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Kurzportraits von Absolvebnten des Maschinenbaus

Vom Steinmetz zum Entwicklungsingenieur….

In Stein gemeißelt, war mein beruflicher Werdegang nach meiner Ausbildung zum Steinmetz noch nicht. Mit Wurzeln in der natursteinverarbeitenden Branche entfachte meine Begeisterung zur Wissenschaft und Technik erst später, jedoch umso heftiger. Nach abgeschlossener Berufsausbildung und 1 ½-jähriger Anstellung als Geselle, entschloss ich mich dazu nochmals die Schulbank zu drücken um das Abitur nachzuholen. Nach bestandener Prüfung schrieb ich mich an der Hochschule Kaiserslautern zum Maschinenbaustudium ein.

Der Einstieg ins Studium war steinig und schwer, es brauchte viel Disziplin und ein gutes Selbstmanagement. Während des Studiums habe ich die Leidenschaft des Unterrichtens entdeckt und diverse Tutorien geleitet. Meine Praxisphase und Abschlussarbeit habe ich im Bereich Prüfwesen, bei einem Automobilzulieferer, absolviert. Nach meinem Bachelor Abschluss war ich 4 Jahre für die Firma verope AG als Leiter des hauseigenen Prüflabors tätig.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Heute bin ich hauptberuflich bei der KV R&D Center GmbH, der Entwicklungsgesellschaft von Kiswire Ltd. und der verope AG, angestellt. Ich befasse mich dort mit dem Thema „Spezialdrahtseile für Hebeanwendungen“ für die verschiedensten Industriezweige und Krananlagen.

Zu meinen Aufgaben gehören u.a. die Entwicklung neuer Produkte, die Verbesserung bestehender Seile, die Approximation der Lebensdauer von Spezialdrahtseilen in verschiedenen Krananlagen, die Organisation und technische Auswertung von zerstörenden und zerstörungsfreien Prüfungen an Seilen, sowie das Betreuen studentischer Arbeiten.

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Das spannendste an meinem Beruf ist die Vielfältigkeit. Kein Tag ist wie der Andere, genauso wie kein Seil wie das Andere ist. Die Komplexität eines so einfach wirkenden Produktes macht den Beruf so interessant.

Nebenberuflich arbeite ich seit August 2019 als Freiberufler und habe ein kleines Ingenieurdienstleistungsunternehmen gegründet. Dort biete ich Dienstleistungen in den Bereichen „Engineering“, „Rapid Prototyping“ und „Nachhilfe für Schüler und Studenten“ an.

Was aus Ihrem Studium hat Ihnen für Ihr späteres (Berufs-)Leben am meisten genützt?

Das absolvierte Studium an der Hochschule Kaiserslautern hilft mir, Problemstellungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und mit verschiedensten Werkzeugen zu bearbeiten. Ebenso erlernte Soft Skills, wie Selbstorganisation und -reflexion sind wichtige Werkzeuge in meinem heutigen Berufsleben.

Was hat sich seit Ihrem Studienabschluss in Ihren Augen für Studierende am Gravierendsten verändert?

Für die Studierenden am Standort Kaiserlautern haben sich vor allem die Räumlichkeiten verändert. Der Neubau, bei der Kammgarn, ist eine traumhafte Location für die Studierenden. Jedoch habe ich, als ehemaliger Student der Morlauterer Straße auch ein weinendes Auge, wenn ich den leerstehenden alten Campus betrachte. Auch der baldige verdiente Ruhestand von Frau Prof. Dr. rer. nat. Suanne Kuen-Schnäbele bedeutet Veränderung für die Studierenden. Sei es Ihr Engagement oder das jederzeit offene Ohr für Problemstellungen jeglicher Art, welches den Studierenden zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen wird. 

Was ist Ihre beste, lustigste, schönste oder wichtigste Erinnerung an Ihr Studium/die Hochschule?

Wenn ich mich an die Zeit des Studiums zurückerinnere, gibt es viele lustige und schöne Momente die ich erlebt habe. Das wichtigste in den 3 ½ Jahren Studium war es aber, neue Bekanntschaften gemacht zu haben und somit auch neue Freunde gewonnen zu haben.

Wer mutig ist, neue Wege zu gehen, die manchmal steinig sein können, wird am Ende der Reise zurückblicken und sagen können: „All das habe ich geschafft!“

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Bereits seit meiner Ausbildung zum Industriemechaniker arbeite ich bei der Uhly GmbH. Hier habe ich nach meinem Studium die technische Leitung übernommen und bin in der Konstruktion und Projektleitung tätig. Durch meine Ausbildung zum Schweißfachingenieur fällt seit Mitte 2015 auch die Schweißaufsicht in meinen Tätigkeitsbereich. Die Uhly GmbH stellt Tieflochbohr- und Fräszentren her und ist im Sondermaschinen-, Anlagen- und Stahlbau vertreten. In mein Aufgabengebiet fällt der direkte Kundenkontakt von der Problemstellung, über die Lösungsfindung, Ausarbeitung und Kalkulation, bis hin zur Entwicklung, Dimensionierung, Konstruktion und Umsetzung der Projekte. Dabei handelt es sich um Entwicklungsaufgaben im Maschinen- und Werkzeugmaschinenbau als auch um Projekte im Stahl- und Anlagenbau.

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Das Spannende an meinem Beruf sind die abwechslungsreichen Aufgaben der verschiedenen Fachbereiche und die daraus resultierenden Entwicklungsaufgaben, welche mir täglich aufs Neue gestellt werden. Hierbei kann ich meine eigenen Ideen einbringen und die Projekte vom Anfang bis zum Ende begleiten.

Was waren bisher die schönsten, spannendsten und interessantesten Projekte in Ihrem Beruf?

Noch während meines Studiums konnte ich die Entwicklung der NIKRASA-Verladeplattform zum Kranen von nicht kranbaren Sattelaufliegern begleiten, welche ich zum Transport von Megatrailern weiterentwickelt habe. Hier durfte ich Entwicklungsarbeiten in den Verladebahnhöfen in Luxemburg, Italien und Dänemark durchführen, mit dem Ziel die Sattel-Auflieger von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Weiter habe ich im Zuge der Verlagerung einer Kalander-Anlage zur Folienproduktion die Layout und Detailplanung durchgeführt. Die Entwicklung von einem Spindelprüfstand, für die von der Uhly GmbH hergestellten Maschinenspindeln, welche in den von Uhly produzierten Tieflochbohr- und Fräszentren eingesetzt werden, war das bisher spannendste Projekt für mich. Hier waren viele Facetten des Maschinenbaus von der Konstruktion, Auslegung bis hin zur Planung, Kalkulation und Umsetzung des Projekts gefordert.

Was aus Ihrem Studium hat Ihnen für Ihr späteres (Berufs-)Leben am meisten genützt?

Durch die Kombination von Arbeit und Studium habe ich bereits früh gelernt, Prioritäten zu setzen und mit herausfordernden Situationen umzugehen.

Ihr Studium ist 4 Jahre her – was hat sich seit dieser Zeit in Ihren Augen für Studierende am Gravierendsten verändert?

Der Campus ist seitdem von der Morlauterer-Straße zur Kammgarn umgezogen, wodurch die Hochschule mit neuen Lehr- und Aufenthaltsräumen eindeutig an Attraktivität und Qualität gewonnen hat.

Was ist Ihre beste, lustigste, schönste oder wichtigste Erinnerung an Ihr Studium/die Hochschule?

Als einen der wichtigsten Bestandteile meines Studiums würde ich die praxisorientierte Lehre bezeichnen, welche durch zahlreiche Labore untermauert wurde. Die beste und schönste Erinnerung an mein Studium ist die gemeinsame Zeit, welche ich mit meinen Studienkollegen erleben durfte. Sowohl die angespannten Lernphasen vor den Prüfungen oder Abgabeterminen von Projektarbeiten, als auch das Feiern im Anschluss mit den Kommilitonen haben die Zeit sehr geprägt. Als wichtigste Bezugsperson unter den Dozenten möchte ich Herr Prof. Dr.-Ing. Hielscher nennen, welcher mich von meiner ersten Projektarbeit, über die Bachelorarbeit, bis hin zur Masterarbeit betreut hat und mir hierbei wichtige Dinge für das weitere Berufs- und Privatleben mitgegeben hat.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Ich bin heute Leiter der Crashsimulationsanlage bei Adient in Kaiserslautern.

In meiner Verantwortung liegt es, dass die Versuche für die unterschiedlichen Kunden und Projekte innerhalb der vorgegebenen Termine zur vollsten Kundenzufriedenheit durchgeführt werden.

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Das spannende an meinem Beruf ist die Vielseitigkeit, die er mit sich bringt, also zum einen die Verantwortung für das Team und die Anlage zu tragen und zum anderen den Kontakt mit den internen und externen Kunden sowie Lieferanten zu pflegen

…und natürlich macht auch nicht jeder täglich Crashversuche…

Was aus Ihrem Studium hat Ihnen für Ihr späteres (Berufs-)Leben am meisten genützt?

Den größten Nutzen aus meinem Studium ziehe ich neben der breit gefächerten Basisausbildung noch immer aus der Fähigkeit, die mir vermittelt wurde Probleme strukturiert lösen zu können. 

Ihr Studium ist 13 Jahre her – was hat sich seit dieser Zeit in Ihren Augen für Studierende am Gravierendsten verändert?

Die gravierendste Änderung ist vermutlich die zunehmende Digitalisierung, Stichwort Industrie 4.0.

Was ist Ihre beste, lustigste, schönste oder wichtigste Erinnerung an Ihr Studium/die Hochschule?

Die beste oder besser ausgedrückt die schönste Erinnerung an die Hochschule ist die Familiarität, die dort herrschte und die man hoffentlich heute in der gleichen Form noch dort findet. Man konnte jederzeit zu den Professoren kommen und bekam Antwort auf alle Fragestellungen. 

Gut in Erinnerungen ist auch der Mathe-Vorkurs geblieben oder die zahlreichen Labore, die immer eine spannende Abwechslung waren.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Nach dem Studium startete ich in der Automobil-Zuliefererindustrie als Konstrukteur und Akustiker für Abgasanlagen, gefolgt von einer Tätigkeit in der Nutzfahrzeug-Sitzentwicklung.
Heute bin ich Entwicklungsingenieur für Gleitlager. Das klingt nicht unbedingt besonders spannend, ist es aber: In wenigen Bereichen der Ingenieurwissenschaften laufen so viele Themengebiete zusammen wie in der Tribologie (Dies ist die Lehre von Reibung, Verschleiß und Schmierung zweier in Wechselwirkung befindlicher Oberflächen). Nahezu gleichzeitig befasst sich der Tribologe z.B. mit Themen aus Werkstoffkunde, Chemie, technischer Mechanik, Maschinenelementen und Fertigungstechnik und nutzt dabei modernste Simulationsmethoden. Ein spannendes Berufsfeld, in dem täglich neue Herausforderungen warten!

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Die Tribologie ist dort, wohin man blickt, man muss sie nur erkennen! Das bedeutet, dass nicht nur der klassische Maschinenbau, sondern buchstäblich das ganze Leben, von der Bratpfanne bis zum Kniegelenk, eine Frage der Tribologie sein kann.

Was aus Ihrem Studium hat Ihnen für Ihr späteres (Berufs-)Leben am meisten genützt?

Das Studium des allgemeinen Maschinenbaus hat mich hervorragend auf mein späteres Betätigungsfeld vorbereitet.
Hervorzuheben ist sicher meine intensive Einarbeitung in das Thema Gleitlager und deren Abbildung in der Mehrkörpersimulationsumgebung ADAMS, die mir Prof. Leiner im Rahmen meiner Studienarbeit und nachfolgend in meiner Diplomarbeit ermöglichte. Das hilft mir bis heute!

Ihr Studium ist 15 Jahre her – was hat sich seit dieser Zeit in Ihren Augen für Studierende am Gravierendsten verändert?

Ich kenne die Unterschiede in den Lehrinhalten zwischen früher und heute leider nicht. Ich gehe jedoch davon aus, dass die Nutzung moderner Informationstechnologie noch mehr an Bedeutung gewinnt. Gleichermaßen sind die sogenannten „Soft Skills“ und sehr gute Fremdsprachenkenntnisse wichtiger denn je. Man sollte sich dadurch aber nicht entmutigen lassen, denn „ die anderen kochen auch nur mit Wasser“, wie der Volksmund sagt.

Was ist Ihre beste, lustigste, schönste oder wichtigste Erinnerung an Ihr Studium/die Hochschule?

Schöne Erinnerungen an mein Studium gibt es sehr viele. Was ich damals bisweilen als stressig empfand, relativierte sich in meinem Berufsleben. Heute denke ich sehr gerne an die gemeinsame Zeit in kleinen Lerngruppen zurück, als wir es uns bis in den Abend hinein im Raum B117 gemütlich machten um TM3 zu pauken; unterbrochen nur davon, dass wir uns ein paar Würstchen grillten…
Die Kontakte zu den ehemaligen Kommilitonen bestehen bis heute.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Seit August 2012 bin ich Hochschullehrer für die Lehrgebiete Technische Mechanik, Messtechnik und Technische Akustik im Fachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Kaiserslautern. Neben der Lehre betreibe ich im Rahmen von Kooperationsprojekten angewandte Forschung zu den Themen Schwingungsuntersuchung, -prüfung und Komfortsteigerung von Rennradrahmen sowie Schwingungsuntersuchungen an Bauteilen mittels Shaker.

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Die Förderung von jungen Menschen, den Reifeprozess zu unterstützen und zu beobachten. Zu sehen wie die Studierenden während des Studiums neben den fachlichen und methodischen, auch soziale, kulturelle und personale Kompetenzen erlangen, um Ihre eigenen privaten und beruflichen Wege gehen zu können und sich dabei auch kritisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen.

Was aus Ihrem Studium hat Ihnen für Ihr späteres (Berufs-)Leben am meisten genützt?

Tatsächlich waren es neben den fachlichen Kompetenzen eher die erworbenen Soft Skills die mir am meisten genützt haben.

Ihr Studium ist 15 Jahre her – was hat sich seit dieser Zeit in Ihren Augen für Studierende am Gravierendsten verändert?

Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung hat Einzug in die Lehre gehalten. In Vorlesungen werden heute selbstverständlich Beamer, SMART-Boards, -Screens oder interaktive Tafeln benutzt. Weiterhin gibt es vielfältige E-Learning Angebote zu Vorlesungs- oder Laborinhalten. Vereinzelt gibt es Laborversuche, die als Remote Lab, also über das Internet, durchgeführt werden können.

Es gibt mehr Wege, um ein Studium individualisiert (z.B. Voll-, Teilzeit, berufsbegleitend, viele Wahlmodule) durchzuführen, eine größere Auswahl an Studiengängen sowie die Möglichkeit nach dem Bachelor-Abschluss in einem Masterstudiengang zu studieren.
Die Hochschule ist internationaler geworden, was unter anderem an internationalen Studiengängen liegt, bei denen die Lehrsprache Englisch ist.
Eine weitere gravierende Veränderung ist der Übergang von den Diplom- zu den Bachelor- und Masterstudiengängen.

Was ist Ihre beste, lustigste, schönste oder wichtigste Erinnerung an Ihr Studium/die Hochschule?

Die persönliche Betreuung der Studierenden durch Professor*innen und Assistenten sowie der wertschätzende Umgang miteinander führte letzten Endes dazu, dass ich sehr gerne an die Hochschule, wenn auch in anderer Funktion, zurückgekehrt bin.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Heute bin ich in der Elektrotechnik im Bereich der Energietechnik als Projektingenieur im Anlagenbau uns als Leiter der Entwicklung bei Vision Electric Super Conductors GmbH in Kaiserslautern tätig und entwickle supraleitende Stromschienensysteme für hohen bis sehr hohen elektrischen Strom. 

Besonders stolz sind meine Firma und ich darauf, dass der Nobelpreisträger für Physik aus dem Jahr 1987, Dr. Johannes Georg Bednorz, der zusammen mit Herrn Dr. Müller den Nobelpreis für die Entdeckung der sogenannten "Hochtemperatursupraleitung" bekommen hat, bei verschieden Anlässen unsere Entwicklung im Bereich der 20 kA supraleitenden Stromschiene als „genial“ bezeichnet hat. Wir als Firma und ich als Person sind auf dieses Lob natürlich ganz besonders stolz. Er hat uns übrigens ausdrücklich erlaubt das Lob auch öffentlich zu zitieren.

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Als Projektingenieur im Anlagenbau stellen Sie sich Herausforderungen und übernehmen Verantwortung für Ihre Projekte. Sie sind ständig gefordert sich auf neue Situationen einzustellen und Ihr Wissen und Fähigkeiten zu erweitern. Als Entwicklungsleiter bringen Sie die erworbenen Erfahrungen aus der Projekttätigkeit und die Fähigkeit fachbereichsübergreifend zu agieren in die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren ein und steuern ein Team, mit dessen Hilfe der gesamte Entwicklungsprozess vom konzeptionellen Entwurf über Design, Simulation, Prototypenbau- und test bis zum fertigen Produkt im Einsatz beim Kunden durchlaufen werden kann. Auch noch, oder gerade, nach 30 Ingenieurjahren lebe ich den Beruf mit Leidenschaft. Dieses Wissen und die Erfahrungen gebe ich heute nebenberuflich als Honorardozent der DHBW an junge Studierende weiter.

Was aus Ihrem Studium hat Ihnen für Ihr späteres (Berufs-)Leben am meisten genützt?

Nach ziemlich genau 30 Berufsjahren als Ingenieur in verschiedenen Einsatzgebieten kann ich kaum noch sagen was mir am meisten genutzt hat! Vielleicht könnte ich sagen, dass die technische Mechanik eine besondere Rolle gespielt hat, aber sicherlich auch in der Kombination mit meinem ausgeprägten Interesse an der Elektrotechnik. Aber selbst die etwas verschütteten Wissensgebiete werden ab- und zu benötigt. Ich musste beispielsweise vor 5 Jahren mein Wissen über Thermodynamik auffrischen und brauche heute vieles davon fast täglich, obwohl ich niemals damit gerechnet hätte. Das gilt für viele Fachgebiete, die seinerzeit in Grund- und Hauptstudium enthalten waren.

Ihr Studium ist 30 Jahre her – was hat sich seit dieser Zeit in Ihren Augen für Studierende am Gravierendsten verändert?

Als junger Mensch mit frisch erworbener Studienqualifikation steht man heute einer sehr viel größeren Auswahl an Möglichkeiten gegenüber. Es gibt etliche Nischen und Spezialisierungen der einst klassischen Studienrichtungen, die eine Entscheidung durchaus schwermachen. Zudem habe aus der Erfahrung in der Lehre das Gefühl, dass die Grundlagen der klassischen Fächer aus der Schule heute nicht so gut gelegt werden als das in meiner Generation der Fall war. Andererseits sind Anforderungen dazu gekommen, die es vor 30 Jahren in der Form nicht gab, beispielsweise die Präsentationstechniken, bei denen sich die jungen Menschen selbstbewusst darstellen können.

Was ist Ihre beste, lustigste, schönste oder wichtigste Erinnerung an Ihr Studium/die Hochschule?

Bei der Wohnungssuche stieß ich seinerzeit auf einen Aushang des Studentenwerks und sprach daraufhin einige Mitstudierende aus meinem Semester an. So konnten wir in dem Haus mit insgesamt 9 Wohnungen für Studierende 7 Wohnungen bekommen. Das hat uns ermöglicht so eine Art Wohngemeinschaft zu bilden und uns gegenseitig unterstützen. Insbesondere vor Klausuren wurde in der Gruppe oft bis spät in die Nacht gelernt, sich gegenseitig ausgetauscht und beraten. Selbstverständlich wurde auch bei mancher Gelegenheit das eine oder andere Bier getrunken oder gemeinsam gekocht und gefeiert. Noch heute treffe ich mich regelmäßig mit einigen Studienkollegen von damals. Es gibt immer die eine oder andere Schrulle von Professoren, die man gerne zitiert, wenn man sich trifft. In guter Erinnerung habe ich deswegen auch die Abschlussfeier der Maschinenbauer im Sommer 1988 im B-Bau im Saal 401 oder 404, bei der alle unsere Professoren ein Geschenk übereicht bekamen, das entweder eine dieser Schrullen oder eine besondere Eigenart der Person zum Thema hatte. Die Veranstaltung war gut besucht und alle erschienenen Professoren - es waren fast alle da - nahmen ihr Geschenk mit Humor entgegen. Die Abschlussfeier war ein voller Erfolg.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Gestaltung Ludwigshafen am Rhein Lehrauftrag im Master Studiengang Logistik für „Supplier & Risk Management“ im Spezialisierungsmodul “Automotive Supply Chain Management“
Seit WS 2013 /2014  bis voraussichtlich  WS 2020/2021

Freiberufliche Tätigkeit am Institut für Produktion - und Logistiksysteme Prof. Schmidt GmbH -  www.iplnet.de 
Seit 2006 in speziellen Wertschöpfungsprozessen der Automotiv und branchenfremden Unternehmen – Banchmark u.a.m.

Freiberufliche Tätigkeit  als LCS – Logistic Consulting und Solutions
Seit Beendigung meiner Tätigkeit bei DAIMLER – Mercedes Benz – Werk Wörth 2006 als Senior Expert für Logistisches Prozess – und Riskmanagement

Ehrenamtliche Tätigkeiten bei der IHK Karlsruhe im Prüfungsausschuss.

Ehrenamtliche Tätigkeit bei der GfPM Stuttgart/ Saarbrücken – Gesellschaft für Produktionsmanagement    - Funktion: Schatzmeister

 

Was ist das Spannendste an Ihrem Beruf?

Für den Ingenieur bieten sich im Laufe des Berufslebens vielfältige Möglichkeiten für anspruchsvolle Tätigkeiten. 

Die internationale Vernetzung – Global Sourcing – der Unternehmen führt zu stetigen Herausforderungen der Beteiligten.

Die hieraus resultierenden Netzwerke zwingen zum Prozessdenken und intelligenten Lösungen für die Prozessbeteiligten.

An meinem persönlichen Entwicklungsweg hatte ich in regelmäßigen Abständen die Gelegenheit mit allen Funktionsbereichen der Unternehmen prozess– und lösungsorientiert konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Mein Berufsweg war bzw. ist sehr anspruchsvoll und letztendlich erfolgreich.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Rentner. Meine hauptsächliche Tätigkeit in meiner aktiven Zeit war Projektierung und Verkauf von lufttechnischen Anlagen sowie After-Sales-Service.

 

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Der ständige Kontakt mit Kunden und Lieferanten und die Anwendung des im Studium erworbenen Grundlagen-Wissens.

 

Was aus Ihrem Studium hat Ihnen für Ihr späteres (Berufs-)Leben am meisten genützt?

Das erworbene Wissen in den Fächern  Strömungslehre, Elektro-,  Antriebs- und Regelungstechnik.

 

Ihr Studium ist 57 Jahre her – was hat sich seit dieser Zeit in Ihren Augen für Studierende am Gravierendsten verändert?

Der Übergang vom schulähnlichen zum Hochschulbetrieb. Dadurch ging der intensive Kontakt mit den Lehrenden leider fast gänzlich verloren.

 

Was ist Ihre beste, lustigste, schönste oder wichtigste Erinnerung an Ihr Studium/die Hochschule?

Beste:              Der persönliche Kontakt zu den Lehrenden.

Lustigste:        Die ersten Versuche im damals nur teilweise eingerichteten
                        Labor (Dampfkessel).

Wichtigste:     Die Abschiedsfeier mit Zeugnisübergabe.

Was ist Ihre heutige berufliche Tätigkeit und was sind Ihre Aufgaben dabei?

Meine FRÜHERE berufliche Tätigkeit verbrachte ich im „Gehobenen Maschinen-und Elektrotechnischen Dienst“ bei der Deutschen Bundesbahn.

Meine Aufgabengebiete waren vielfältig:

Z.B: Zuständigkeit für die Unterhaltung der elektrischen Fahrleitungsanlagen und der 110 kV-Leitungen im pfälzischen Raum.

Bauwart für den Umbau von elektrischen Fahrleitungsanlagen in Kaiserslautern Hbf, Frankfurt/Main GBf, Ludwigshafen/Rhein GBf und Bf Oggersheimm.

Erster Werkingenieur im AW Kaiserslautern;

Zuständig für die Unterhaltung der Diesellokomotiven und Sonstiger Nebenfahrzeuge im Betriebswerk Kaiserslautern,

Versuchsingenieur für die erste funkferngesteuerte Rangierlokomotive der DB.

Im Finanz- und Rechtsbüro der Bundesbahndirektion Saarbrücken zuständig für Aktivierung der maschinentechnischen, elektrotechnischen und fernmeldetechnischen Anlagen.

Meine HEUTIGE berufliche Tätigkeit ist Pensionär und Hausmann.

Meine Aufgaben sind jetzt: Gartenarbeit, Reparaturen in Haus und Hof, Gehilfe im Haushalt, Planen unserer Urlaubsreisen mit dem Wohnwagen und als Freizeitbeschäftigung Helfer beim Förderverein Burg Hohenecken.

 

Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Beruf?

Das spannendste an meinem Beruf waren unter Anderem:

Die Ausbildung zum Dampflokheizer, Dampf-, Diesel- und Elektrolokführer und dann jeweils 4 Wochen selbstständiges Ausüben  dieser Tätigkeiten.

Die Tätigkeit als Unfallbereitschaftsleiter und damit Hilfe bei der Behebung von Unglücksfällen wie z.B:. Entgleisung des Schnellzuges Prag nach Paris in Bruchmühlbach oder der  Zusammenstoß zweier Züge am Heiligbergtunnel bei Hochspeyer.

Das Spannendste sind ZURZEIT unsere möglichst vielen Urlaubsreisen.