Die Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe Molekulare Neurophysiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Brigadski beschäftigt sich mit der molekularen und zellulären Funktion neurotropher Signalwege. Forschungsziele der AG sind dabei das Verständnis der molekularen und zellulären Wirkungsweise neurotropher Signalwege während pathophysiologischen sowie plastizitätsfördernden Vorgängen sowie der Entwicklung von Biosensoren zur quantitativen Protein/Neurotrophin-Analytik. Dabei stehen Untersuchungen zur zellulären Verarbeitung von Neurotrophinen, dem intrazellulären Transport sowie der aktivitätsabhängigen Ausschüttung dieser neurotrophen Faktoren im Vordergrund. Mögliche Störungen der zellulären Wirkungsweise bei neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen werden dabei analysiert.

Darüber hinaus beschäftigt sich die AG mit der physiologischen Funktion des Neurotrophins Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) während der Neurogenese und während synaptischer Plastizitätsprozesse sowie mit der Funktion einzelner Zellen im neuronalen Netzwerk. Molekularbiologische, zellbiologische sowie fluoreszenzmikroskopische Techniken zur Untersuchung von dynamischen Proteintransportvorgängen bzw. statischen Expressions- und Lokalisationsmuster von Proteinen und elektrophysiologische Techniken zur Untersuchung elektrischer Eigenschaften von Neuronen kommen dabei zum Einsatz. Parallel dazu erfolgt die Entwicklung neuartiger biologischer Sensoren zur quantitativen Neurotrophin-Analytik. Dabei soll durch gleichzeitige Bestimmung der Neurotrophinkonzentrationen sowie deren Prozessierungsgrad sowie Protein-Protein-Interaktionen der durch Neurotrophine aktivierten Signalmoleküle mittels multiparametrischer Gewinnung biosensorischer Daten ein Zugang zu modernen Diagnosestrategien ermöglicht werden.

Neben dieser molekular- und zellbiologischen Ausrichtung liegen weitere Forschungsschwerpunkte der AG in angewandten medizinischen Fragestellungen wie z.B. dem Gehalt von zirkulierendem BDNF bei Patienten mit neurodegenerativen oder psychischen Erkrankungen.

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Prof. Dr. Tanja Brigadski