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Die Arbeitsgruppe

Die AG Molekulare Immunologie & Immunsensorik untersucht biomolekulare Mechanismen der Pathogenwahrnehmung. Ihr Schwerpunkt liegt in der Identifizierung und Charakterisierung von Rezeptor-Wirkstoff-Kombinationen, die an der Modulation der Mikrobiom-Immun-Interaktion beteiligt sind.

Die Entdeckung, dass Signalpeptide eine neuartige Gruppe bakterieller Metabolite darstellen, war ein wissenschaftlicher Durchbruch. Sie können aufgrund ihres breiten zellulären und physiologischen Wirkspektrums eine wesentliche Rolle in der Mikrobiom-Immun-Interaktion sowie der Entstehung und Progression Mikrobiom-assoziierter neurodegenerativer Erkrankungen spielen. Es besteht eine enge Kooperation mit der Arbeitsgruppe Enterisches Nervensystem.

Als Kernarbeitstechniken stehen der AG eine ganze Reihe unterschiedlicher Hochdurchsatzverfahren zur Verfügung. Diese Methoden erlauben es, ganz unterschiedliche lebenden Zellen, wie z.B. Neurone oder Immunzellen, unter physiologischen Bedingungen schnell mit hunderten oder tausenden von Wirkstoffen zu testen. Durch Kombination der Screeningergebnisse mit gezielten molekularen und bioinformatischen Analysen sowie deren Verifizierung in Tiermodellen können selbst komplexe zelluläre und pharmakologische Zusammenhänge in relativ kurzer Zeit verstanden werden.