Medizininformatik

Sowohl die Medizininformatik als auch die Medizintechnik beschäftigen sich mit der Anwendung moderner technischer Systeme in der Medizin. Die Medizininformatik unterscheidet sich von der Medizintechnik in der Weise, das die Medizintechnik mehr den physikalisch-technischen Bereich abdeckt und die Medzininformatik ehr den organisatorisch-informationsverarbeitenden Aspekt bedient.

Neben dem Begriff Medizininformatik werden heute Begriffe wie eHealth, Gesundheitsinformatik, personal Health (care) gebraucht, welche den Bereich der Informatikanwendungen in der Medizin mal etwas weiter fassen und mal etwas spezialisieren.

Egal wie man es nennt: Die Informatik ist seit jeher eine Wissenschaft, die vor allen auch durch die Anwendung lebt. In der Medizininformatik erhältst Du neben der Informatik- eine sehr spezifische Zusatzausbildung, die Dich zum Einsatz und zur Entwicklung von IT-Lösungen in der Medizin und im Gesundheitswesen befähigt. Du wirst mit den jeweiligen Experten konstruktiv Probleme analysieren und darauf aufbauend IT-basierende Lösungen entwickeln können.

Warum Medizininformatik studieren?

Bei uns erhältst Du eine sehr praxisorientierte Ausbildung zum Informatiker mit einer fachspezifischen Zusatzkompetenz im medizinisch-technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Daneben lernst Du die komplexen Strukturen unseres Gesundheitswesens kennen. Du wirst sicher kein Mediziner: Dein Abschluss wird ein Bachelor of Science in Medizininformatik sein, aber Du kannst Dich mit diesen über gemeinsame Fachthemen auf einer Ebene austauschen.

Als Absolvent dieses Studiengangs bist Du aber mit diesen Fachgebieten auch in allen Bereichen der Informatik einsetzbar, da Mobile Systeme und Softwaresicherheit ebenso wie das Thema "Bild und Computer" eine immer größere Rolle auf dem aktuellen Arbeitsmarkt spielen.

Unser Studium ist sehr anwendungsorientiert aufgebaut. Du erfährst vom ersten Semester an, wie der Umgang mit Informatik- und Medizinsystemen funktioniert. Nach wenigen Semestern kannst Du an unseren Forschungsprojekten oder bei externen Firmen mitarbeiten. Bei alldem kommt aber auch die Vermittlung wissenschaftlicher Kompetenzen nicht zu kurz. Diese bilden für Absolventen der Medizininformatik die Grundlage, ihre akademische Qualifikation, sowohl in unserem Informatik-Masterstudiengang als auch in anderen medizinnahen Masterstudiengängen, wie z.B. der Applied Life Science zu vertiefen.

Allgemeine Informationen

Praxisbezug
Zugangsvoraussetzung

Zugangsvoraussetzung zum Studium ist die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung.

Die Hochschule Kaiserslautern beteilgt sich an der bundesweiten Initiative zur Erhöhung der Anzahl von Studienplätzen im Rahmen des Hochschulpaktes. Deshalb verzichtet sie in allen Informatik-Studiengängen auf einen Numerus Clausus (NC).

Berufsbilder

Große Hersteller von medizintechnischen und Medizininformatikprodukten haben einen Entwicklungsstandort in Deutschland. Um nur einige Beispiele zu nennen: SIEMENSSAP mit seiner Sparte für Krankenhausverwaltungssoftware, BRAUNDRÄGER FRESENIUS deren medizintechnische Produkte in vielerlei Hinsicht durch Software "zum Leben erweckt" werden. Daneben gibt es noch eine Reihe europäischer (z.B. PHILIPS) und viele mittelständische Unternehmenwie SIRONA (Hersteller von Zahnarztpraxisausstattungen), KUKA (Sparte OP-Robotiksysteme),BRAINLAB (Imaging Software), BodyTel und MEDTRON, die Produkte in Deutschland entwickeln.

Deutschland stellt im internationalen Vergleich einen außerordentlich wichtigen Forschungsstandort dar. International renommierte Großforschungseinrichtungen, wie beispielsweise das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) oder dasFraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBTM), haben ihren Sitz in unserer Nähe. Die internationale wissenschaftliche KonferenzComputer Assisted Radiology and Surgery (CARS) hat ihren Stammsitz in Deutschland. Regelmäßig haben hier deutsche Forscher neben denen aus den USA und Japan die meisten Beitragseinreichungen, was den hohen Forschungsanteil Deutschlands widerspiegelt.

Kontakt

Studiengangsleiter Medizininformatik (B. Sc.)
Prof. Dr. Gerhard Schmidt

Informationen

Bewerbung

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