openIntelliCare

Das Projekt openIntelliCare führt unterschiedliche Ansätze aus dem Bereich Hausnotrufsysteme, sensorgestütztes Patientenmonitoring, Expertensysteme und Notrufzentralenmanagement zu einem innovativen und effizienten Versorgungssystem zusammen. Mit dem System wird es möglich sein den Gesundheitszustand der Patienten aktiv zu beurteilen, um so die Versorgungsqualität zu steigern sowie die Kosten in den Bereichen häuslicher medizinischer Unterstützung und Vorsorge zu reduzieren.
openIntelliCare trennt technische Dienstleistung und organisatorisches Notfallmanagement. Somit wird die Notruffunktion auf Basis von Vitaldatenmonitoring auch für kleine Pflegeerbringer finanziell machbar und als zugekaufte Dienstleistung planbar. Den medizinischen und technischen Support übernimmt ein Dienstleister.

Die Funktionalität von openIntelliCare setzt bei Schwachpunkten bisheriger Systeme an, die üblicher Weise rein reaktiv arbeiten. Also die Pflegekraft über eine Notfall-/Bedarfssituation erst bei ihrem Eintritt benachrichtigen. openIntelliCare arbeitet proaktiv und damit Patienten orientierter und letztendlich auch kosteneffektiver. Die Hilfe kann so bereits vor dem Eintreten der akuten Notfallsituation organisiert werden. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass eine hohe Zahl betreuter Patienten eine Einordnung von Notfallsituationen in Prioritäten erforderlich machen wird, hierzu ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage erforderlich, die durch openIntelliCare geliefert werden muss. Neben der Anwendung im Rehabilitations- oder Pflegesektor wird openIntellCare bei Patienten mit zivilisationsbedingten Leiden, wie Herzkreislauferkrankungen oder Gewichtsproblemen sowie bei Erkrankungen wie Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen, die heute nur in hoher Eigenverantwortung von Patienten behandelbar sind, seinen Einsatz finden.

Die bisherigen pflegerisch / technischen Hilfe-Lösungen sind meist einfache medizinisch-pflegerische Standardfälle festgelegt. Mit openIntelliCare hingegen fokussiert auf eine individuelle Ausstattung der Patienten mit Hilfe einer Ausstattungssoftware, um so die optimale Lösung zu finden. Die Ausstattung kann dann durch einen Dienstleister betriebsfähig an den Patienten ausgeliefert werden.
Ambient Assisted Living Systeme, zu denen die medizinisch / pflegerischen Unterstützungssysteme zählen, verwenden oft firmeneigener Protokolle zur Sicherung des Geschäftsmodells. Langfristig behindert dies den breiten Erfolg der Technologie und damit letztendlich ihren kommerziellen Erfolg im Großen wie sich am Beispiel der Geschichte des Internet und WWW zeigen lässt. Offene Schnittstellen stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor einer Technologie dar. openIntelliCare soll als offene Plattformtechnologie allen interessierten Dienstanbietern zur Verfügung stehen.

Die Entwicklung von openIntelliCare betreibt die Hochschule Kaiserslautern zusammen mit den folgenden Projektpartnern:


openIntelliCare wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Umfang von 291.931,20 Euro im Zeitraum von 2013 bis 2016 gefördert.

Short Project Description:

An innovative open, intelligent assistance system which continously examines the vital functions of patients and reports them to healthcare professionals...

Flyer (English)

Bild von Prof. Dr.-Ing. Uwe Tronnier
Fachbereichsrat IMST, Projekt Sturzsensor
Prof. Dr.-Ing. Uwe Tronnier
Bild von Prof. Dr. Gerhard Schmidt
Studiengangsleitung Medizininformatik, Fachbereichsrat IMST, Fachkommission Bachelor MBW, Projekt Sturzsensor, Projekt openIntelliCare, Prüfungsausschuss Bachelor MBW
Prof. Dr. Gerhard Schmidt
Bild von Maximilian Mock, B.Sc.
Projektmitarbeiter, Projekt Offene Digitalisierungsallianz für die Pfalz, IB Gesundheit, AG Vitaldatenmonitoring und interaktive Adhärenzführung, Mitarbeiter
Maximilian Mock, B.Sc.