22.08.2017 Pressemitteilung

MBA-Fernstudierende bei ICSB-Academy in Buenos Aires

Fast 20 Teilnehmer der MBA-Fernstudiengänge Marketing-Management und Vertriebsingenieur/in des Fachbereichs Betriebswirtschaft der Hochschule Kaiserslautern nahmen am diesjährigen Out of Campus-Event teil, der wieder im Rahmen einer internationalen Konferenz stattfand. Während für die MBA-Studierenden im vergangenen Jahr New York und das Stevens Insitute of Technology in New Jersey auf dem Programm stand, war in diesem Jahr Buenos Aires das Besuchsziel.

Die Teilnahme an einer internationalen Konferenz hat sich längst als fester Bestandteil dieses erfolgreichen MBA-Fernstudienganges etabliert mit bisherigen Teilnahmen an internationalen Konferenzen in Budapest, Dublin, Dubai und New York. Unter der fachlichen Leitung der Professoren Dr. Bettina Reuter und Dr. Walter Ruda sowie mit Unterstützung durch Patrick Schackmann, Geschäftsführer von ed-Media, besuchten die berufsbegleitend MBA-Studierenden (Master of Business Administration) aus den beiden Präsenzorten Zweibrücken und Augsburg die Metropole am Rio de la Plata. Buenos Aires liegt an der trichterförmigen Mündung der Flüsse Rio Paraná und Rio Uruguay in den Atlantischen Ozean. Die zumeist sehr hohe Luftfeuchtigkeit im dortigen Wintermonat war schon gewöhnungsbedürftig.

Das mehrtägige Besuchsprogramm beinhaltete die unterschiedlichsten Bausteine und wurde wieder hervorragend durch Bianca Welsch und Martina Fremgen von ed-Media in Zusammenarbeit mit der George Washington University, Washington D.C. und der Universidad Nacional de Rafaela (UNRA) vorbereitet. Die ICSB-Academy führt Entrepreneurship-Programme im Rahmen der jeweiligen ICSB-Welt-Konferenz für Post Graduate-Studierende durch.

Die Academy wurde in diesem Jahr federführend von Prof. Dr. Cesar Bandera, Martin Tuchman School of Management, New Jersey Institute of Technology und Prof. Dr. Ayman El Tarabishy, George Washington University organisiert. Von argentinischer Seite war insbesondere María Fernanda Andrés von der Partnerunivesrsität Universidad Nacional del Litoral (UNL), Santa Fe beteiligt. Prof. Dr. Rubén Ascúa. Präsident der UNRaf, Past-ICSB-Präsident und langjähriger Dozent im Master-Programm am Campus Zweibrücken, war hauptverantwortlich mit der Organisation der ICSB-Academy und der anschließenden ICSB-Welt-Konferenz betraut.

In diesem Jahr nahmen rund 100 Studierende aus 12 Ländern an der Academy teil. Die Mehrzahl der Studierenden kam hierbei aus Argentinien, Deutschland, Kanada und den USA. Es waren aber auch Studierende aus China, Korea, Brasilien, Italien, Finnland und selbst Afghanistan an dieser mehrtägigen Veranstaltung vertreten. Die Academy wurde in einem Veranstaltungsgebäude in der Nähe des Teatro Colón, einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt, durchgeführt. Buenos Aires hat eine große Theater- und Musical-Szene. Das Gros der Theater befindet sich dabei an der Avenida Corrientes, dem „Broadway von Buenos Aires“.

Die Academy-Tage waren bestückt mit Vorträgen und Fallstudien zur Unternehmensgründung. Die Studierenden entwickelten in international gemischten Gruppen Geschäftsideen und erstellten Businesspläne. Die besten Geschäftsideen wurden in der ICSB-Konferenz vorgestellt. In verschiedenen Präsentationen wurde den Studierenden das notwendige Rüstzeug zur Ideengenerierung, Marketing, Finanzierung und zum Aufbau eines Geschäftsmodells an die Hand gegeben. Das ICSB-Academy-Dozententeam setzte sich aus renommierten Professoren/-innen aus den USA, Kanada, Italien und Deutschland zusammen.

Eine Betriebsbesichtigung erfolgte beim Metropolitain Design Center, Buenos Aires. Hier wurden Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie die „Start Up-Landschaft“ durch Vertreter der Stadt Buenos Aires vorgestellt. Neben Beratung und diversen Förderungen stellt das Metropolitain Design Center den Start Ups Räumlichkeiten mit der entsprechenden Infrastruktur zu vergünstigten Bedingungen in der kritischen Gründungsphase zur Verfügung. Danach berichtete Prof. Dr. Walter Ruda in seinem Vortrag „Sucessfull Entrepreneurship: Silicon Valley“ über die Erfahrungen seines Besuches in dem Tal der Unternehmensgründungen und des Venture Capitals.

Wie in vielen südamerikanischen Ländern weicht der Tagesrhythmus in Argentinien stark von dem gewohnten Lebensrhythmus westeuropäischer Länder ab. Abends wird länger gearbeitet, wodurch auch erst ab 21 Uhr zu Abend gegessen wird. Natürlich haben sich auch die Besucher aus Deutschland zur späten Stunde zum gemeinsamen Asado, einer ausgiebigen Grillmahlzeit getroffen. Eine große Auswahl von Fleisch und Würsten wird hierbei, zumeist mit Rotwein aus Mendoza angeboten. In dem gemeinsamen Abendessen, das von MHA Zentgraf Flow Control Technology, einem international tätigen Unternehmen aus Merzig gesponsert wurde, konnte man sich gemeinsam mit dem argentinischen Organisationsteam über die interkulturellen Unterschiede austauschen. Ein Abend bei den Argentiniern endet meist ziemlich spät. Diverse Bars oder Party- und Tanzflächen betritt man in der Regel gar nicht erst vor 2 Uhr in der Nacht. Ein Unterschied zu deutschen Gepflogenheiten ist auch die Art der Begrüßung. In Argentinien begrüßt man sich grundsätzlich, egal ob man die Person gut kennt oder nicht, mit einem Kuss auf die Wange.

Der Besuch der Bombonera, des legendären Stadions des Club Atlético Boca Juniors (CABJ) war ein unvergessliches Erlebnis. Erst einige Tage vorher hatte Boca Juniors, der argentinische Rekordmeister, noch den letzten Meistertitel in der Bombonera gewonnen. Das Derby zwischen Boca und River Plate Buenos Aires wird dabei als Superclásico bezeichnet. CA San Lorenzo ist im Stadtteil Almagro beheimatet und hat eine mittlerweile weltberühmte Bekanntheit erlagt: San Lorenzo ist der Lieblingsclub von Papst Franziskus. Immerhin erreichte San Lorenzo 2014 das Finale der FIFA-Club-Weltmeisterschaft und unterlag dort gegen Real Madrid mit 0:2. Berühmt berüchtigt ist aber auch die Hooliganszene der sogenannten „Barras Bravas“ in Buenos Aires.

Buenos Aires wird nicht umsonst als „Wiege des Tangos“ bezeichnet. Natürlich durfte eine gemeinsam besuchte Tangoshow mit einer Zeitreise durch die einzelnen Tango-Epochen nicht auf dem Besuchsprogramm fehlen. In der Stadt kann man sich bei spontanen Darbietungen manchmal selbst ein Bild davon machen, mit welcher Anmut und Perfektion die Argentinier diesen Tanz beherrschen. La Boca mit seinen farbenträchtigen Häusern (Caminito), gilt als eine der Geburtstätten des Tangos. Von der Plaza de Mayo, Ausgangspunkt der ursprünglichen Besiedlung steht die Kathedrale und die Casa Rosada, Sitz des Staatspräsidenten. Vor zwei Jahr wurde Mauricio Macri, ehemaliger Boca-Präsident, zum argentinischen Präsidenten gewählt. Von der Plaza de Mayo gelangt man auch sehr schnell nach San Telmo, das idyllische Altstadt-Viertel, mit interessanten Kirchen, Bauwerken und Märkten. Die anschließende ICSB-Welt-Konferenz wurde in Puerto Madero, einem neuen und teuren Viertel, in den Räumlichkeiten der Universidad Católica (UCA), einer renommierten Universität, veranstaltet. Die UCA ist gewissermaßen die Päpstliche Katholische Universität.

Zur ICSB-Welt-Konferenz kam dann auch Prof. Dr. Marc Piazolo angereist. In verschiedenen Gesprächen wurde dann noch mit den Dekan Prof. Dr. Carlos Beltrán und weiteren Vertretern der UNL, Santa Fe über die weiteren Entwicklungen im erfolgreichen binationalen Master-Studiengangs „International Management and Finance“ des Fachbereichs Betriebswirtschaft mit der UNL diskutiert.

Insgesamt hinterließ der Besuch der ICSB-Academy in der südamerikanischen Metropole mit vielfältigen Einblicken in interkulturelle Unterschiede im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Arbeiten viele inspirierende Eindrücke für alle Beteiligten. Dies wurde auch im Feedback-Gespräch mit den Studierenden bestätigt.


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Standort: Zweibrücken
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