09.09.2019 News

„Transzendent“ Die inszenierte Abtei

Nach dem großen Erfolg der „inszenierten Abtei“ in Otterberg, bei der Studierende und Professoren der Studiengänge Virtual Design und Innenarchitektur der Hochschule Kaiserslautern gemeinsam mit der Musikschule Kaiserslautern im vergangenen Jahr die Abteikirche in Otterberg visuell und musikalisch in Szene gesetzt haben, wurde am 6. September 2019 ein neues Event umgesetzt, bei dem reale und virtuelle Welten miteinander verschmolzen.

„Was verbindet Mode und Religion?“ war dabei Thema mit dem der Innenraum bespielt wurde. Draußen wurden die Besucher*innen mit auf eine Reise in die Zukunft genommen, als die Fassade der Abtei unter dem Motto „transzendent“ zum zweiten Mal zum Leben erweckt wurde.

„Transzendent“

Erneut veranstaltete die Stadt Otterberg in Kooperation mit der Hochschule Kaiserslautern und der KulturArt Otterberg e.V., mit Unterstützung der Emmerich-Smola-Musikschule und Musikakademie der Stadt Kaiserslautern, an und in der Abteikirche Otterberg eine Abendveranstaltung der besonderen Art.

Was verbindet Mode mit Religion?
Der erhabene, sakrale Innenraum der Zisterzienserabtei in Otterberg war Ausgangspunkt für diese spannende Frage, die aus ganz unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln thematisiert wurde. Verena Potthoff, Modedesignerin und Kulturwissenschaftlerin und der Virtual Designer Thomas Beisiegel entwickeln zusammen mit Studierenden der Hochschule Kaiserslautern eine Inszenierung im protestantischen Teil des Längsschiffs, die das Phänomen Mode in seiner kulturellen Bedeutung ästhetisch erfahrbar machte. Auch aktuelle gesellschaftsrelevante Fragestellungen wie Konsum, Social Media oder die zunehmende Reizüberflutung rückten hierbei in den Fokus. In der künstlerischen Darstellung verschmolzen reale und virtuelle Mode atmosphärisch miteinander. Die komplexen und teilweise interaktiven Projektionen bezogen nahezu den gesamten Innenraum mit ein.

Aber nicht nur das Innere wurde bespielt. Im anschließenden Open-Air-Teil der Veranstaltung wurde die Fassade der Kirche zur kritischen Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen erschlossen.

Was würde man erzählen, wenn man die Zukunft schon gesehen hat?
18 Studierende der Studiengänge Innenarchitektur und Virtual Design entwickelten zur Beantwortung dieser Fragestellung eine multimediale Lichtprojektion, welche mit Hilfe der imposanten Architektur prüfend die Themen Wahrnehmung, Sicherheit und Überwachung, die Reise des Menschen und den Einfluss dessen auf die Prozesse unserer Erde hinterfragt. Das spannungsvolle Zusammenspiel zwischen realer und virtueller Fassade belebte das monumentale Gebäude auf eine einzigarte Art und Weise. Musikalisch untermalt wurde die Inszenierung live mit eigens für den Anlass arrangierten Sound des Komponisten Patrick André von der Musikakademie Kaiserslautern.

 

Kategorie

Campus: Kaiserslautern