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Die durch die Digitalisierung und Vernetzung von industriellen Produkten bedingte Entwicklung hin zu smarten, datengetriebenen Produkt-Service Systemen geht mit grundlegend neuen Anforderungen an Prozesse und Methoden der Produktentstehung einher. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Produkte sinnvoll in digitale Ökosysteme einzubinden und hierdurch Mehrwerte für Anbieter und Nutzer der Produkte zu schaffen. Was gilt es dabei zu beachten? Und wie können „smarte Produkt-Service Systeme“ (PSS) hierfür entsprechend genutzt werden? Welche disruptiven Veränderungen kommen auf das Engineering zu? Wie können Produkte erfolgreich in neuen Geschäftsmodellen angeboten werden? Entscheidend bei diesen Fragestellungen ist es auch, stets den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, also smarte Produkte und interaktive Systeme zu entwickeln, die sich an menschlichen Bedürfnissen orientieren.

Das Zukunftssymposium „Engineering smarter Produkt-Service Systeme“ macht aktuelle Forschungsansätze und -ergebnisse in diesem Bereich zugänglich und erlebbar. Beginnend mit dem virtuellen Launch-Event am 15. Juni 2021 sowie einem Keynote Beitrag der Siemens Industry Software GmbH am 17. Juni 2021 folgen vier Themenwochen mit hochkarätig besetzten Sessions zu den Themenclustern „IoT im Produktlebenszyklus“, „Data Analytics“, „Blockchain“ sowie „UX Engineering“. Die Vorträge bieten die Möglichkeit, sich umfassend innerhalb der Themen entlang des Engineering 4.0 Lifecycles zu informieren und mit den am Zukunftssymposium beteiligten Wissenschaftler:innen in Dialog zu treten.

Dazu Prof. Dr.-Ing. Jens C. Göbel, TU Kaiserslautern und Co-Sprecher des Innovationsbereichs Produkte in der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz:

„Wir beobachten in der Industrie, dass die rasant zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der Produkte unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Randbedingungen immer mehr zur zentralen Herausforderung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfung wird. Unser Ziel ist es, hierfür methodische und informationstechnische Ansätze wie das Smart Systems Engineering sowie Ansätze aus dem Lifecycle Management für eine durchgängige und konsistente Modellierung smarter Produkte zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen. Dies umfasst sehr frühe, interdisziplinäre Anforderungs- und Designphasen, die einzelnen Ingenieurdisziplinen innerhalb des Produktentstehungsprozesses sowie immer stärker die Phase der Nutzung und Rekonfiguration von Produkten.“

Prof. Dr. Dieter Wallach, Hochschule Kaiserslautern und ebenfalls Co-Sprecher des Innovationsbereichs Produkte, ergänzt:

„Bei der Gestaltung zielorientierter Lösungen zur Adressierung menschlicher Bedürfnisse besteht unsere Herausforderung in der sorgsamen Balance technischer Möglichkeiten und wirtschaftlicher Rahmenbedingung. Als Voraussetzung erfolgreicher Digitalisierung müssen wir im UX Engineering zunächst die zu unterstützenden Prozesse in den jeweiligen Anwendungskontexten umfassend verstehen. Erst wenn die Bedürfnisse von Nutzenden identifiziert und nachvollzogen sind, können wir auf dieser Grundlage nachhaltige, menschgerechte Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die es ermöglichen, das volle Potential digitaler Möglichkeiten zu entfalten.“

Detaillierte Informationen zu Programm und Anmeldung sind einsehbar unter: https://www.offenedigitalisierungsallianzpfalz.de/zukunftssymposium

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