Technische Logistik | Schwerpunkt Intralogistik

In unserer heutigen arbeitsteiligen Wirtschaft gewinnen logistische Funktionen zunehmend an Bedeutung. Der zeit- und mengengerechte Transport von Gütern hat natürlich schon in den Anfängen der Industrialisierung und sogar davor durchgeführt werden müssen. Im Laufe der Zeit haben sich die damit verbundenen Aufgabenstellungen zu einem eigenen Wirtschaftsbereich entwickelt.

Die Logistik-Wirtschaft sucht nach Aussagen der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in der Bundesrepublik jährlich ungefähr 12.000 akademisch ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Hiervon verlassen nur etwa 3.000 pro Jahr die Hochschulen. Es besteht also ein erhebliches Defizit an qualifiziert ausgebildeten jungen Leuten.

Ungefähr 32% der logistischen Aktivitäten in Industrie und Handel werden heute von Dienstleistern erbracht. Produktionsunternehmen konzentrieren sich zum Beispiel auf ihre Kernkompetenzen und beauftragen die logistischen Funktionen bei Spezialisten.
Unabhängig davon, wer letztlich eine Logistikaktivität ausführt, –in jedem Fall findet diese Aktivität entweder innerhalb eines Unternehmens statt oder als Verbindung zweier oder mehrerer Unternehmen.

Dem entsprechend ist auch der Bachelor-Studiengang an der Hochschule Kaiserslautern in entsprechenden Vertiefungsrichtungen organisiert.
Sofern logistische Aufgaben innerhalb eines Unternehmens zu lösen sind, spricht man von Intralogistik.
Hierzu gehören alle planenden, ausführenden und überwachenden Aufgaben, die für den Betrieb von logistischen Strukturen innerhalb von Unternehmens-grenzen notwendig sind.
Die hierfür verantwortlichen Personen müssen zunächst die technischen Mittel kennen und verstehen, die zum Beispiel in den Bereichen Lagertechnik, Fördertechnik und Automatisierungstechnik eingesetzt werden können. Darüber hinaus müssen sie die Fähigkeit haben, Prozesse zu überblicken und zu gestalten sowie insgesamt in komplexen Zusammenhängen zu denken und zu handeln. Nicht zuletzt müssen aber auch die betriebswirtschaftlichen Grundlagen vorhanden sein, um zum Beispiel Nutzen und Aufwand alternativer Lösungen vergleichen zu können.
Das bedeutet insgesamt, dass das Intralogistik-Berufsbild vor allem durch ein großes Spektrum umfassender Kenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen gekennzeichnet ist.

Ausgestattet mit diesen Kenntnissen nach Abschluss des Studiums können Absolventinnen und Absolventen als Verantwortliche für Logistikfunktionen sowohl in Produktionsunternehmen als auch im Handel oder bei Dienstleistern eingesetzt werden. Ebenso ist zum Beispiel eine Beschäftigung bei Lieferanten förder- und lagertechnischer Anlagen oder bei entsprechenden Planungsunternehmen möglich.
Eine logistische Grundausbildung, wie sie im Bachelor-Studiengang Technische Logistik angeboten wird, muss die Studierenden daher vor allem mit einem soliden Basiswissen logistischer Prinzipien versorgen und sie damit in die Lage versetzen, sich entlang ihres späteren Berufsweges immer wieder den wechselnden Anforderungen anzupassen.

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Studienschwerpunkt
Prof. Dr.-Ing. Jörg Schlüter