –methodik beschäftigt sich das Kompetenzzentrum OPINNOMETH an der Hochschule Kaiserslautern, Campus Zweibrücken, mit verschiedensten Methoden zur kreativen und innovativen Produkt- und Ideenfindung. Hierzu zählen neben TRIZ, Design Thinking und klassischen Kreativitätsmethoden auch evolutionäre Methoden.

Evolutionäre Innovationsmethoden untersuchen die Entwicklung menschgemachter Systeme über die Zeit hinweg und versuchen, Trends und Muster dieser Entwicklungen zu entdecken und zu formulieren. Danach können diese Muster im Rahmen von Kreativitätsmethoden genutzt werden, um einerseits Innovationsideen zielgerichteter zu entwickeln oder andererseits verschiedene Innovationsideen bezüglich ihrer Erfolgschancen miteinander zu vergleichen.

Im englischsprachigen Buch „Trends of Engineering System Evolution (TESE)“ werden die Grundlagen dieser Methodik nun erstmals ein einer Form präsentiert, die auch Anfängern ein schnelles und tiefgreifendes Verständnis erlaubt. Das Buch enthält viele Grafiken und Beispiele aus dem Alltag – Professor Thurnes wird es in Zukunft im Rahmen der Lehre im Innovationsmanagement einsetzen. „Komplexere Kreativmethoden werden oft verschmäht, weil sie zunächst mal komplizierter und arbeitsaufwändiger erscheinen, als vergleichsweise einfache Methoden wie z.B. Brainstorming. Wenn unsere Studierenden sich im Rahmen der Innovationsmanagement-Vorlesungen aber um verzwicktere Innovationsaufgaben kümmern, dann wird schnell die besondere Schlagkraft evolutionärer Methoden klar“, erläutert Professor Thurnes.

Professor Thurnes ist einer der Autoren des aktuellen Buchs, welches sich nicht nur als Lehrbuch, sondern auch für den interessierten Autodidakten eignet. Es ist sowohl im Fachhandel als auch im online-Buchhandel erhältlich.

 

Weitere Informationen:

Link zum Buch: https://www.amazon.de/dp/3000598464/ref=cm_sw_em_r_mt_dp_U_9ehwBbC6XGZBW

Studierende MBA Innovations-Management auf internationaler Fachkonferenz in Stockholm

Unter dem Motto „Innovation – the name oft he game“ fand vom 17. bis 20. Juni die 24. Innovationskonferenz der ISPIM (International Society for Professional Innovationmanagement) in Stockholm statt. Sieben Studierende des MBA-Fernstudiengangs „Innovations-Management“ der Hochschule Kaiserslautern nahmen an der Konferenz teil. Professor Christian Thurnes – Leiter des Kompetenzzentrums OPINNOMETH am Campus Zweibrücken und Studiengangsleiter – führte die Exkursion, welche Pflichtbestandteil der angehenden Innovationsmanagerinnen und –manager war, durch.

Zunächst tauschte sich die Gruppe im Rahmen des „Junior Researcher Lab“ – einer halbtägigen Workshopveranstaltung – mit der internationalen Community der Jung-Forscherinnen und -Forscher aus und diskutierte mit erfahrenen Innovationsmanagern unterschiedlicher Unternehmen. Die ca. 80 Teilnehmenden thematisierten in den Räumen des KTH Royal Institute of Technology die Themen ihrer Forschungs- und Abschlussarbeiten und auch Fragestellungen zum wissenschaftlichen Publizieren.

In den folgenden drei Tagen thematisierte die Hauptveranstaltung alle aktuellen Themen aus Wissenschaft und Praxis des Innovationsmanagements. Die Gruppe der Studierenden reihte sich in die 460 Teilnehmenden aus 40 Nationen ein. Aus mehr als 250 Fachvorträgen, Workshops, Plenarveranstaltungen, Seminaren, Roundtables etc. konnten sie individuell ihr eigenes Konferenzprogramm zusammenstellen. Neben der Darstellung von Forschungsergebnissen waren hierbei insbesondere auch die Beiträge von Innovationsprofis vieler unterschiedlicher Unternehmen, wie z. B. Sony, Lufthansa Systems, Scania, Tata Sons, Ericsson, Lego, KPMG usw. sehr lehrreich. In vielen Beiträgen standen die Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung für das Innovationsmanagement im Mittelpunkt. Topthemen lagen daher im Bereich der Business-Model Innovation und –Generierung unter Berücksichtigung der jeweiligen Ecosysteme. Darüber hinaus sind auf der methodischen Seite auch Open Innovation, Hackathons, Living Labs sowie Hubs und die Integration von Start-ups ins Innovationsgeschehen aus vielen Perspektiven betrachtet worden. Auch Klassiker wie Design Thinking, systematische Innovation und Future Foresight waren Teil des Programms. Die Studierenden konnten nicht nur zwischen vielen Themen, sondern auch zwischen unterschiedlichen Veranstaltungsformen wählen: vom Vortrag im großen Saal, über aktive Workshops mit ca. 20 Personen bis hin zu Diskussionszirkeln mit nur einer Hand voll Teilnehmender.

Professor Thurnes moderierte eine Reserach-in-Progress-Session, bei der Forscherinnen aus Südafrika, England und den Niederlanden über ihre Arbeiten im Bereich des Innovationsmanagements im Gesundheitswesen berichteten. Auch in diesem Feld ist Innovationsmanagement von großer Bedeutung – das Spannungsfeld liegt hierbei in der Praxis oft zwischen Hochtechnologie in bestimmten Feldern (z.B. robotergestützte Operationen) einerseits und gleichzeitig technologisch wenig entwickelten Hilfsmitteln und Prozessen (z.B. in der Pflege) andererseits.

Zum Abendprogramm der Konferenz zählte neben dem Besuch der Town Hall unter anderem die Besichtigung des Vasa-Museums. Die Vasa ist ein sehr gut erhaltenes Kriegsschiff aus dem siebzehnten Jahrhundert. Als eines der ersten Schiffe mit zwei Kanonen-Decks könnte sie als eine Innovation im Bereich des Schiffsbaus betrachtet werden. Allerdings sank sie nach weniger als einer halben Stunde Jungfernfahrt – insofern handelte es sich eher um einen Prototyp, da für folgende Schiffe entsprechende Lerneffekte aus der Vasa-Konstruktion gezogen wurden. Viele Erfolgs- oder auch Mißerfolgs-Aspekte des modernen Innovationsmanagements ließen sich anhand dieser historischen Geschichte illustrieren – so zum Beispiel die mangelnde Einbindung von „usern“ (user co-creation) und ein zu statisches Projektmanagement.

Als Abschluss der Veranstaltung konnten die Teilnehmenden an verschiedenen Exkursionen zu „Hot-Spots“ der Stockholmer Innovations- und Digitalszene teilnehmen. Die Besuche und Führungen hatten Start-Up-Zentren, Co-Working-Spaces und Living Labs zum Ziel. Des weiteren wurden Einblicke in die „Smart City“-Initiative der Stadt Stockholm gewährt und das Unternehmen Scania präsentierte Ausgründungen und Innovationsprojekte des Unternehmens im Bereich Digitalisierung.

Die Studierenden des MBA Innovations-Management konnten im Rahmen der Konferenz nicht nur ihr Theoriewissen mit aktueller Praxis und Forschung abgleichen und erweitern, sondern insbesondere auch Kontakte zu unterschiedlichsten Akteuren aus verschiedensten Branchen knüpfen. „Die Möglichkeit der individuellen Programmzusammenstellung erlaubte den Studierenden, ihre eigene Branche (z.B. Versicherung und Banken) oder präferierte Themenfelder (z.B. künstliche Intelligenz oder Design Thinking) schwerpunktmäßig zu betrachten und die Kontakte zur internationalen Community sind nicht nur für die Erstellung der Masterthesen, sondern auch für die professionelle Tätigkeit im Innovationsmanagement sehr hilfreich“, fasst Professor Thurnes zusammen. Für die Studierenden ist der Kongress mit der Heimreise noch nicht beendet – eine abschließende Aufbereitung ausgewählter Inhalte ist Teil des Curriculums und beinhaltet die Erstellung eines individuellen Posters, welches an der Hochschule in einer kleinen Galerie ausgestellt wird.

 

Weitere Informationen:

MBA Innovations-Management:    http://www.mba-innovations-management.de

ISPIM-Konferenz: https://www.ispim-innovation-conference.com/

Innovationsmethodik: Erweiterte VDI-Richtlinie erschienen

An der Hochschule Kaiserslautern sind Innovationsmanagement und Innovationsmethodik wichtiger Bestandteil mehrerer Studiengänge, wie z.B. der Technischen Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens. Professor Christian M. Thurnes vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH am Campus Zweibrücken ist seit vielen Jahren in diesen Feldern lehrend und forschend tätig. Als stellvertretender Vorsitzender des VDI-GPP-Fachausschusses „Innovationsmethodiken“ gestaltet er aktiv die Entwicklung der entsprechenden VDI-Richtlinienreihe mit.

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) definiert mit seinen Richtlinien den Stand der Technik in unterschiedlichsten Feldern. Im April 2018 wurde nun die endgültige Form der VDI 4521 – Blatt 2: „Erfinderisches Problemlösen mit TRIZ – Zielbeschreibung, Problemdefinition und Lösungspriorisierung“ veröffentlicht. Der Fachausschuss „Innovationsmethodiken“, in dem sich auch Professor Thurnes seit Jahren engagiert, hat die entsprechenden Vorarbeiten geleistet und das Richtlinienblatt wurde zunächst einige Monate im sogenannten Gründruck veröffentlicht – während dieser Zeit konnten weitere Experten aus Wissenschaft, Industrie und Praxis noch Einsprüche oder Anmerkungen zur Richtlinie einbringen. Nach Ablauf dieser Frist ist nun der sogenannte Weißdruck erschienen und die Richtlinie somit veröffentlicht und gültig.

„Innovationsmethodiken sind wichtige Hilfen für das erfolgreiche Innovationsmanagement“, erläutert Professor Thurnes. „Das neue Blatt 2 der VDI 4521 schafft einen zuverlässigen Stand der Technik und eine sichere begriffliche Ausgangsbasis für alle Akteure im Bereich der systematischen Kreativität und Innovation.“ Die Normierung durch Richtlinien schafft weiterhin die Grundlage für eine national und international abgestimmte Ausbildung und Lehre der Innovationsmethoden. Sie ist somit nicht nur für die Industrie, sondern auch für den Lehr- und Forschungsbetrieb im Feld des Innovationsmanagements von großer Bedeutung.

Link zu VDI 4521-Blatt 2

Pressemeldung

Vortrag zu innovativen Unternehmen und Unternehmern im Zeitalter der Digitalisierung

Am 26. März hielt Professor Martin W. Drexler von der Universität für angewandte Kunst Wien „Die Graphische“ einen Vortrag zu innovativen Unternehmen und Unternehmerinnen und Unternehmern für Studierende der Studiengänge Technische Betriebswirtschaft (TBW) und Wirtschaftsingenieurwesen – Logistik und Produktionsmanagement (WLP) am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern. Die Veranstaltung fand als Gastvortrag im Rahmen der Innovationsmanagement-Veranstaltungen des Studiengangsleiters Prof. Dr. Christian Thurnes statt.

Professor Drexler fokussierte in seinem Vortrag insbesondere Unternehmen und Akteure, die im Rahmen der Digitalisierung von besonderer Bedeutung sind und spannte dabei den Bogen von der Entstehung des Computers bis hin zu aktuellen Web-Giganten und Online-Großkonzernen. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag in der Vorstellung aktueller Innovations- und Gründerszenen in verschiedenen Metropolen Europas und der Welt. Im letzten Teil der Präsentation erläuterte Professor Drexler Charakteristika erfolgreicher Start-Up-Unternehmen am Beispiel der Headhunting-Plattform „jobrocker.com“. Durch seine Mitarbeit in diesem Unternehmen kann er zeitgemäße Entwicklungen und Trends bei der Beurteilung von Führungs- und Gründerqualitäten identifizieren und beurteilen. Er betonte hierbei die Bedeutung der richtigen Mischung und Vielfalt von Kompetenzen und Fähigkeiten. Neben fachlichen und informationstechnischen Qualifikationen sind auch heute in der zunehmend digitalisierteren Welt Teambuilding, Kooperationsfähigkeit und Kommunikationstalent entscheidende Skills und somit wichtiger Bestandteil in den Curricula zukunftsweisender Studiengänge.

Pressemeldung

Neue Laborveranstaltungen zum Thema RFID und andere Auto-ID Technologien

Im Mai und Juni 2017 fand zum ersten Mal die rundum erneuerte Laborveranstaltung zum Thema RFID (Radio-Frequenzy-Identification) und anderen Auto-ID Technologien statt. Studierende des Studiengangs Technische Betriebswirtschaft lernten im Rahmen der Veranstaltung Logistik von Frau Prof. Dr. Bettina Reuter die Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie kennen.
Die Teilnehmer beschäftigten sich zu Beginn mit den Grundlagen und dem Aufbau einer RFID-Anlage, die im Wesentlichen aus Empfangsantennen, einem Verarbeitungsgerät (Reader) und einem PC mit passender Software besteht. Sogenannte Smart-Tags sind kleine Empfänger, die einen Mikro-Chip enthalten und berührungslos bestimmte Daten an die Antennen der Anlage über eine Distanz von mehreren Metern übertragen können. In einem ersten Versuchsaufbau haben die Studierenden die Sendereichweite verschiedener Tag-Bauformen bei verschiedenen Sendeleistungen untersucht und miteinander verglichen. Ergebnis: Durch Variierung dieser Parameter lassen sich gezielt Reichweiten zwischen 0 und mehr als 600 cm justieren, was bei Anwendungen in der Industrie von großer Bedeutung ist.

Am 17. Mai fand im Rahmen der Veranstaltung einen Gastvortrag der Firma Baumer statt. Inhalt waren sogenannte Smart-Kameras, die das Unternehmen unter anderem herstellt. Smart-Kameras enthalten integrierte Prozessoren, die das aufgenommene Bild direkt weiterverarbeiten und so klare Informationen an den Benutzer weitergeben. Typische Einsatzgebiete sind überall dort zu finden, wo die Qualität von Produkten mit optischen Verfahren untersucht werden soll. Fehlende Teile in einem Blister beispielsweise lassen sich so im Bruchteil einer Sekunde detektieren.

Zum Abschluss der Laborveranstaltung im Juni stand die Durchführung einer kompletten Produktions-Simulation von (Lego-) Rennwagen an. Die Kennzahlen aus den einzelnen Prozessschritten konnten durch Einsatz von RFID-Systemen unmittelbar in Echtzeit abgegriffen werden und EDV-basiert ausgewertet werden. Mittels einer Smart-Kamera, die die Hochschule freundlicherweise von der Firma Baumer kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, konnten die einzelnen Fahrzeuge am Ende des Produktionsprozesses hinsichtlich ihrer Qualität überprüft werden und so die Ausschussquote ermittelt werden. Nach dem ersten Durchgang konnten  durch die ermittelten Kennzahlen die Defizite in der Organisation der Produktion aufgedeckt und gezielt und systematisch eliminiert werden.

Durch die modellhafte Veranschaulichung in der Produktions-Simulation konnte den Studierenden realitätsnah in kleinem Maßstab verdeutlicht werden, welche Möglichkeiten sich durch den gezielten Einsatz dieser Technologie eröffnen. 

12.12.2015 Innovation mit Methode – TRIZ-Zertifikatsprüfung für Studierende aus Zweibrücken und Pirmasens

Kompetenzzentrum OPINNOMETH und ed-media vermitteln Zusatzqualifikation

Interdisziplinäre Studiengänge der Hochschule Kaiserslautern, wie zum Beispiel die Technische Betriebswirtschaft in Zweibrücken und die Technische Logistik in Pirmasens stellen neben Fachwissen insbesondere auch Methodenwissen und Handlungskompetenzen in den Fokus des Studiums. Querschnittsthemen wie „Innovationsmanagement“ spielen hierbei eine besondere Rolle.

Im Bereich der Innovationsmethodik haben nun kurz vor Weihnachten 13 Studierende und Mitarbeiter der Hochschule die Möglichkeit genutzt, über den Studienerfolg hinaus auch noch eine wertvolle Zusatzqualifikation zu erwerben. Sie haben den vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH durch Prof. Dr. Christian Thurnes durchgeführten Prüfungskurs zur Erlangung des TRIZ-Zertifikats MATRIZ Level-1 erfolgreich besucht. Die Innovationsmethodik TRIZ ist eine Sammlung unterschiedlicher Analyse- und Kreativitätstechniken, die weltweit in immer mehr innovationsgetriebenen Unternehmen Anwendung findet. Das für die Zusatzprüfung erforderliche Wissen wurde größtenteils von Prof. Thurnes in Innovationsmanagement-Vorlesungen für die Technische Betriebswirtschaft und die Technische Logistik vermittelt. Wer darüber hinaus noch freiwillig die vertiefende Schulung besuchte und die anschließende Prüfung ablegte, kann zukünftig bei Bewerbungen das sogenannte Level-1-Zertifikat der MATRIZ (International TRIZ Association) beilegen und somit die erworbenen Innovationskompetenzen belegen.

Dieses attraktive Zusatzangebot für Studierende der Standorte Pirmasens und Zweibrücken der HS Kaiserslautern wurde vom Kompetenzzentrum OPINNOMETH (Operational Excellence- und Innovationsmethodik) in Zusammenarbeit mit dem Institut ed-media realisiert. Innovationsmanagement und insbesondere Innovationsmethodik sind wichtige aktuelle Lernfelder – sie stehen daher in den Lehrplänen der betriebswirtschaftlichen und interdisziplinären Studiengänge der Hochschule. Das Kompetenzzentrum und ed-media haben darüber hinaus jüngst auch einen berufsbegleitenden MBA-Studiengang Innovations-Management (www.mba-innovations-management.de) konzipiert und gestartet. Es handelt sich um einen Fernstudiengang mit Präsenzphasen, die mit dem Nürburgring an einem Ort stattfinden, an dem zahlreiche Firmen aus dem Automobilumfeld ihre technologischen Innovationen testen.

Doch auch wer kein Studium (mehr) komplett absolvieren möchte, findet an der HS Kaiserslautern über das Kompetenzzentrum OPINNOMETH entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten. Der 2016 startende Zertifikatslehrgang mit dem Titel „Zertifizierter Design for Six Sigma (DFSS) Green-Belt plus TRIZ“ (www.dfss-plus-triz.de) kombiniert zeitgemäße Produktentwicklungsmethodik mit Innovationsmethodik und macht den Auftakt einer ganzen Reihe von weiteren weiterbildenden Lehrgängen.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der aktuellen Zusatzqualifikation haben sich die freiwilligen Anstrengungen kurz vor den Feiertagen jedenfalls gelohnt – alle haben die Prüfung zum TRIZ Level-1-Zertifikat erfolgreich abgelegt und dürfen nun der Übersendung ihrer Zertifikate aus den USA freudig entgegen sehen.

Die erfolgreichen Prüfungsteilnehmer/innen

Foto:  (v.l.n.r.) Christoph Sohns, Damir Koischubajew, Alexander Weienmaster, Sebastian Frohnhöfer, Mareike Beier, Lukasz Snoch, Michael Schaub, Robin Klingel, Philipp Bold, Georg Pfister, Aron Jakob, Clarissa Spielmann-Endres, Annika Friz (Foto: Thurnes)

 

 

24.09.2015 Vielfalt heute ist wichtig für Innovation morgen

Ich unterrichte und trainiere seit vielen Jahren Menschen darin, mit Hilfe von Kreativitäts- und Innovationsmethodik neue Ideen oder Gedanken zu entwickeln.Ganz viele dieser Methoden basieren darauf, durch methodische Kniffe neue Blickwinkel auf bekannte Sachverhalte zu eröffnen:Wir "stellen Probleme auf den Kopf", um sie anders zu betrachten.Wir abstrahieren sie mit Modellen, arbeiten mit Bildern, Assoziationen, Phrasen, Reizwörten und vielem mehr, um neue Standpunkte einzunehmen.Wir nutzen Synektik oder Smart-Creatures, um Problem- und Fragestellungen in andere Kontexte zu verschieben, wo vielleicht ungewöhnliche Lösungen existieren.Wir wenden TRIZ an, um aus dem Schatz bereits gelöster Probleme immer wieder neue Lösungen zu generieren.

All diesen Vorgehensweisen ist eins gemein: Wir werden kreativer, wenn wir neue Reize aufnehmen, ungewohnte Problematiken durchdenken und uns auf Neues und Fremdes einlassen.

Daher ist Vielfalt in unserem Alltag und unserer Gesellschaft ein wichtiger Schlüssel für unsere Innovationsfähigkeit, die letztlich unseren Wohlstand langfristig beeinflusst: Vielfalt heute ist wichtig für Innovation morgen!

Auch wenn dies sicherlich nicht das vordringlichste Argument ist, so ist es doch zumindest ein weiteres Argument zu sagen: FLÜCHTLINGE WILLKOMMEN !!!

Christian M. Thurnes 

Mehr Information zur Aktion Kaiserslautern ist bunt finden Sie hier: http://kl-ist-bunt.de/

Foto: Thomas Brenner (http://www.brenner-photographie.com)