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PM 2020-06-18 Weitere erfolgreiche Promotionsarbeit an der Hochschule Kaiserslautern

Obwohl Prof. Dr. Sven Ingebrandt seit Anfang 2018 nicht mehr am Zweibrücker Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik, sondern an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen lehrt und forscht, läuft eine Reihe seiner an der Hochschule (HS) Kaiserslautern begonnener Projekte unvermindert weiter. Dazu gehört natürlich auch die abschließende Betreuung der in seiner Zeit an der HS Kaiserslautern angefangenen, kooperativen Promotionsarbeiten.

In der letzten Woche konnte mit Herrn Felix Hempel eine weiterer, von Professor Ingebrandt betreuter Doktorand seine Dissertation erfolgreich abschließen: Die Arbeit zum Thema „Organic Electrochemical Transistors Based on PEDOT:PSS for the Sensing of Cellular Signals from Confluent Cell Layers down to Single Cells“ wurde in der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes in Homburg vorgelegt und am 09. Juni gegenüber Gutachtern und Prüfern final „verteidigt“.

Mit Herrn Hempel promovierte sozusagen ein reines „Eigengewächs“ der HS Kaiserslautern, denn er absolvierte seine bisherige komplette akademische Laufbahn an der Hochschule: Hempel studierte am Standort Zweibrücken das Fach Applied Life Sciences (ALS) und erwarb dort sowohl den Bachelor- als auch den Masterabschluss. Bereits im Bachelorstudium nahm er in der Praxisphase die Gelegenheit zu einem dreimonatigen wissenschaftlichen Aufenthalt in Tokyo war. Nachdem Herr Hempel bereits die Bachelor- und auch die Masterarbeit in der AG Ingebrandt in Zweibrücken anfertigen konnte, wurde er dann zu Beginn des Jahres 2014 als Doktorand in die Arbeitsgruppe eingestellt. Dort bearbeitete er bis Mitte 2017 sein Promotionsthema zur Entwicklung von neuartigen, polymerbasierten Sensoren zur elektronischen Detektion von zellulären Signalen. Dabei fokussierte sich Herr Hempel auf die Entwicklung der Sensoren im Reinraum der Hochschule in Zweibrücken, auf die elektronische und elektrochemische Charakterisierung und Modellierung der Sensoren und letztendlich auf verschiedene zelluläre Experimente mit den neuartigen Sensoren. Dabei kamen ihm seine sehr vielseitige wissenschaftliche Ausbildung im Studiengang ALS und natürlich auch seine internationale Erfahrung zu Gute.

Herr Hempel konnte die neuen Sensorsysteme selbst im Reinraum herstellen und optimieren und mit einer neuartigen Messmethode hervorragende Ergebnisse erzielen. Zwei hochrangige Publikationen über seine Arbeiten konnte er als Erstautor, ein Buchkapitel ebenfalls als Erstautor und drei weitere, hochrangige Publikationen als Co-Autor veröffentlichen. Eine weitere Publikation soll in den nächsten Monaten noch eingereicht werden.

Seine Promotionsarbeit wurde für drei Jahre über das Projekt ‘Biosensor Nanoelektroden aus Graphen oder reduziertem Graphen-Oxid – BINAGO’ der Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation finanziert. Im Anschluss konnte Herr Hempel noch 6 Monate lang durch das ergänzende Promotionsförderungs-Programm der Hochschule Kaiserslautern weiter finanziert werden.

Nach Ablauf seines Promotionsvertrags wechselte Herr Hempel Mitte 2017 zu der am Campus Zweibrücken ansässigen RAM Group DE GmbH, wo er die Gelegenheit hatte, seine Promotionsarbeit in Abend- und Wochenendarbeit zu beenden. Trotz seines Wechsels an die RWTH Aachen konnte Professor Ingebrandt die Arbeit weiterhin effektiv „fernbetreuen“, so dass sie nunmehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Bei der schriftlichen Ausarbeitung der Arbeit wurde Herr Hempel von Arbeitskolleg*innen unterstützt, die häufig ebenfalls ehemalige Mitgliedern der AG Ingebrandt sind – nicht zuletzt auch durch seine Ehefrau, Dr. Jessica Ka Yan Law. Dabei brauchte Herr Hempel vor dem Hintergrund der aktuellen Coronakrise entsprechend Geduld bis der finale Prüfungstermin letztlich feststand.

Am 09. Juni 2020 konnte schließlich die Verteidigung der Arbeit an der Universität des Saarlandes (UdS) in Homburg erfolgreich abgeschlossen werden. Gutachter der Arbeit waren Herr Prof. Dr. Markus Hoth und Herr Prof. Dr. Peter Lipp. Mit Prof. Dr. Adolfo Cavalié und Dr. Johann Wolfgang Metzger waren als Prüfer weitere Vertreter der UdS an dem Verfahren beteiligt. Professor Ingebrandt freut sich mit Herrn Hempel über die erfolgreiche Promotion und bedankt sich an dieser Stelle auch bei den vier Kollegen der UdS für die Annahme und die Unterstützung dieser kooperativen Promotionsarbeit.

Sobald Herr Hempel die Dissertationsschrift noch in die finale Druckversion gebracht und veröffentlicht hat, wird er den Titel „Dr. rer. nat.“ (Doktor der Naturwissenschaften, doctor rerum naturalium) führen dürfen.

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