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Studiengang

Mittelstandsmanagement, Master

Der Mittelstand ist der Motor der deutschen Wirtschaft.

Rund 3,7 Millionen Unternehmen sowie Selbständige in Handwerk, Industrie, Handel, Tourismus, Dienstleistungen und Freien Berufen prägen Vielfalt und Erfolg des "German Mittelstand", auf den sich bewundernd auch der Blick des Auslandes richtet.

Der Fachbereich Betriebswirtschaft bietet seit 1994 als damals eine der ersten Hochschulen im deutschsprachigen Raum den Bachelor-Studiengang Mittelstandsökonomie an.

Das bisherige Studienangebot dieses Bachelor-Studienganges wird um diesen konsekutiven Master-Studiengang Mittelstandsmanagement erweitert und eignet sich somit besonders für die Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studienganges Mittelstandsökonomie oder eines sonstigen betriebswirtschaftlichen Studienganges sowie für Führungskräfte mittelständischer Unternehmen, die einen Master-Abschluss anstreben.

Der Studiengang ist in Modulen aufgebaut und vollständig in deutscher Sprache studierbar. Sechs Module sind zu wählen. Sie können, je nach beruflicher Ambition, diese sechs Kernmodule wählen, oder bis zu drei Kernmodule durch Ergänzungsmodule ersetzen. Das Studium schließt mit der Master-Thesis ab.

Bei Ihrer Auswahl der Module hilft Ihnen die Fachstudienberatung gerne.

Der Studiengang wird inhaltlich geprägt von sechs Kernmodulen, die typische Aufgabenschwerpunkte im mittelständischen Unternehmen aufgreifen.

  • Compliance im Mittelstand
  • Controlling und Risikomanagement
  • Marketing im Mittelstand
  • Steuern und Finanzen
  • Strategische Unternehmensführung
  • Unternehmen in Krise und Sanierung

Der Studiengang zielt in erster Linie auf Leitungsfunktionen in jungen Unternehmen sowie Mittelstands- und Familienbetrieben ab. Die dortigen speziellen Governance-Strukturen heben sich gegenüber anderen Betrieben ab. Zudem können sich berufliche Perspektiven in Unternehmensberatung und Wirtschaftsprüfung ergeben.

Der Masterstudiengang Mittelstandsmanagement verfolgt damit einen eher generalistischen Anspruch.

In allen Modulen steht nicht die Vermittlung von Detailkenntnissen im Vordergrund, sondern es geht um die Anwendung eines umfassenden, anwendungsorientierten beruflichen Wissens und kritischen Bewusstseins für diese strategieorientierten beruflichen Tätigkeitsfelder. Der Studiengang zielt damit einhergehend stark auf die Förderung von analytischen Fähigkeiten, Gestaltungstechniken und Problemlösungskompetenzen.

Am Ende des Studiums sind Sie in der Lage, komplexe Problemlösungsstrategien mit wissenschaftlichen Methoden auf der Basis eines breiten wirtschaftswissenschaftlichen Fundaments zu entwickeln. Sie können dies in verschiedenen unternehmerischen Bereichen bezogen auf praxisrelevante Fragestellungen integrieren.

Die Studierenden sind demgemäß befähigt, mit komplexen und unvorhersehbaren Lebenssachverhalten im Unternehmen umzugehen und Lösungen für diese zu entwickeln. Dabei sind Sie fähig, fachlich und in Teamleistungen Verantwortung zu übernehmen. Sie sind in der Lage, Diskussionen zu führen und ihren Standpunkt zu vertreten.

Bezogen auf die Auswahl der o.g. sechs Kernmodule - als ein idealtypischer Studienverlauf - erwerben die Studierenden wichtige Kompetenzen in zentralen Aufgabenbereichen eines mittelständischen Unternehmens.

Die Studierenden lernen im Modul Compliance, welches in der Bachelor-Ausbildung keine Entsprechung findet, die Verantwortung der Unternehmensleitung für die Einhaltung von Gesetzen und unternehmerischen Richtlinien kennen. Sie verstehen, welche rechtlichen Risiken und sonstigen nachteiligen Folgen die Nichteinhaltung derselben nicht nur für den "guten Ruf" des Unternehmens, sondern auch für seine Existenz haben kann. Sie sind in der Lage, Compliance-Management-Systeme in ihren Unternehmen zu etablieren und zu steuern.

Weiterhin können sie die an die besonderen Anwendungsbedingungen in mittelständischen Unternehmen angepassten Instrumente des Risikomanagements und Controllingsystems anwenden.

Als zukünftige Führungskräfte sind Sie fähig, Marketing im Mittelstand als ein ganzheitliches Konzept zu sehen und umzusetzen.

Sie wissen um die Wichtigkeit eines Ratings für eine nachhaltige Unternehmensführung. Da ihnen bekannt ist, welche Einzelkriterien für ein Rating maßgeblich und von strategischer Bedeutung sind, sind sie in der Lage, diese zu steuern und für den Erfolg des Unternehmens zu nutzen.

Auch mit den rechtlichen Risiken, insbesondere in den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs und Kartellrecht, sowie Steuerrecht, sind die Absolventinnen und Absolventen vertraut, so dass sie in der Lage sind, selbst Risiken zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen und einzusetzen, um diese zu vermeiden.

Damit in engem Zusammenhang steht auch das Wissen um die Steuern und Finanzen eines mittelständischen Unternehmens. Die Absolventinnen und Absolventen kennen die besonderen Anforderungen an die Finanzierung eines mittelständischen Unternehmens unter Zuhilfenahme von staatlichen Förderungen, welche gerade bei diesen Unternehmen eine große Rolle spielen. Sie sind in der Lage, diese für die Führung derselben zu nutzen und umzusetzen.

Die Absolventinnen und Absolventen können Ursachen für Unternehmenskrisen erkennen und solche bewältigen. Zudem verstehen sie es, das neue Insolvenzrecht auch als Chance für den Fortbestand des Unternehmens zu begreifen.

Die o.g. sechs Kernmodule werden um elf Ergänzungsmodule erweitert, für welche die generelle Beschreibung der vorgenannten Studiengangsziele entsprechend gilt. Nähere Informationen zu den in den jeweiligen Modulen vermittelten Kompetenzen finden sich in den Modulbeschreibungen.