Innovationsdialog mit der AUDI AG - Kompetenzorientiertes Lernen

Innovation ist kein Zufall und nicht nur Genies vorbehalten - Sie kann gelernt werden!
Lernen heißt nicht (nur) zuhören - sondern vor allem auch: MACHEN!

Diese beiden Grundsätze des Kompetenzzentrums OPINNOMETH - nämlich: Innovationsmethodik und Operational Excellence - standen im Mittelpunkt bei der Entwicklung einer ganz besonderen Lernerfahrung für Master-Studierende im Studiengang "Logistik und Produktionsmanagement". Eine Vorlesung von Professor Thurnes war in Zusammenarbeit mit dem "Innovationsdialog" der AUDI AG vollkommen auf die Kompetenzentwicklung im Bereich Technologie-Forecasting bzw. Innovations-Forecasting ausgerichtet. 

Kompetenzorientiertes Lernen statt Frontalunterricht

Genau wie im "echten Leben" entwickelten die Studierenden wichtige berufsrelevante Kompetenzen. Die Leitplanken und die Unterstützung dieser Kompetenzentwicklung erfolgten durch Professor Thurnes und Experten der AUDI AG. Die Studierenden erarbeiteten über mehrere Wochen hinweg in fünf Gruppen Antworten auf Zukunftsfragen des renommierten Automobilherstellers.

Innovationsmanagement ist viel mehr als nur "Erfinden" - in diesem Fall entwickelten die Studierenden Kompetenzen, auch in Gebieten außerhalb Ihrer Fachexpertise methodisch zu recherchieren und erfolgversprechende Wege für die mögliche Ausrichtung von Entwicklungs- und Marktaktivitäten zu gestalten.

Die quasi-reale Arbeitssituation hebt dieses kompetenzorientierte Lernen weit über das gewöhnliche "Büffeln" hinaus. Alleine schon der Umgang mit offenen Fragestellungen, unfixierten Ergebniserwartungen sowie die Notwendigkeit zu selbständiger Teamarbeit und zur Übernahme von hoher Eigenverantwortung hinterließen bei vielen Studierenden große Lerneffekte.

Die Planung, Betreuung und Korrektur einer solchen Veranstaltung ist natürlich deutlich aufwändiger, als ein "normaler" Frontalunterricht im Hörsaal - aber Professor Thurnes ist der festen Überzeugung, dass die Mühe sich lohnt. 

Auch die Ergebnisse können sich sehen lassen

Die Studierenden haben nicht nur viel mitgenommen, sondern auch viel mitgebracht. Die Ergebnisse wurden in Form von Konzeptpapieren in den Innovationsdialog der AUDI AG eingebracht - daher kann an dieser Stelle nicht näher auf die einzelnen Inhalt der Konzepte eingegangen werden. Als grober Rahmen kann jedoch erwähnt werden:

  • Zwei Gruppen haben sich mit bestimmten Materialien und deren zukünftiger Verwendung im Automobilbau beschäftigt. Resultierende Innovationspfade verweisen auf zukunftsträchtige Herstellungsverfahren und dadurch realisierbare Fahrzeugkonzepte der Zukunft.
  • Zwei Gruppen haben sich mit bestimmten Produktionsprozessen auseinandergesetzt. Hier wurden Möglichkeiten zu epochalen Technologiesprüngen gesucht und entsprechende Konzepteideen erarbeitet.
  • Der Einsatz von Bionik als Innovationsmethode im Produkt- und Produktionsbereich stand im Mittelpunkt der Konzepte eines weiteren Teams.

Die AUDI AG hat die Ergebnisse aller Gruppen gewürdigt und neben einem kleinen Präsent insbesondere ein gruppenspezifisches Feedback der Fachexperten gegeben. Das Foto zeigt viele der Teilnehmenden anlässlich der Übergabe der Präsente und Schreiben der AUDI AG durch Professor Thurnes.

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Die Teilnehmenden (Foto: Elvira Grub): oben: Maurice Metz, Christoph Altmeyer, Christoph Stumm-Gebert zweite Reihe: Jonas Thielmann, Pavel Sonnek, Andreas Palm, Mathias Rawer dritte Reihe: Max Fugmann, Peter Urbansky, Dominik Greif, Jens Wagner vorne: Prof. Dr. Thurnes, Magdalena Kasper, Franziska Herrmann nicht abgebildet: Sebastian Zimmermann, Adam Görlich

Die Ergebnisse einer Gruppe wurden besonders gewürdigt. Ihre Ausarbeitung war sehr visionär und führte zu sehr konkreten Innovationspfaden, deren weitere Verfolgung vielversprechend ist. Sie freuen sich auf eine individuelle Einladung des Automobilbauers nach Ingolstadt mit interessantem Programm und der Möglichkeit der direkten Diskussion ihres Konzeptes mit den Fachleuten vor Ort.

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Hervoragende Konzepte lieferten: Maurice Metz, Jonas Thielmann, Pawel Sonnek, Max Fugmann. (Foto: Elvira Grub)

Auch Ihr Unternehmen ist eingeladen

Professor Thurnes ist stets auf der Suche nach spannenden Themen der Praxis, die gemeinsam mit Ihrem Unternehmen im Rahmen kompetenzorientierter Veranstaltungen oder auch im Rahmen von Bachelor- oder Master-Thesen bearbeitet werden können. Melden Sie sich bei Interesse gerne unter: christian.thurnes@fh-kl.de  oder www.OPINNOMETH.de 

Und was sagen die Studierenden dazu?

"Als Herr Dr. Brandl uns die Aufgabenstellungen vorgestellt hat, konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir als Gruppe für die Problemstellung eine ansprechende und sinnvolle Lösung finden werden, denn die Themen waren für uns absolutes Neuland. Aber nach und nach haben wir uns in die Thematik eingearbeitet und konnten einige sinnvolle Ansätze ausarbeiten. Die Aufgabe hat das Team gefordert, denn neben der für uns fremden Thematik, waren besonders auch die begrenzte Zeit und die Koordination mit den anderen Gruppenmitgliedern eine kleine Herausforderung." (Franziska Herrmann) 

"Ich fand die Betreuung durch Audi sehr vorbildlich. E-Mails wurden direkt beantwortet und es wurde sogar ein persönliches Treffen vorgeschlagen." (Christoph Stumm-Gebert) 

"Ich persönlich fand es interessant, welcher Aufwand betrieben werden muss, um weitere Innovationen innerhalb der Branche zu generieren." (Christoph Altmeyer) 

"In der Vorlesung wird häufig darauf hingewiesen, dass Innovation zu 90% aus harter Arbeit und zu 10% aus Kreativität besteht, „leider“ kann ich das nun bestätigen. [...] Eine Aufgabe, die in ihrem Aufbau und der Organisation sehr wenig an sonstige Studienarbeiten erinnert. Sehr gut!" (Jens Wagner)

"Die Aufgabe war sehr interessant und lehrreich. Durch den engen Kontakt und die gute Betreuung durch Audi, hat die Bearbeitung viel Spaß gemacht und Früchte getragen. Speziell die Arbeit im Team hat viele neue Ideen hervorgebracht." (Christoph Stumm-Gebert) 

"Ich finde die Idee zusammen mit großen und renommierten Unternehmen zu Arbeit sehr ansprechend, da ich praxisbezogene Aufgaben einer theoretischen Arbeit vorziehe. Die Aufgabenstellung hat mich sehr überrascht, da Ihr Umfang und die Komplexität für mich aus der erlernten Theorie zuvor nicht in diesem Maße absehbar waren. Ungünstig finde ich den gewählten Zeitraum. [...]" (Dominik Greif) 

"Die Bearbeitung einer solchen Aufgabe im Rahmen des Studiums finde ich sehr sinnvoll, da wir Studenten so die Theorie direkt in die Praxis umsetzen können. Meiner Meinung nach, sollte dies im Masterstudium vermehrt auftreten und verpflichtend sein. Hierdurch werden wertvolle Kontakte zu Unternehmen geknüpft, die in Zukunft von großer Bedeutung sein können." (Christoph Stumm-Gebert) 

"Zu Beginn der Aufgabe fühlte ich mich schon ein wenig verloren in dem Thema, aber nach der Recherche war die Thematik mit ihren Zusammenhängen klar strukturiert." (Christoph Altmeyer) 

"Die Aufgabe fand ich anspruchsvoll, da nicht nur die Inhalte des Innovationsmanagements, sondern auch die von Audi vorgegebenen Thematiken betrachtet und verinnerlicht werden mussten. [...] Ich finde es sehr sinnvoll eine Aufgabe zu bearbeiten, bei der man sich in ein neues Themengebiet einarbeiten muss, da man solche Herausforderungen auch immer wieder im Berufsleben antreffen wird. [...]  Ein weiterer Vorteil den ich sehe, ist der Aspekt, das erlernte Wissen nicht nur theoretisch in einer Klausur niederzuschreiben, sondern direkt mit hohem Praxisbezug umzusetzen. Meiner Meinung nach kam dies besonders bei TRIZ (Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme) zur Geltung, da es ein sehr umfangreiches Themengebiet ist und in einer Klausur nicht im gleichen Maß wie innerhalb eines solchen Projekts angewendet werden kann. [...] Meiner Meinung nach hat sich gezeigt, dass die Durchführung von umfassenden Recherchen und die Einarbeitung in ein fremdes Themengebiet sehr zeitintensiv und zu Beginn langweilig sein können. Ich denke, sobald man jedoch merkt, dass das Verständnis für das Aufgabenfeld steigt und man sich die ersten Ergebnisse erarbeitet hat, steigert dies immer wieder die Motivation und hilft bei weiteren Fortschritten." (Mario Kangrga)


"Bei der Projektbearbeitung gefiel mir besonders, dass die Systembetrachtung im Vordergrund stand. Dieses galt es zunächst zu definieren, zu analysieren und schließlich mit Hilfe von Methoden und der eigenen Kreativität zu verbessern. Ich denke, dass die systemorientiere Betrachtungsweise zunehmend an Bedeutung gewinnt, weshalb ich es schätze ein solches Projekt mit einem weltweit angesehenen Unternehmen bearbeitet zu haben." (Jonas Thielmann) 

Weitere Informationen:

Wenden Sie sich an christian.thurnes@fh-kl.de  oder  www.OPINNOMETH.de