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Prof. Dr.-Ing. Albert Meij

„Ich freue mich eigentlich über alles was drin ist“

In loser Folge stellen sich Mitarbeitende  der Hochschule aus allen Bereichen vor. Dazu beantworten sie eine Reihe von Fragen. Um die Jahrhundertwende war dies bei Partys ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Berühmt geworden ist der Fragebogen durch den französischen Schriftsteller Marcel Proust (1871-1922), der ihn mehrfach ausgefüllt – und veröffentlicht – hat.

Albert Meij hat folgende Antworten parat:

  1. Wenn Sie eine berühmte Persönlichkeit – egal ob lebendig oder tot – treffen dürften: Wer wäre es und warum? 
    Ich interessiere mich sehr für meinen Stammbaum und würde mich gerne mit manchen Vorfahren unterhalten: z.B. mit meinem Urgroßvater Dirk, geboren 1860, über seine Arbeit als Knecht auf einer Mühle, oder mit Marie, geboren 1761 in der Nähe von Calais, wie sie nach Holland kam, oder Cateleyne, die 1653 in Groningen heiratete, um zu erzählen, dass 2010 ein Bötchen nach ihr benannt wurde.
     
  2. Wie sieht die erste Stunde Ihres Tages aus?
    Duschen, Frühstück machen, Zeitung holen, Französisch-Übung in Duolingo machen und dann mit meiner Frau frühstücken
     
  3. Wenn Sie eine Sache auf der Welt verändern dürften: Was wäre das?
    Nachts ein Regenschauer, tagsüber dann Sonnenschein
     
  4. Was ist das Beste an Ihrem Beruf?
    Mit jungen Menschen zusammenarbeiten, Gestaltungsfreiheit zu haben
     
  5. Was wird Ihr nächstes Projekt?
    Im Sommersemester 2022 mache ich ein Forschungsfreisemester an unserer Partnerhochschule in Wien. Ich bereite mich fachlich vor, aber muss z.B. auch eine Wohnung dort suchen
     
  6. Welches ist Ihre Lieblingsmusik?
    Sehr breit: von Renaissance bis 90er Jahre. Ich habe 70 GB MP3s und mache gerne – wenn meine Familie nicht dabei ist - Shuffle über alles
     
  7. Was darf in Ihrem Kühlschrank niemals fehlen?
    Die Frage habe ich mir noch nie gestellt. Ich freue mich eigentlich über alles was drin ist
     
  8. Über welches Thema könnten Sie eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung? Und warum?
    Ich bin ein Generalist und habe mich schon mit sehr viel unterschiedlichen Sachen beschäftigt. Zwanzig Minuten reden ist kein Problem, aber 30 Minuten? Das ist verdammt lang.
     
  9. Was ist wichtiger: Theorie oder Praxis? Und warum?
    Am Ende dient die Theorie der Praxis.
     
  10. Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit?
    Meine Frau und ich haben viele gemeinsame Interessen: Reisen, Zeichnen, Essen, Lesen, …
     
  11. Wer war die verrückteste Person, der Sie je begegnet sind?
    Das schreibe ich lieber nicht, er könnte es hier lesen.
     
  12. Welches Getränk bestellen Sie bei einem Bartender?
    Ortsabhängig: in Köln ein Kölsch!
     
  13. Bei welchem Film fangen Sie laut an zu lachen, auch wenn Sie ihn alleine gucken?
    Monty Python
     
  14. Welches war das schönste Kompliment, das Ihnen jemand einmal gemacht hat?
    Ob es das Schönste war weiß ich nicht, aber: Vor drei/vier Jahren lief ich abends mit meiner Frau in Mannheim, als von einer Terrasse meinen Namen gerufen wurde. Es war dunkel, ich musste genau hinsehen, bis ich sah, dass da 4 Dreißiger saßen. Drei davon habe ich sofort als ehemalige Studierende erkannt und wir haben uns anschließend köstlich unterhalten. Sie erinnerten sich lachend an Sprüche aus meiner Vorlesung, die ich selbst schon längst vergessen habe. Zusammenfassend: eine Reihe von Studierenden haben im Laufe der Jahre einen bleibenden, positiven Eindruck auf mich gemacht und es tut gut zu erleben, wie das manchmal andersrum auch der Fall ist!
     
  15. Was war früher Ihr liebstes Schulfach?
    Geschichte
     
  16. Hattest Sie schon mal einen komplett anderen Look?
    Von 1975-77 waren meine Haare schon ziemlich lang
     
  17. Was würden Sie heute Ihrem jüngeren Selbst empfehlen?
    Noch mehr zu lesen
     
  18. Was war die schwierigste Aufgabe, die Sie jemals hatten?
    Bei einem offiziellen Dinner in China lag einmal ein junger, toter Vogel auf meinem Teller. Der war nur ganz kurz im heißen Wok gewesen. Ich versuchte mit meinen Stäbchen ein Stückchen Fleisch abzuziehen, bis mein Gastgeber lachend zeigte, wie er ein ganzes Tier auf einmal in den Mund steckte. Das zweite tote Vögelchen habe ich dann höflich vermeiden können.
     
  19. Was ist eine Sache von der alle Leute begeistert scheinen und Sie können einfach nicht nachvollziehen wieso?
    Wohnwagen
     
  20. Was ist das spannendste Gebäude, in dem Sie jemals waren?
    Die hellblaue Baracke in Panmunjeom, auf der noch immer „heißen“ Grenze zwischen Nord- und Südkorea
     
  21. Wovon lassen Sie sich inspirieren?
    Von moderner Kunst

Albert Meij bewarb sich nach seinem Studium Luft-und Raumfahrttechnik an der TU Delft (Niederlande) auf verschiedene Stellen im Ausland und landete bei der BASF in Ludwigshafen. Danach leitete er eine Gruppe für Verarbeitungsentwicklung am Institut für Verbundwerkstoffe, hier in Kaiserslautern. Seit 1995 lehrt er mit Freude an der Hochschule. Über zwanzig Jahre davon hat er sich für das International Office engagiert, die letzten vier Jahre als Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationalisierung. Gerade in dieser Zeit hat er viele neue Ideen für seine Lehre bekommen, die er in den kommenden Jahren praktisch umsetzen möchte. Sein LinkedIn-Profil hat er im März 2021 auf „experimental teaching/learning“ gesetzt.