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Neuer Mechanismus: Peptide helfen beim Schutz der Lunge vor Krankheitskeimen

In den Atemwegen gibt es winzige Flimmerhärchen, die dafür sorgen, dass Staub, Pollen und Krankheitserreger nicht in die Lunge eindringen können. Wie dieser Schutzmechanismus bei der Abwehr von Bakterien in der Luftröhre und den Bronchien wirkt und welche Rolle Peptide dabei spielen, haben Forscher gerade herausgefunden.

Wie ein Teppich liegen Millionen von Flimmerhärchen, auch Zilien genannt, auf der Schleimhaut der Atemwege. Durch eine andauernde Wellenbewegung dieser winzigen Härchen werden Schleim und an ihm haftende, unerwünschte Substanzen aus den Atemwegen befördert. weiterlesen...

Von New York nach Zweibrücken

Lynley Matthews, Austauschstudentin der Columbia University an der HSKL

Einen Teil des Studiums im Ausland absolvieren – das ist ein großer Traum für viele Studierende.

Wir wollen Euch ermutigen, diesen Schritt zu gehen und mit Hilfe unserer Professor*innen, unseres International Office und dem DAAD einen solchen wertvollen Schritt für Eure Zukunft zu gehen.

Nicht nur von unserer Hochschule gehen junge Menschen den Schritt in die Internationalität; es kommen auch aus der ganzen Welt Studierende in die Pfalz, um spezielle Angebote an unseren Studienorten zu nutzen. weiterlesen ...

Künstlicher Darm soll Tierversuche eingrenzen

Tierversuche sind oft unverzichtbar, wenn es um medizinische Forschung geht. Wenn es nun gelingen würde, funktionsfähige Organe im Labor zu züchten, könnte man Tests an Lebewesen deutlich reduzieren oder sogar komplett darauf verzichten. Diesen Ansatz verfolgt das Projekt „Tissue Engineering von Geweben in komplexen Hydrogelen mittels dreidimensionaler elektrischer und magnetischer Stimulation“ der Hochschule Kaiserslautern. Fördergelder in Höhe von einer Million Euro erhalten die Forscher dafür von der Carl-Zeiss-Stiftung.

Das Tissue Engineering (Gewebekonstruktion oder Gewebezüchtung) von voll funktionsfähigen komplexen Geweben und Organen ist eine Herausforderung der Regenerativen Medizin. Mit 3D-Drucktechniken ist es bereits möglich Strukturen zu generieren, die zumindest morphologisch denen von Organen ähneln. Heute schon können Zellen und Biomaterialien kombiniert und Schicht für Schicht gedruckt werden, um biomedizinische Teile herzustellen, welche die gleichen Eigenschaften wie natürliches Gewebe haben. Doch der Druckprozess setzt die Zellen einem enormen Stress aus, viele überleben die Prozedur nicht. weiterlesen...

Lebende Zellen besser verstehen

Tiefe Einblicke in die jeweiligen Studienobjekte verspricht ein hochmodernes Fluoreszenz-Mikroskop, das die Hochschule Kaiserslautern gerade angeschafft hat. Das 500 000 Euro teure Gerät steht am Campus Zweibrücken. Es wurde unter anderem durch Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

„Mit unserem Floureszenz-Mikroskop haben wir am Campus Zweibrücken jetzt die Möglichkeit, ein Hochdurchsatz-Screening, wie man es aus der Pharmaindustrie kennt, durchzuführen“, sagt Prof. Dr. Bernd Bufe vom Lehrstuhl Molekulare Immunologie und Immunsensorik. Das neu angeschaffte Großgerät besteht aus einem Mikroskop und einer Umweltkammer, in der man lebende Zellen untersuchen kann. So ist man in der Lage, Zellen, Organismen oder Gewebe mit verschiedenen Chemikalien stimulieren zu können. Ein Pipetier-Roboter macht die Arbeitsabläufe bei der Untersuchung wesentlich schneller. Professor Bufe wird das Gerät dazu nutzen, über die Immun-Geruch-Interaktion weiter zu forschen. weiterlesen...

International angesehen: Forschung der Hochschule Kaiserslautern

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer aus dem Forschungsschwerpunkt „Integrierte Miniaturisierte Systeme (IMS)“ nahm vom 8. bis 11. April diesen Jahres am 5. ENS Internationalen Symposium in Boston teil (ENS (Enteric Nervous System = Enterisches Nervensystem)).

Alle Teilnehmenden der Hochschule Kaiserslautern präsentierten je ein Poster ihrer Forschungsarbeit zum Darmnervensystem, welches Prof. Dr. Karl-Herbert Schäfer gerne als “Bauchhirn” bezeichnet. Er untersucht in seiner Arbeitgruppe u.a. die Möglichkeiten einer Frühdiagnose neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson über den Magen-Darm-Trakt. Hier spielt die Interaktion des Darmnervensystems mit der Gesamtheit der den Darm besiedelnden Bakterien, dem sogenannten Mikrobiom, eine zentrale Rolle. Herr Schäfer war als einziger Deutscher eingeladen einen Vortrag zu diesem Thema zu halten „Microbiome, enteric nervous system and gut motility“ (Mikrobiom, enterisches Nervensystem und Darmmotilität).

Von der Hochschule Kaiserslautern waren mit weiteren Projekten Studenten, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler vertreten: Ann-Kathrin Backes zeigte Möglichkeiten der Einfrierung von Stammzellen des Nervensystems,  Dr. Manuela Gries beschrieb Modellsystem welche neurodegenerative Erkrankungen im Darm nachahmen (Impact of neuropathological peptides on the ENS“), Maximilian Weyland zeigte die Einflüsse einzelner Bakterienfamilien auf das Darmnervensystem („Interaction of various bacterial strains with the enteric nervous system and gut motility) und  ” und Rhazul Khasanov (in Kooperation mit der Uniklinik Mannheim) stellte eine "im Reagenzglas" gezüchtete Darmwand vor  ( „Role of environmental factors in constructing of functional enteric nervous system for tissue engineering“)

Somit stammten vier von insgesamt sieben deutschen Posterbeiträgen in Boston aus der Arbeitsgruppe der Hochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken.

Die Hochschule Kaiserslautern befand sich in bester Gesellschaft. Nur zwei weitere deutsche Hochschulen, nämlich Heidelberg und Tübingen, waren in Boston überhaupt vertreten. Dies zeigt wie angesehen die Zweibrücker Forscher um Prof. Dr. Schäfer international sind.