Im Gegensatz zu anderen Regionen besteht in der Westpfalz tatsächlich die Möglichkeit, sich als Wissenschaftsregion mit einer eigenen Identität zu profilieren.

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Wissen Messen. Regionen Gestalten. Science Scorecard.

Gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft haben zahlreiche Akteure aus 13 Städten und Regionen in ganz Deutschland analysiert, wie sich die Wissenschaftsregion vor Ort entwickelt. Nach einer Projektlaufzeit von 18 Monaten konnten im Frühjahr 2016 die Ergebnisse präsentiert werden.

Aufbauend auf dem Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft“ wurde durch den Stifterverband die Idee vorangetrieben zu untersuchen, wie sich wissensbasierte Stadt- und Regionalentwicklung, also die gezielte Gestaltung von Rahmenbedingungen für Innovationen in Wirtschaft und Wissenschaft, in einer Region oder Stadt entwickeln.

Die Motivation sich innerhalb der Region Kaiserslautern/Westpfalz federführend in dem Projekt zu engagieren, verdeutlicht das Verständnis der Hochschule Kaiserslautern als Hochschule der Region, für deren Entwicklung sie mit ihrer polyzentrischen Struktur ein gut vernetzter Partner ist.

Das Ergebnis ist die Science Scorecard (angelehnt an das Konzept einer Balanced Scorecard) für Kaiserslautern und die Region Westpfalz, welche die Entwicklungen vor Ort darstellt und mit denen anderer Regionen vergleichbar macht.

Ansprechpersonen

Leitung Referat Wirtschaft und Transfer
Anja Weber, Dipl.-Ing.
Referat Wirtschaft und Transfer
Sascha Adam

Stärken und Potentiale

Unter anderem wurden vom Stifterverband aus jeder teilnehmenden Stadt bzw. Region drei "Instrumente" benannt, welche als "good practice" wissensbasierter Regionalentwicklung gesehen werden können. In unserer Region sind dies:

Als künftige Handlungsfelder für die Region Kaiserslauten/Westpfalz werden eine stärkere Bindung von Absolventinnen und Absolventen an die regionale Wirtschaft, sowie eine bessere Kommunikation und Vermarktung des Wissenschaftsstandorts Westpfalz nach innen und außen genannt. Bislang seien die vorhandenen Kompetenzen noch zu wenig bekannt, ebenso die beim Anwerben hoch qualifizierter Fachkräfte nicht unwichtigen weichen Standortfaktoren wie zum Beispiel die Freizeitqualität.

In der Studie heißt es weiter: „Eine Herausforderung der Region ist, die urbanen und die ländlichen Räume gleichermaßen in ein Konzept der Wissenschaftsregion einzubeziehen“. Ferner kommt der Stifterverband zur Einschätzung, dass die Westpfalz „eine stärkere Binnenanziehung als andere Regionen“ habe.

Um diesen Vorteil weiter auszubauen, haben die beteiligten Akteure verabredet, die Arbeit zum Thema Wissenschaftsregion zu intensivieren und weitere Partner einzubinden.