Leder-, Schuh- und Textiltechnik

Zur Entwicklung innovativer Produkte und Prozesse in den Bereichen Leder- und Schuhverarbeitung sowie in der Textiltechnik benötigt die Industrie Ingenieurinnen und Ingenieure mit einem breit gefächerten Wissen und fächerübergreifenden Kompetenzen. Das ist am Beispiel von Sport- und Freizeitschuhen deutlich zu erkennen. Die Funktionalität und die Designs der Produkte werden durch technische Funktionstextilien bestimmt und ständig weiterentwickelt.  

Um dieser und anderen Entwicklungen im Bereich der Schuh- und Bekleidungsindustrie Rechnung zu tragen und die angehenden Schuh- und Textilingenieure auf neue Anforderungen in ihrem künftigen Berufsfeld vorzubereiten, erhalten die Studierenden in diesem Studiengang neben umfassenden ingenieur- und naturwissenschaftlichen Grundlagen, fundierte Fachkenntnisse im Bereich Textil, Leder und Schuhverarbeitung, die durch eine starke, praxisorientierte Lehre ergänzt werden. 

In beiden Studienrichtungen gewinnen die Studierenden fundierte Kenntnisse entlang der Wertschöpfungskette der Textil- und Schuh-/Lederindustrie: über Rohstoffe, Materialprüfung, Verarbeitungstechnologien sowie Design und Produktentwicklung bis hin zu Produktion und Qualitätssicherung. Dies qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen für Tätigkeiten in den verschiedensten Abteilungen eines Unternehmens wie der Produktion, der Produktentwicklung, dem Qualitätsmanagement sowie der Forschung und Entwicklung.

Den Absolventinnen und Absolventen bieten sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten nicht nur in Textil- oder Schuhunternehmen, sondern auch in Branchen wie der Chemie-, Luftfahrt- oder Automobilindustrie.

Das Studium

Im ersten gemeinsamen Studienjahr erwerben die Studierenden beider Studienrichtungen hauptsächlich Kenntnisse in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern aber auch in fachspezifischen Themen wie Textile Rohstoffe, Lederwerkstoffe oder die Grundlagen der Textil- und Lederverarbeitung.

Das zweite und dritte Studienjahr ist jeweils stärker auf die Studienrichtungen ausgerichtet. Die Wahl der Studienrichtung soll spätestens zum Ende des 1. Studienjahres erfolgt sein. Ein vielfältiges Angebot an praxisorientierten Wahlfächern gestattet es den Studierenden ihr Qualifikationsprofil eigenständig mitzugestalten.

Die in der Vorlesung gewonnenen Fachkenntnisse werden in den gut ausgestatteten Laboratorien in die Praxis umgesetzt, so dass die Studierenden berufspraktische Tätigkeiten erlernen.

Durch die praxisorientierten Projektarbeiten lernen die Studierenden innovative Aufgabenstellungen selbständig zu lösen und werden mit der Erstellung von wissenschaftlichen Berichten vertraut.

Nach der Praxisphase im Industrieunternehmen besteht die Möglichkeit in regionalen wie auch in weltweit führenden Unternehmen die Abschlussarbeit zu schreiben. Als Berufsbezeichnung dürfen unsere Studierende sich Ingenieur oder Ingenieurin nennen und den akademischen Titel „Bachelor of Engineering“ führen. Zudem bieten unsere Masterstudiengänge, wie z. B. Product Refinementdie Möglichkeit zur Weiterqualifikation bis hin zur Promotionsberechtigung.