24.07.2017 Pressemitteilung

in4medics-days 2017 - Was machen Medizininformatiker?

Bereits im vierten Jahr hintereinander führte kürzlich der Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik der Hochschule (HS) Kaiserslautern die Veranstaltung „in4medics-day“ durch. Dieses Mal konnten im Rahmen der Projektwoche des Zweibrücker Helmholtz Gymnasiums an drei Tagen im Juni zwölf Schülerinnen und Schüler am Campus auf dem Kreuzberg begrüßt werden.

Inhaltlich standen die verschiedenen Berufsbilder aber auch die Studien- und Arbeitsinhalte sowie die Karrieremöglichkeiten des Bereiches „Medizininformatik“ im Mittelpunkt der Veranstaltung. Drei Professoren der Hochschule stellten verschiedene Aspekte der Medizininformatik in interaktiver Form vor: Mit dem Programmieren – speziell dem Programmieren von Microcontrollern – vermittelte Prof. Dr. Gerhard Schmidt zum Auftakt einen Grundbaustein der Informatik. Dabei stand die praktische Übung im Vordergrund, d.h. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten sich die Lernziele dieses Veranstaltungsteils hauptsächlich selbständig mittels einfacher Programmierübungen. Der zweite Tag drehte sich rund um das Thema „Biosignale“: Prof. Dr. Norbert Rösch erläuterte ausführlich, was man unter Biosignalen versteht und wie diese erfasst, gespeichert und verarbeitet werden. Natürlich konnten die Teilnehmer ihre eigenen Biosignale, wie beispielsweise Puls und Blutdruck, eigenständig erfassen, vergleichen und dabei die erlernten Methoden anwenden. Der letzte Veranstaltungstag war unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Tronnier der medizinischen Bildverarbeitung und -analyse vorbehalten. Daneben konnten die Schülerinnen und Schüler in diesem Zusammenhang die zur Verfügung stehenden 3D-Drucker näher erkunden und nutzen.

Zusammengefasst boten die drei Veranstaltungstage einen guten Einblick in die Inhalte und Karrieremöglichkeiten der Medizininformatik. Welche Rolle Telemedizin, Mikroprozessoren und radiologische Bildverarbeitung im Gesundheitswesen spielen und wie moderne Techniken wie Fitness-Tracker und 3D-Druck von Implantaten funktionieren, wurde mit praktischen Anwendungen in den Labors am Campus Zweibrücken vermittelt. „Die Teilnehmer erhielten einen ersten Eindruck von Anwendungen im Bereich eHealth und medizinischen Apps. Dabei stand auch dieses Jahr das eigenständige Ausprobieren im Mittelpunkt der Veranstaltung“, erläutert Prof. Dr. Norbert Rösch den Workshop-basierten Aufbau der Veranstaltung.

Die kostenfreie Informationsveranstaltung in4medics-day kann zeitlich, d.h. im Hinblick auf Termin und Dauer, beliebig angepasst werden. Sie richtet sich sowohl an Kurse und Klassen der höheren Jahrgangsstufen, als auch an interessierte Einzelpersonen mit einem generellen Interesse an biologisch-medizinischen und/oder naturwissenschaftlich-technischen Themen. Ziel ist es, Schülern vor der Berufswahl den oft nicht oder nur wenig bekannten interdisziplinären Studiengang Medizininformatik vorzustellen und die unterschiedlichen Voraussetzungen und die diversen Karrieremöglichkeiten dieser Studienrichtung zu erläutern.

„Natürlich sind wir für neue Anfragen zu anderen Terminen offen, denn mit diesem Zusatz-Angebot möchten wir möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme an der Veranstaltung ermöglichen“, erläutert Prof. Dr. Uwe Tronnier das Engagement und freut sich über die steigende Resonanz in der Region. Interessierte Schulen und Personen können sich gerne an die Organisatoren Prof. Dr. Norbert Rösch (norbert.roesch@hs-kl.de) oder Prof. Dr. Uwe Tronnier (uwe.tronnier@hs-kl.de) wenden.

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Standort: Zweibrücken
Bereich: Hochschule