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Business Driven Architecture

Als vielversprechende Konzepte für die schnelle, effiziente und kostengünstige Entwicklung qualitativ hochwertiger, flexibel anpassbarer betriebswirtschaftlicher Anwendungssysteme werden derzeit sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis insbesondere folgende Ansätze diskutiert:

  • Service-orientierte Architekturen (SOA)
  • Business Process Management Systeme (BPMS)
  • Model Driven Architecture (MDA)

In allen drei Gebieten liegen substanzielle Entwicklungen vor; die zugrundeliegenden Technologien werden bereits erfolgreich in der Praxis eingesetzt. Vielfach handelt es sich bei dem praktischen Einsatz jedoch um Pilotprojekte, die insbesondere von großen Firmen durchgeführt werden, um diese Technologien zu erproben und Vorgehensweisen für den erfolgreichen Einsatz in großen, unternehmenskritischen Systemen zu erarbeiten.

Grundlegende, für einen breiten Einsatz in der Praxis noch nicht ausreichend geklärte Fragen sind hierbei:

Wie lassen sich die drei genannten Ansätze zu einem Gesamtkonzept verbinden, so dass sich aus einer einheitlichen Beschreibung der zu unterstützenden Abläufe und der benötigten Funktionalitäten sowohl die benötigten Services selbst, ihr Zusammenspiel im Rahmen einer SOA, als auch die Kontrollflussdefinition für die darüber liegende Ablaufsteuerung in einem BPMS mit Hilfe des MDA-Ansatzes generieren lassen?

Wie lässt sich die Durchgängigkeit von aus fachlicher Sicht erstellten Geschäfts­prozess­modellen bis hin zur fertigen Software sicherstellen, um einerseits sicherzustellen, dass die fachlichen Anforderungen richtig umgesetzt und damit die mit der Softwareentwicklung verbundenen betriebswirtschaftlichen Ziele erreicht werden, und damit sich andererseits notwendige Änderungen der Geschäftsprozesse direkt in die Software umgesetzt werden?

Vor dem genannten Hintergrund verfolgt das Projekt „Business Driven Architecture“ das Ziel, eine durchgängige Beispielimplementierung eines integrierten SOA/BPM/MDA-Szenarios zur Unterstützung eines Geschäftsprozesses zu erstellen und anhand dieser relevante Fragestellungen der angewandten Forschung zu untersuchen.

Projektpartner: IDS Scheer AG, Saarbrücken