11.07.2017 Pressemitteilung

Internationale Tagung für innovative Existenzgründer und Mittelständische Unternehmen – Zweibrücken stark vertreten!

Die Jahrestagung des International Council for Small Business (ICSB) in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires fand unter dem Motto „Towards a New World Mobilized by Entrepreneurship & Innovative Small & Medium-Sized Enterprises“ mit über 400 Experten aus aller Welt statt. Stark vertreten war dabei der Zweibrücker Fachbereich Betriebswirtschaft: Neben 20 MBA Studierenden nahmen Prof. Dr. Bettina Reuter, Prof. Dr. Marc Piazolo, Prof. Dr. Walter Ruda und Dipl.-Wirtschaftsing. Patrick Schackmann an der Tagung teil. „Für die starke Präsenz von Vertreterinnen und Vertretern unserer Hochschule bei der Tagung ist natürlich die enge persönliche Zusammenarbeit mit dem Organisator der Welttagung, Ruben Ascua, mehr als förderlich. Professor Ascua lehrt schon seit vielen Jahren in unseren internationalen Masterprogrammen in Zweibrücken“, erläutert Walter Ruda.

Inwieweit können mittelständische Unternehmen und innovative Existenzgründungen gefördert werden? Welche Erfolgsfaktoren zeichnen Länder aus, die eine blühende Gründerkultur aufweisen? Dies waren beispielsweise zentrale Fragestellungen bei der Veranstaltung und vielfach wurde dabei – so vom US-Ökonomen David Audretsch – das Mittelstandsmodell Deutschlands dem Silicon Valley Modell gegenüber gestellt. „Wie positiv dabei die deutschen Hidden Champions, wie Festo, Stihl oder Mahle, und deren innovative Exportkraft im internationalen Umfeld wahrgenommen werden, hat uns doch positiv überrascht“, kommentiert Marc Piazolo einen Aspekt bei dieser Diskussion.

Im wissenschaftlichen Teil der Konferenz wurden dem internationalen Fachpublikum gleich drei Projekte aus Zweibrücken präsentiert. Zwei Masterarbeiten des gemeinsamen Studienprogramms mit der Universidad Nacional del Litoral in Santa Fe, Argentinien, stellten praktische Fragestellungen in den Vordergrund: die Steigerung der Energieeffizienz durch „P-Projects“ wurde zudem mit einem EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und Europäischen Sozialfonds gefördert. Das StartUp-Unternehmen ist eine erfolgreiche Ausgründung an der Hochschule Kaiserslautern.

Die Ergebnisse einer verhaltensökonomischen Studie, in der Masterstudierende des Strategischen Personalmanagements die Diskriminierung von Frauen und Minderheiten im Rahmen des Bewerbungsprozesses auf eine Trainee-Stelle experimentell nachgingen, stellte Professor Piazolo vor. „Es zeigte sich, dass anonymisierte Bewerbungsverfahren die Diskriminierung an der Schwelle zum Vorstellungsgespräch effektiv verhindern können“, so der Ökonom. Auch zeigten sich die internationalen Tagungsteilnehmer durchaus davon überrascht, dass im deutschsprachigen Raum ein Foto der Bewerberin oder des Bewerbers immer noch quasi Standard ist. Dies böte doch die einfachste Möglichkeit, eigenen Vorurteilen Tür und Tor zu öffnen. In Kanada oder den skandinavischen Ländern sei man in dieser Hinsicht schon weiter, erläutert Piazolo in diesem Zusammenhang einen weiteren interessanten Aspekt.

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Standort: Zweibrücken
Bereich: Hochschule