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PM 2020-04-09 Hochschule Kaiserslautern und Universität Koblenz-Landau suchen Antworten auf die Frage: „Wie lange dauert das noch mit Corona?“

Die Corona-Krise und Covid-19 beherrschen das Tagesgeschehen? Die Befürchtungen der Bevölkerung, dass auch in unserer Region Verhältnisse wie in Bergamo, Madrid oder New York auftreten könnten, sind unter dem Eindruck der dramatischen Geschehnisse nachvollziehbar. Zur möglichst realistischen Einschätzung der Situation und speziell zur Entwicklung der Pandämie werden i.d.R. wissenschaftliche Prognosemodelle verwendet, die aber – je nach Urheber und Interpretation – nicht selten unterschiedliche und teilweise widersprüchliche Auskünfte liefern. Wissenschaftler der Hochschule Kaiserslautern und der Universität Koblenz-Landau wollen in dieser Hinsicht nun größere Klarheit für die Öffentlichkeit schaffen und haben es sich zum Ziel gesetzt, allgemein verständlich zu vermitteln, auf welcher Daten- und Modellgrundlage die verschiedenen Prognosen arbeiten und wie die Ausbreitungsmodelle sozusagen „funktionieren“.

Das Sprachrohr der Wissenschaftlergruppe ist Wikiversity, eine Initiative der Wikipedia-Gemeinschaft. Hier wird „Wissenschaft für alle“ zur Verfügung gestellt, d.h. wissenschaftliche Fragestellungen und Erläuterungen sind ohne Studiengebühren und ohne Zugangsbeschränkungen für jedermann frei zugänglich.

Für die Hochschule Kaiserslautern ist Prof. Dr. Uli Schell Mitglied in dieser Gruppe. Seine Motivation besteht insbesondere darin, seinen Studierenden einen relativ einfachen Einstig in die Theorie der Kompartiment-Modelle geben zu wollen und Wege aufzuzeigen, wie man Verläufe von Epidemien leicht selbst nachrechnen, verifizieren oder auch falsifizieren kann. Prof. Dr. Anna Hundertmark von der Universität Koblenz-Landau arbeitet in der numerischen Modellierung und will gemeinsam mit den Studierenden die numerische Simulation spezieller räumlicher Ausbreitungsmodelle von Epidemien wagen. Dr. Ingo Dahn schließlich ist im Un-Ruhestand und brennend daran interessiert, Studierenden einen möglichst leichten Einstig in verschiedene Gebiete der Mathematik zu ermöglichen. So hat er u.a. intensiv an einem Test-System für Mathematik-Aufgaben im Internet gearbeitet.

Die Zusammenarbeit der Wissenschaftler hat nun auf den Wikversity-Seiten eine Möglichkeit geschaffen, die Covid-Epidemie bezüglich einer Modellierung leichter zu verstehen und damit auch die künftige Entwicklung besser abschätzen zu können. Damit werden entsprechende Aussagen auch für Nicht-Wissenschaftler eingängig und verständlich. So ist unter https://de.wikiversity.org/wiki/COVID-19/Mathematische_Modellierung nachvollziehbar, warum beispielsweise eine möglichst lange Beibehaltung der Kontaktbeschränkungen elementar wichtig ist.

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