Grundlegend signifikant für das Profil des Studiengangs ist die Entwicklung einer integrativen, prozessorientierten und methodisch-konzeptionellen Kompetenz zur Problemanalyse, Aufgabendefinition und Lösungsfindung in den Feldern Logistik und Produktionsmanagement sowie allgemein an den im Wirtschaftsingenieurwesen typischen Schnittpunkten von Mensch, Technik und Organisation basierend auf umfassendem, detaillierten und spezialisierten Wissen auf Basis des neuesten Erkenntnisstandes sowie umfassendem beruflichen Wissen der Logistik, des Produktionsmanagements und der Betriebswirtschaftslehre sowie einem erweiterten Wissen in angrenzenden Bereichen.


Weiteres Ziel ist hierbei eine ganzheitliche Zielorientierung in jeder Phase von Problemlöseprozessen durch die ständige kritische Abwägung von Handlungs- und Entscheidungsalternativen sowie deren Bewertung mit Hilfe ganzheitlicher Kosten-Aufwand-Nutzen-Relationen über die fachspezifischen logistischen, produktionsspezifischen und betriebswirtschaftlichen Themen aller Module bzw. Veranstaltungen hinweg.


Zusammenfassend kann das damit verfolgte übergeordnete Ziel als Fähigkeit zur Prozessintegration bezeichnet werden. Mit dieser Fähigkeit werden die Absolventinnen und Absolventen jegliche Fragestellungen in ihrem späteren Verantwortungsbereich fachspezifisch oder konzeptionell in einem ganzheitlichen Zusammenhang betrachten. Sie werden neue Verfahren oder Ideen entwickeln und anwenden und somit ihr Wissen auch in unvertrauten Situationen anwenden und weiterentwickeln.


Als weiteres übergeordnetes Studienziel ist Fähigkeit zur Abstraktion bzw. zur Bildung und Anwendung von Modellen zu nennen. Die Studierenden verinnerlichen den Umgang mit abstrakten Strukturen zur Bewertung von Sachverhalten, so dass sie später die Bildung und Auswertung von Modellen als selbstverständliche Methode zur Erarbeitung und Bewertung von Lösungsvarianten heranziehen und die so gewonnen Arbeitsergebnisse vertreten können. Da sich externe Lösungen in der Regel nur sehr eingeschränkt auf eigene Problemstellungen übertragen lassen, sollen die Absolventen als spätere Fach- und Führungsverantwortliche Methoden beherrschen, die es ihnen erlauben, das Erreichte im Sinne einer permanenten Planungsbereitschaft systematisch zu hinterfragen (wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Auswirkungen), zu optimieren und sich hierzu das benötigte Wissen im Sinne eines lebenslangen Lernens selbst erschließen zu können.


Die Studierenden entwickeln ihre sozialen Kompetenzen dahin gehend weiter, strategische Entscheidungen mit übergeordneter Bedeutung auch in Situationen mit unvollständigen oder unsicheren Informationen zu treffen. Hierzu gehören auch die Fähigkeit, andere Personen gezielt in ihrer Entwicklung zu fördern, eine entsprechende Selbstsicherheit und Selbsteinschätzung ebenso wie die Fähigkeit, Entscheidungen vorzubereiten und fachspezifisch sowie fachübergreifend zu argumentieren und auch mit Fehlentscheidungen umzugehen. Dabei gilt dies vor dem Hintergrund international vernetzter Produktions- und Logistiksysteme nicht nur für das Inland, sondern erfordert auch die Berücksichtigung interkultureller Aspekte. Unter Berücksichtigung der verstärkten Zusammenarbeit und Vernetzung von Unternehmen, sollen die Absolvierenden später Gruppen und Organisationen auch bei komplexen Aufgabenstellungen in den Feldern Logistik und Produktionsmanagement verantwortlich leiten und ihre Entscheidungen vertreten.

Ziel des Studiengangs ist es zusammenfassend insbesondere auch, die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen zu schaffen und diese Fähigkeit zu entwickeln und dauerhaft zu stärken, auf deren Basis vorhandenes Wissen an veränderte Bedingungen angepasst werden kann und die Vertiefung und Verbreiterung des Wissens als tägliche Selbstverständlichkeit angesehen wird.